Unterstützung in besonderen Lebenslagen

von Redaktion

Verein „Tipi“ ist für Chiemgauer Kinder in Not zuständig

Grassau – Unbürokratisches Helfen steht auf der Agenda des Vereins „Tipi“, der kaum in Erscheinung tritt und doch so wichtig ist. In der Jahreshauptversammlung erkundigte sich der Vorstand mit Vorsitzender Eva Schroll über die Aktivitäten von „Chiemgauer Kinder in Not“. Angelika Drost erinnerte an die Anfänge von „Tipi“.

Der Verein „Tipi-Begegnungsstätte für Alt und Jung“ wurde vor Jahrzehnten von Irmela Scheidle aus der Taufe gehoben, um auf vereinsebene Kinder- und Seniorenbetreuung anbieten zu können. Damals gab es noch keine Krippen oder Mittagsbetreuung. Es wurden Ferienfreizeiten und Seniorentreffen organisiert.

Probleme kommen
oftmals plötzlich

Wie Angelika Drost, zuständig für die Aktion „Chiemgauer Kinder in Not“, berichtete, wurden die damals fehlenden Angebote mittlerweile von anderen Institutionen und Kommunen übernommen. Was aber geblieben ist, ist die unverhoffte, oft plötzlich auftretende Notlage durch Krankheit oder Tod, und durch steigende Kosten von Alleinerziehenden.

Somit sei als Hauptbestandteil des Vereins die Initiative Chiemgauer Kinder in Not geblieben. Auch die Aktion Chiemgauer Kinder in Not sei mittlerweile fast 20 Jahre alt und könne helfen, wenn es brennt, schnell und unbürokratisch, Familien aber auch Senioren. Angelika Drost freute sich, dass auch in Zeiten steigender Kosten, weiterhin für die Aktion gespendet werde und die Bevölkerung helfen möchte. Bemerkenswert fand sie, dass einige Ehepaare, die vom Staat gewährte Heizkostenpauschale von 300 Euro dem Verein gespendet haben.

Ihre Informationen, wo der Schuh besonders drückt, erhalte sie von der Diakonie und Caritas, von der Schule und anderen Institutionen. So werden teilweise die Kosten für Klassenfahrten für Kinder, deren Eltern es sich nicht leisten können, übernommen.

Sie mahnte jedoch hier etwas zum Umdenken, denn wenn sechs Anträge oder mehr aus einer Klasse kommen, dann müsse überlegt werden, ob die Fahrt nicht allgemein zu teuer ist, die Eltern überfordert und ob es hierfür nicht Alternativen gebe. Schließlich sehe sie sich in der Verantwortung der Spender gegenüber und sie müsse für die ausgezahlten Spenden auch geradestehen können.

Dies sei auch ein Grund, warum sie eng mit Institutionen zusammenarbeite, die den Hintergrund abfragen können. Auch bleiben die Leute, denen geholfen wird, für sie anonym. „Ich kenne sie nicht und so kann man sich unvoreingenommen begegnen“, sagte sie. Gefragt wurde, ob die Anträge für die Übernahme von Verbrauchskosten, sei es Strom oder Heizung, mehr geworden sind. Sie habe mit mehr Anträgen gerechnet, erklärte sie, könne diesbezüglich aber keine Steigerung bemerken.

Spenden weiter
dringend notwendig

Kassenführer Martin von der Heiden legte einen zufriedenstellenden Kassenbericht mit einem kleinen Plus vor. Dennoch müsse weiter gespendet werden, um die Aufgaben erfüllen zu können. In der Aussprache fragte Rita Laxganger, Sprecherin des Agenda Arbeitskreises Familie und Senioren, ob der Verein auch Senioren in Notlagen unterstützen könne. Wie Angelika Drost informierte, wurden bereits auch Senioren unterstützt, was der Satzung nicht widerspreche.

Allerdings sei es viel schwieriger, finanzielle Probleme der Senioren zu erfahren, da diese ihre Bedürfnisse oft nicht äußern. Als mögliche Unterstützung könnte ein monatliches Seniorenessen bezuschusst werden, schlug Rita Laxganger vor. Sie informierte, dass über den Arbeitskreis mittlerweile drei Seniorenstammtische eingerichtet wurden. Tamara Eder

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