Fußballabteilung möchte in Haunerting zukunftsfähig erweitern

von Redaktion

Gemeinderat Siegsdorf prüft den Bau von weiteren Fußballplätzen und neuem Funktionsgebäude am jetzigen Standort

Siegsdorf – Dem Gemeinderat lag ein Antrag der Fraktionen BfS, UW, SPD und Bündnis 90/Die Grünen vor, die Überlegungen der Fußball-Abteilung zur Umgestaltung der Flächen am jetzigen Sportplatz zu unterstützen, eine Umsetzung zu prüfen sowie die geschätzten Kosten und Fördermöglichkeiten zu ermitteln.

Das gewünschte Vorhaben der TSV-Fußballer umfasst einen Trainingsplatz, einen Ganzjahres-Kunstrasen-Platz, einen Kleinfeld-Bolzplatz für die Allgemeinheit sowie einen öffentlichen Spielplatz auf dem gemeindlichen Grundstück gegenüber des Sportheimes. Zudem plant die Abteilung an- stelle des vorhandenen Zeltes den Neubau eines Funktionsgebäudes mit integrierter Tribüne sowie den Umbau des jetzigen Sportheimes zu einer Ganzjahres-Gaststätte mit zusätzlichen Räumlichkeiten für Vereine oder Gewerbe. Die Antragsteller konnten dazu erste planerische Entwürfe bei der Fußballabteilung einsehen.

Bürgermeister Thomas Kamm (UW) ging dazu noch einmal kurz auf die Situation ein, über die in einer der letzten Sitzungen ausführlich informiert worden war. Nach vielen Jahren der Grundstückssuche für ein Ersatzgelände und der Prüfung von zehn möglichen Varianten stehen der Gemeinde weiterhin keine Optionen für Ersatzflächen zur Verfügung um, wie vorgesehen, das jetzige Sportgelände in das umliegende Gewerbegebiet integrieren zu können. Im Falle der geplanten zusätzlichen Plätze müsste nach den derzeitigen Überlegungen in den aufgeschüttelten Wall eingegriffen werden, was planungsrechtlich noch zu klären sei. Auch eine geringfügige Straßenverlegung beim Skaterplatz sei dabei notwendig. Zudem stellte er heraus, dass die Flächen des Hauptplatzes der Gemeinde über einen Erbpachtvertrag zur Verfügung stehen, der bei anderweitiger Nutzung, etwa als Gewerbefläche, automatisch erlöschen würde.

Hubert Wolff (CSU) fand die Überlegungen grundsätzlich gut, sieht aber im vorliegenden Bundes-Verkehrswegeplan mit der Anbau-Verbotszone entlang der Autobahn Probleme. Kamm verdeutlichte dazu, dass mit der Zustimmung zum Antrag auch solche Dinge zu prüfen seien. Auch Dr. Jürgen Leikert äußerte sich dankbar über die Initiative der Fußballabteilung. Den Aspekt des Antrages, dass keine Ersatzflächen zur Verfügung stünden sieht er aber nicht so negativ. Nach persönlichen Gesprächen der CSU-Fraktion mit den beteiligten Landwirten in den vergangenen Wochen, sollte man das Buchenwald-Gelände weiterhin favorisieren, das Gespräch suchen und Alternativen nicht ausschließen. Kamm entgegnete, die Gemeinde habe seit den letzten Gesprächen vor einigen Wochen dazu keine derartigen Signale erhalten.

„Da eine Kooperation mit den Pächtern der Buchenwald-Flächen bisher nicht möglich gewesen ist, planen die Fußballer fest auf dem jetzigen Bestand“, betonte Hans Geiger (BfS), „Wir haben nicht mehr viel Zeit, das Sportheim ist am Ende“, machte er die Situation deutlich. Bernhard Kübler (SPD) mahnte dazu an, nicht nur die Kosten, sondern auch die notwendigen zeitlichen Abläufe zwischen Bauen im planungsrechtlich genehmigten Bestand und auf einer landwirtschaftlichen Außenbereichsfläche im Auge zu behalten.

Ohne Gegenstimme nahm das Gremium dann den Antrag an und beauftragte damit die Verwaltung, die planungsrechtlichen und baulichen Erfordernisse zu prüfen sowie eine Kostenschätzung zu erstellen. Bürgermeister Kamm versprach diesen Weg zügig weiterzugehen, aber auch für mögliche Alternativen offen zu bleiben. Franz Krammer

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