Zimmerei brennt lichterloh

von Redaktion

160 Feuerwehrleute im Einsatz in Seeon – Brandursache noch unklar

Seeon-Seebruck – Am Montagnachmittag wurden die Feuerwehr Seeon und zahlreiche Nachbarfeuerwehren gegen 14.20 Uhr mit dem Einsatzstichwort „B4 – Brand Zimmerei“ in den Seeoner Ortsteil Leiten alarmiert. Dort brannte es in einem Heizraum samt Späne-Bunker beziehungsweise in einer Trocknungskammer.

Rund 160 Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten an und hatten den Brand nach rund einer Stunde unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten dauerten an. Die Ermittlung der Brandursache sowie die Schätzung der Schadenshöhe ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Ein Mitarbeiter hatte sich bei den Löschversuchen leichte Brandverletzungen zugezogen.

Brandausweitung
noch verhindert

„Die mächtige Rauchsäule war bereits von Weitem zu sehen und als wir vor Ort eintrafen, stand das Nebengebäude des Sägewerks in Vollbrand“, sagt Seeons stellvertretender Kommandant und Einsatzleiter Franz Parzinger. Durch den fortgeschrittenen Brand in dem Gebäude galt es für die Feuerwehrkräfte zunächst die Nachbargebäude vor einem Flammenüberschlag zu schützen, ehe sie sich auf die direkte Brandbekämpfung konzentrieren konnten. Es ist den Feuerwehren in letzter Minute gelungen, den Brand auf das Gebäude sowie das dort angrenzend lagernde Holz zu begrenzen und eine Brandausweitung auf weitere Firmenbauten zu verhindern. Dadurch ist es möglich, dass die Firma ihren Betrieb mit Einschränkungen aufrechterhalten kann, wie der Firmeninhaber telefonisch bestätigte.

Durch die starke Rauchentwicklung war es zunächst nur möglich, mittels Atemschutz gegen die Flammen vorzugehen. Dazu kamen rund 20 Trupps zum Einsatz, die durch die Besatzung des Gerätewagens Atemschutz der Feuerwehr Trostberg sowie durch den Fach-Kreisbrandmeister „Atemschutz“, Stefan Thurner, koordiniert wurden. Die Trupps sind nach gut einer Stunde dazu übergegangen, den Hackschnitzelbunker auszuräumen und mussten bei dieser schweißtreibenden Arbeit ebenfalls mit schwerem Atemschutz arbeiten.

Das notwendige Löschwasser haben die Einsatzkräfte zunächst aus den Fahrzeugtanks der Feuerwehrautos entnommen und konnten gleichzeitig mehrere Leitungen an einen nahegelegenen Bach verlegen. Damit war die Löschwasserversorgung in ausreichendem Maße sichergestellt.

Die um das Gebäude positionierten Trupps haben mit mehreren Strahlrohren die Brandbekämpfung durchgeführt und wurden dabei auch von einer Drehleiter unterstützt, die von oben Wasser auf das Objekt spritzte.

An der Einsatzleitung liefen die Fäden aller eingesetzten Kräfte zusammen. Die alarmierten Feuerwehren aus Seeon, Rabenden, Altenmarkt, Trostberg, Truchtlaching, Ising, Seebruck, Pittenhart und Obing wurden dazu in mehrere Abschnitte unterteilt. Darüber hinaus waren der Fachberater des Technischen Hilfswerks aus Traunreut sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung und einige Vertreter der Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landkreises Traunstein vor Ort. Seitens der Kreisbrandinspektion waren Kreisbrandinspektor Josef Egginger und Kreisbrandmeister Martin Hochreiter zur Unterstützung der Einsatzleitung im Einsatz.

Ebenso war Bürgermeister Martin Bartlweber an die Einsatzstelle geeilt, um die Feuerwehren organisatorisch zu unterstützen. Seitens des Rettungsdienstes waren zunächst zwei Rettungswagen samt Notarzt im Einsatz. Diese wurden in weiterer Folge durch die Schnellen Einsatzgruppen aus Trostberg und Seeon abgelöst. Bei den ersten Löschversuchen hatte sich ein Betriebsangehöriger eine leichte Brandverletzung zugezogen. Diese konnte vor Ort behandelt werden.

Sechsstellige
Schadenshöhe

Die Polizei war mit mehreren Beamten im Einsatz. Diese hat nun die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der entstandene Sachschaden dürfte sich laut Einschätzung der Polizei im mittleren sechsstelligen Eurobereich bewegen. Die ersten Ermittlungen wurden noch vor Ort durch die Polizei Trostberg und von Beamten des Kriminaldauerdienstes der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein aufgenommen.

Die weiteren Untersuchungen werden von den Brandfahndern des zuständigen Fachkommissariats 1 der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein fortgeführt. Die Brandursache ist noch unklar und dementsprechend noch Gegenstand der kriminalpolizeilichen Untersuchungen.

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