Mit Liebe zur Natur – Angela Kind ist 80 Jahre jung

von Redaktion

Die Priener Gemeinderätin feiert ihren runden Geburtstag und blickt auf ein aktives Leben zurück

Prien – Die Priener Gemeinderätin der Grünen, Angela Kind, feierte im März ihren 80. Geburtstag, zu dem ihr Bürgermeister Andreas Friedrich im Beisein seines Zweiten Stellvertreters Martin Aufenanger und ihrer Parteikollegin und Freundin Gaby Rau herzlich gratuliert hat. Ein langes glückliches Leben liegt hinter ihr, für das sie dankbar sei und das sie ganz ihrer Liebe zur Natur gewidmet habe.

Geboren wurde sie 1944 in Bayrischzell. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem München schwer bombardiert worden ist, wurden Schwangere wie ihre Mutter zur Geburt aufs Land geschickt. Der Vater kämpfte derweil „irgendwo in Russland.“ Aufgewachsen ist Angela Kind in München in der Nähe des „Schuttbergs“, dem heutigen Olympia-Zentrum. Nach ihrer Mittleren Reife schlug sie eine Beamtenlaufbahn bei der Post ein. Es folgte die Heirat mit ihrem ersten Mann und die Geburt der Kinder Andreas und Annemarie. Kinderbetreuung war damals noch ein Fremdwort und so hätte sie nach sechs Wochen Mutterschutz wieder in Vollzeit arbeiten müssen. Was nicht ging, weshalb sie ihre Arbeit und den Beamtenstatus verlor. Ein weiterer Bruch in ihrem Leben folgte mit der Scheidung – sie musste ganz von vorne anfangen. Was sich im Nachhinein als Glücksfall herausgestellt hat. Denn als Angestellte der Flugsicherung am Flughafen Riem bei München und der Ausbildung an einem Radarsimulator lernte sie ihren jetzigen Mann Helge kennen – einen Fluglotsen, der Auszubildende in Frankfurt unterrichtete.

Nach der Heirat zogen die beiden nach Pfaffenhofen an der Ilm. „Das war eine schöne Zeit in der Holledau, obwohl das Pendeln zum Flughafen schon mühselig war“, erinnert sich Kind. Die Kinder wurden groß und zogen weg, die Eltern starben und so beschlossen die beiden mit Beginn des Rentenalters, sich noch einmal zu verändern.

2004 kamen die beiden nach Rimsting, 2006 nach Prien. Zwar in Pension, aber keineswegs tatenlos. Angela Kind begann sich politisch zu engagieren. Zunächst 2008 bei „Mehr Demokratie in Prien“, die von sich reden machte, als sie einen neuen Bürgermeister per Anzeige suchte – was mit Jürgen Seifert auch gelang. „Später nach der Auflösung fand ich 2012 bei den Grünen kurz nach der Gründung des Ortsverbands eine neue politische Heimat. Damals waren wir noch zu fünft“, erzählt die Seniorin. Kurz danach wurde sie 2014 in den Gemeinderat gewählt, wo sie sich bis heute vor allem für die Natur einsetzt. Als Umweltreferentin sorgte sie dafür, dass Prien zur Fair-Trade-Gemeinde sowie als bienenfreundlich anerkannt wurde.

Früher war sie Dressur-Reiterin mit eigenem Pferd, dann sei sie auf den „Drahtesel“, das Rad, umgestiegen, mit dem sie auch gern im Urlaub mit dem Campingbus neue Wege ergründet hat. Heute geht sie ins Fitnessstudio, um beweglich zu bleiben. Dennoch ist es jetzt ein bisschen ruhiger für sie geworden.

Gern lässt sie es sich auch einmal gut gehen – am liebsten mit einem Gläschen Prosecco, so auch an ihrem Festtag, an dem sie mit ihren Gästen auf ihr langes und schönes Leben angestoßen hat. wp

Artikel 1 von 11