„Wir warten täglich auf den Abschluss“

von Redaktion

Vor fast 25 Jahren begonnen – Gibt es Neues vom Wasserschutzgebiet Breitbrunn?

Breitbrunn – Wie geht es mit dem Wasserschutzgebiet im Ortsteil Wolfsberg weiter? Diese Frage beschäftigt die Gemeinde Breitbrunn. Allerdings nicht erst seit Kurzem, sondern seit fast 25 Jahren, wie Bürgermeister Anton Baumgartner der Redaktion der Chiemgau-Zeitung mitteilt. Auch bei der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde danach gefragt.

Leitungen in
schlechtem Zustand

Das Gebiet ist bereits vorhanden, es ist durch Schilder gekennzeichnet, auch ein Bescheid liege vor. Doch es musste neu bemessen werden. „Wir hatten damals hohe Verluste“, sagt Baumgartner. Der Grund: Die Leitungen seien in einem schlechten Zustand gewesen. „Bei der Wasserentnahmemenge zeigte es daher immer mehr an, als wirklich rauskam.“ Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim habe die Gemeinde aufgefordert, einen neuen Antrag zu stellen und das Gebiet zu untersuchen. „Das haben wir auch zusammen mit einem Ingenieurbüro gemacht“, teilt Baumgartner mit.

Dieses Verfahren gestaltete sich jedoch als sehr zeitintensiv. Als die ersten Zwischenergebnisse geliefert wurden, mussten weitere Messungen durchgeführt werden. „Es sind weitere Feinheiten dazugekommen und mit jedem Ergebnis haben sich weitere Fragen ergeben“, erklärt Baumgartner. Die Leitungen seien auch erneuert worden, um die Verluste bei der Wasserversorgung zu reduzieren. „Ganz ohne Verluste ist es nicht möglich, aber momentan liegen wir da unter 15 Prozent. Das ist sehr gut“, betont der Bürgermeister.

Nachdem die Gemeinde ihre Unterlagen zur Überprüfung beim Landratsamt Rosenheim eingereicht hatte, ergaben sich weitere Fragen: „Wir mussten anschließend Daten nachliefern und das hatte zur Folge, dass wir die Unterlagen für den Bescheid vollständig erneuern mussten“, sagt Baumgartner. Begründet worden sei das damit, dass sich über die Jahre die Auflagen geändert haben.

Vergangenen November reichte die Gemeinde Breitbrunn somit die neuen Unterlagen im Landratsamt ein, wo sie zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt geprüft werden. „Wir warten täglich darauf, dass dieses Thema endlich abgeschlossen wird“, betont der Bürgermeister.

Eine Sprecherin des Rosenheimer Landratsamts erklärt auf Nachfrage der Redaktion, dass das Gutachten des Wasserswirtschaftsamts voraussichtlich bis Ende April 2024 vorliegen wird. „Folglich werden wir den Entwurf der Wasserschutzgebietsverordnung erstellen und in der Gemeinde bekannt machen.“

Einwendungen
möglich

Zeitgleich werden alle Fachbehörden und Träger öffentlicher Belange beteiligt. Daraufhin soll ein Erörterungstermin stattfinden. „Je nachdem, wie viele Einwendungen beziehungsweise welche Einwendungen vorgebracht werden, ist eine Festsetzung des Wasserschutzgebietes Ende 2024 realistisch“, heißt es von der Landratsamts-Sprecherin.

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