Rosi Hell und Brigitte Sperger begeistern als Dorf-Ratschen

von Redaktion

Lokalprominenz bei Josefi-Feier der Rimstinger CSU parodiert – Auch Jubiläum der Feuerwehr Greimharting im Fokus

Greimharting – Dass die Greimhartinger und die Rimstinger Integration können, zumindest gegenseitig, dass Bürgermeister Andreas Fenzl für den angestrebten Ruhestand in zwei Jahren viel zu jung aussehe und dass das geplante Jubiläum der Feuerwehr Greimharting, das angekündigt werde wie Hollywood – allerdings in Zacking: Einen ganzen Strauß an Themen kommentierten die „Dorf-Ratschen“, Rosi Hell und Brigitte Sperger, viel beklatscht auf der Josefi-Feier der Rimstinger CSU im Gemeindehaus Greimharting.

Natürlich war der Auftritt der zwei „älteren Damen“ mit ihren mehr als modischen Hüten der eigentliche Höhepunkt des Abends im gut besuchten Gemeindehaus. Für die musikalische Begleitung sorgten die Musikanten der „Westenbach-Musi“.

CSU-Ortsvorsitzender Stefan Julinek dankte bei der Begrüßung nicht nur den vielen ehrenamtlichen Helfern, sondern nahm später auch das Starkbierfest als Anlass, um den Festwirtsleuten, Klaus und Marille Bauer, ganz herzlich für ihr Engagement zu danken. In seinen Dank schloss er auch ihr jahrzehntelanges Engagement für die Vereine als ehemalige Wirtsleute der Gaststätte und Hotel „Zum Hasn“ ein.

Julinek dankte auch den Greimhartinger Vereinen, der Feuerwehr und den Röckefrauen, die für das Starkbierfest extra ihre eigene Veranstaltung verschoben haben. Hell und Sperger legten auf der Bühne auch sofort los. Schon zum zweiten Mal seien sie nun – statt in Rimsting – im dörflichen Gemeindehaus.

Dabei habe der neue Pater Liviu dieses nicht einmal mit seinem Navi gefunden. Zu Fuß habe er kommen müssen, sein Auto stehen lassen, weil es so eisig gewesen sei, und dann „musste er es später auch noch suchen“, kommentierten die zwei spitzzüngigen Damen die erste Abendmesse des neuen Pater Liviu Romila, der seit Anfang 2024 den Pfarrverband verstärkt.

Viel Aufmerksamkeit finde der riesige Werbeschriftzug für das Jubiläum der Feuerwehr Greimharting. Zu befürchten sei allerdings, dass die Besucher das Festzelt in Zacking suchten, denn dort prange der riesige Schriftzug à la Hollywood. Die beiden Akteurinnen gemahnten die Greimhartinger, für genügend Essen zu sorgen, damit es ihnen beim „Kesselfleischessen nicht ausgehe, wie den Rimstinger Trachtlern“.

Heiße Temperaturen
und kühler Schatten

Diese feierten 2023 ihr Jubiläum und dank Pfarradministrator Gottfried Grengel habe es beim Festgottesdienst in brütender Hitze nicht allzu lange gedauert. Diejenigen, denen dies zu kurz war, „die sind im Schatten gehockt“, stellten Hell und Sperger fest.

Kaum seien 50 Jahre seit der Gebietsreform vergangen, gewährten die Greimhartinger den Rimstingern „Asyl“ und die Integration klappe, stellten sie fest. Unter dem Motto „Happy wife, happy life“ nahmen sie sich danach der Ägypten-Reise des Rimstinger Bürgermeisters an. Zum einen mit „ratschen und shoppen“ und zum anderen mit „Heindl spielen“, so die beiden Ratsch-Katln. Denn am Strand habe es sich gut im Sand buddeln und bauen lassen. Da er aussehe, als „ob er noch in den 50ern ist“, fragten sich beide, warum er plane, in zwei Jahren in Rente zu gehen. Sie zerbrachen sich auch ihre Köpfe bezüglich eines potenziellen Nachfolgers.

Eine weitere Baustelle im Gemeindebereich machten sie beim „Seehof“ aus, der seit Jahren außer Betrieb und eine Baustelle sei. „Dabei wäre das so ein schönes Platzerl“, bedauerten Hell und Sperger. Leer stehe auch die Sparkasse und falls die Gemeinde darüber nachdenke, den Kinderhort in diesen Räumen zu erweitern, rieten die beiden entweder eine Brücke oder einen Tunnel über die Staatsstraße zu bauen, denn das mit der 30er-Zone komme wohl nie.

Die beiden sahen auch Handlungsbedarf bei der Greimhartinger Feuerwehr und ihrem Feuerwehrhaus. Denn „beim Rein- und Rausfahren darf’s nicht pressieren“, weil es so beengt sei. Und so sei der Wunsch nach einem neuen Feuerwehrhaus verständlich.

Festbier
und Los-Aktion

Bevor Hell und Sperger die Bühne betraten, hatte Bürgermeister Andreas Fenzl das Flötzinger Festbierfassl angezapft. Auch das Parkett bekam dabei etwas vom Festbier ab. Viel Freude hatten die zahlreichen Gewinner der Los-Aktion. Neben Gutscheinen, Jubiläumsbier und Büchern waren die drei Hauptgewinne jeweils zwei Karten für ein Bayern-Spiel, einen Besuch im Bayerischen Landtag und eine Berlin-Reise mit einem informativen und interessanten Rahmenprogramm.

ALexandra Dachs

Artikel 3 von 11