Marquartstein – Zum Thema „Insolvenzantrag Maro“ informierte der Geschäftsleiter der Gemeinde Marquartstein, Florian Stephan, in der jüngsten Sitzung im Rathaus den Gemeinderat.
Wie er ausführte, teilte die Maro-Genossenschaft am 15. März mit, dass aufgrund einer überraschend zurückgezogenen Finanzzusage für eines im Bau befindlichen Projekts für die Maro-Genossenschaft Insolvenz angemeldet werden musste. Die Wahl fiel auf eine Insolvenz in Eigenverwaltung, damit die Genossenschaft und deren Organe weitestgehend handlungsfähig bleiben könnten, so Stephan weiter.
In einer E-Mail baten die Verantwortlichen um Verständnis, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht alle Fragen beantwortet werden könnten.
Auf Nachfrage der Chiemgau-Zeitung, was das jetzt für die Gemeinde und das geplante Maro-Wohnprojekt im Entwicklungsgebiet „Am Sportplatz“ sowie die in Kürze beabsichtigte Erschließung des Gebietes bedeute, meinte Stephan, dass der Gemeinderat Ende Januar die Erschließungsplanung für das Baugebiet „Am Sportplatz“ beschlossen habe, nicht jedoch das Baurecht für das Maro-Projekt. Dies sei eine Fehlinformation. Im Bereich der Erschließungsplanung „Am Sportplatz“ befinde sich auch die Fläche für das Marquartsteiner Maro-Projekt. Bauplanungsrechtlich sei das Vorhaben Maro zwar fortgeschritten, aber nicht abgeschlossen. Die Erschließung der Entwicklungsfläche „Am Sportplatz“ erfolge unabhängig vom Ausgang des Insolvenzverfahrens. Gegebenenfalls erfolge eine anderweitige Nutzung der für das Maro-Projekt vorgesehenen Fläche, hier sei die Gemeinde, die auch Eigentümerin des Grundstücks ist, frei in der Entscheidung.mp