Frühjahrskonzert erfüllt die hohen Erwartungen

von Redaktion

Die Musikkapelle Grabenstätt und die Jugendkapelle begeistern die rund 400 Besucher – Musikerleistungsabzeichen vergeben

Grabenstätt – Mit einem stimmungsvollen Frühjahrskonzert hat die Musikkapelle Grabenstätt die gut 400 Besucher in der frühlingshaft dekorierten Turn- und Mehrzweckhalle Grabenstätt begeistert. Auf den traditionellen Saisonhöhepunkt hatten sich die rund 50 Musikanten von Dirigent Christian Bergmann intensiv vorbereitet und dementsprechend hochklassig und musikalisch abwechslungsreich war das rund zweistündige Programm, das vom Publikum immer wieder mit lautem Applaus bedacht wurde.

Der klangvolle Auftakt gelang der Musikkapelle mit dem Panorama Marsch von Thomas G. Greiner. Gerne in die Zeit der Jugend entführen ließen sich die Besucher, darunter auch eine Abordnung aus der befreundeten Pfälzer Gemeinde Meckenheim, anschließend mit der beschwingten Polka „Studentenleben“ des talentierten Nachwuchskomponisten Markus Radiske. Dabei wurden Bilder der lebensfrohen aktiven Musikanten auf eine Leinwand projiziert. Anschließend war es dem Ehrendirigenten Sepp Hollerauer vorbehalten, zwei Nachwuchsmusikanten zu ehren. Christian Steinbeck hatte sich das Bronze-Plus-Abzeichen auf dem Tenorhorn erworben und Marlene Hübner das Bronze-Plus-Abzeichen mit der Posaune. Mit Recht erhielten sie einen Sonderapplaus. „Die Corona-Zeit ist sehr schlimm für die Jugend gewesen, umso schöner ist es euch wieder beim Musizieren zu sehen und zu hören“, wandte sich Hollerauer an die vielen Nachwuchsmusikanten des Musikvereins, allen voran an die Jugendkapelle. „Es gibt nichts Schöneres als Musikant zu sein“, versicherte der Ehrendirigent und wünschte dem Nachwuchs ein „langes Musikantenleben“. Eindrucksvoll vorgemacht haben der Jugend dies die verdienten Musikanten Thomas Dangl, Max Stein, Ehrenvorstand Alois Wiesholler, Thomas Urian, Herbert Abeska und Josef Peteranderl, die seit 50 Jahren in der Musikkapelle spielen, sowie Christine Heitauer, die seit 40 Jahren mit dabei ist. Für diese außergewöhnlichen ehrenamtlichen Leistungen bekamen sie vom Vorsitzenden des Musikvereins Franz Klauser Ehrennadeln angesteckt. Ex-Kapellmeister Hollerauer, der viele von ihnen zwischen 1980 und 1998 in der Musikkapelle betreut hatte, hoffte, dass sie ihrer Leidenschaft noch lange nachgehen und den Leuten damit Freude bereiten. Ehrennadeln erhielten auch die Musikantinnen Waltraud Mayer und Sophie Hofmann für 25 Jahre in der Musikkapelle. Für ihr 15-jähriges Musizieren ausgezeichnet wurden Zweiter Vorstand Michael Kaindl, Christina Berger und Katharina Stein. Nachdem die Musikanten mit einem Walzer die Geheimnisse des Südtiroler Flusses Etsch klangvoll entschlüsselt hatten, ging die musikalische Reise mit dem Tuba-Concert-Espagnol weiter nach Spanien. Tubist Thomas Urian brillierte dabei als Solist.

Die rund 20-köpfige Jugendkapelle von Dirigent Bergmann eröffnete den zweiten Teil des Konzertabends mit der Ouvertüre „Little Overture“ von Josef Bönisch und dem Hit „Viva la Vida“ der britischen Pop-Rock-Band Coldplay. Dass dem Musikverein und der Musikkapelle um den Nachwuchs nicht bange sein muss, zeigte sich auch bei der Polka „Böhmischer Traum“, die man als Zugabe zum Besten gab. Die große Musikkapelle ließ es sich zum Ende des Stücks nicht nehmen, die Jugend instrumentell zu unterstützen – was für ein herrliches Bild und tolles Klangerlebnis. Nachwuchsmusikantin Sepherl Purzeller bewies einmal mehr, dass sie irgendwann problemlos in die Fußstapfen der ansagenden Musikanten Franz Klauser und Michaela Wiesholler treten wird können. Mit dem „Marsch der Galaxien“ und dem Konzertstück „Phoenix Ascending“, bei dem sich Waldtraud Hübner mit ihrem Kontrabass dazugesellte, setzte die große Musikkapelle zwei weitere Ausrufezeichen.

Dazwischen sorgte der hiesige Mentalist Michael Kamml für ungläubiges Staunen. Bevor das Programm mit der „Superman“-Filmmusik von John Williams ausklang, hatte Schlagzeuger Andreas Klauser im Stück „Purple Drums“ als Solist für Furore gesorgt. Die Besucher waren begeistert und genossen mit der Polka „Unsere Reise“ und der Weinkeller-Polka noch zwei Zugaben, bei denen sich die Musikanten von den Plätzen erhoben. mmü

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