„Steigerung ist vertretbar“

von Redaktion

Gebühren für Kindergarten und Musikschule werden in Inzell 2024/2025 erhöht

Inzell – Der Inzeller Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung die Anhebung der Gebühren der Cajetan-Adlgasser-Sing- und Musikschule Inzell sowie des Beitrags für die Unterbringung der Kinder im Kindergarten und der Kita ab dem Schuljahr 2024/2025.

Unter dem Motto „Alles wird teurer“ steigen auch die Kosten für die Musikausbildungen. Die Einnahmen aus Gebühren der Sing- und Musikschule Inzell wurden deshalb neu kalkuliert, erläuterte Leiter Markus Gromes.

Einnahmen sind
neu kalkuliert

Um eine angemessene Finanzierung auf die Beine zu stellen im neuen Schuljahr sollte die Gebühr 2024/2025 für den 30-minütigen Einzelunterricht demnach von 770 Euro auf 800 Euro angehoben werden. Diese Steigerung entspricht letztlich einer Erhöhung um 3,75 Euro.

Des Weiteren sollte die Zehner-Karte für jeweils 30 Minuten Einzelunterricht von 300 Euro auf 350 Euro für Inzeller Schüler und von 350 Euro auf 400 Euro für auswärtige Schüler erhöht werden.

Weitere Gebührenanpassungen sind vorerst nicht notwendig. Die Gebühren der Musikschule Inzell wurden letztmalig im Jahr 2023 angepasst. Bei der Gesamtfinanzierung der Musikschule muss der Gemeindeanteil mindestens über 35 Prozent von den Gesamtkosten betragen. Die Musikschulgebühren für das Schuljahr 2024/2025 werden entsprechend des Vorschlags der Musikschule und der Verwaltung erhöht. Darüber bestand bei den Gemeinderäten Einigkeit. Die Neufestsetzung der Gebühren folgt somit zum Beginn des kommenden Schuljahres.

Vor Ort in der Gemeinderatssitzung waren der Geschäftsführer des AWO-Kreisverbandes, Kai Wagner, und Heidi Dufter vom katholischen Kindergarten, die über die neuen Gebühren bei der Kita und dem Kindergarten informierten.

Insgesamt gibt es beim katholischen Kindergarten Mehreinnahmen von zwischen 40000 und 43000 Euro. Allerdings reicht dieser Betrag aber nicht aus, um das Defizit zu decken. Dies ist den tariflichen Erhöhungen und der Inflation geschuldet. Der Basiswert ist zwar laufend leicht gestiegen, hat das Defizit aber nicht ausgleichen können.

Insgesamt sind die Beträge im Mittel des Landkreises. Heidi Dufter erklärte die Situation im Allgemeinen. „Den Eltern muss bewusst sein, dass in den Kindergärten hoch qualifiziertes Personal beschäftigt ist. Die Kinder werden nicht nur betreut, sondern auch speziell gefördert.“ Die Betreuungssituation soll aus ihrer Sicht nicht ausgereizt sein. So müssen die Erzieher die Kinder beschäftigen können und nicht nur beaufsichtigen. Um dem Rechnung zu tragen, ist es auch die Absicht, das so zu handhaben. Die Erhöhung beträgt bei der Kita 50 Euro pro Monat und beim Kindergarten gestaffelt von 15 Euro pro Monat (vier und fünf Stunden täglich) bis zu 40 Euro (acht bis neun Stunden Betreuung).

Kai Wagner, der aus der Jugendhilfe kommt, vertritt die Meinung, dass die Leistung bei der Kinderbetreuung ihren Preis hat. Leistungen werden so verhandelt, wie man sie zur Verfügung stellt. Der Träger der jeweiligen Anstalt hat wenig Einfluss auf die Kostenstruktur. Bei einem gestiegenen Kindergartenplatzbedarf, hohen Materialkosten und gestiegenem Inflationsausgleich sind die Träger bemüht, das gut darzustellen. Auch die Personalkosten sind keineswegs zu vernachlässigen, denn es sind hauptsächlich Erzieherinnen beschäftigt und die sind tarifgebunden. „Seit Jahren ist das wieder die erste Steigerung und dass ist meiner Ansicht vertretbar“, bekräftigt Wagner die Anhebung.

Gemeinderat
stimmt einhellig zu

Petra Maier (CSU) wollte wissen, warum Krippenplätze so viel teurer sind als Kindergartenplätze. Heidi Dufter erklärte das damit, dass beim Kindergarten drei Fachkräfte für 25 Kinder zur Verfügung stehen sollen und bei der Kita vier Fachkräfte für 15 Kinder benötigt werden. „Diese Personalkosten müssen aufgefangen werden und dadurch kommen die höheren Gebühren zustande.“ Die Anpassung der Kindergartengebühren wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Kai Wagner gab bekannt, dass nach dem Kindergartenbedarfsplan bei der AWO der Kindergarten nun um eine Gruppe erweitert wird. Derzeit sind 14 Kinder in der Krippe und 23 im Kindergarten. Im August werden viele Kinder neu hinzukommen und daher gibt es eine zusätzliche Gruppe im Kindergarten. Die Zustimmung seitens des Gremiums für Neuschaffung einer Gruppe in der AWO war ohne Gegenstimme.

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