Marquartstein – Die Weichen für die Zukunft hat der Gartenbauverein Marquartstein bei seiner Jahreshauptversammlung im Weßner Hof gestellt: Einstimmig wählten die rund 40 anwesenden Mitglieder Christine Tettenhammer zur Ersten Vorsitzenden und Thekla Tradler zu deren Stellvertreterin. Der langjährige bisherige Vorsitzende Gerd Mannhardt freute sich sichtlich, die Geschicke des Vereins nun in jüngere Hände legen zu können. Erst im vergangenen Jahr hatte er sich mangels Nachfolger bereiterklärt, den Verein noch ein weiteres Jahr zu führen – nun war die Vorstandssuche erfolgreich und Mannhardt zieht sich zurück – ebenso sein Stellvertreter Peter Weißenbacher.
Emotionaler
Führungswechsel
Sowohl Mannhardt als auch Weißenbacher bleiben dem mehr als 300 Mitglieder starken Verein erhalten: Sie übernehmen die Beisitzerposten, die Tettenhammer und Tradler bisher bekleideten, Weißenbacher behält zudem sein Amt als Baumwart. Dennoch verlief der Führungswechsel emotional: Immerhin hat Mannhardt den Verein 21 Jahre lang maßgeblich geprägt und insbesondere die Jugendarbeit mit viel Herzblut und Aktionen wie Kletterwaldbesuchen, Familienwanderungen und jahreszeitlichen Angeboten fest im Verein verankert. Auch der Gartler-Stammtisch und die traditionelle Weihnachtsbackstube beim Marquartsteiner Adventsgarten wurden in dieser Zeit ins Leben gerufen. Weißenbacher ist ebenfalls ein echtes Urgestein: Er gehört dem Verein seit 39 Jahren an, davon war er acht Jahre Vorsitzender und knapp zwölf Jahre Zweiter Vorsitzender. Baumwart ist er nun schon im 39. Jahr, und so gilt seine Leidenschaft den Obstbäumen: Der vereinseigene Apfelgarten „Scherer Ötz“ trägt Weißenbachers Handschrift, sein Wissen in den Bereichen Veredelung und Baumschnitt gibt er auch über Marquartstein hinaus in Kursen weiter.
Bürgermeister Andreas Scheck, der auch als Wahlleiter fungierte, würdigte das Engagement von Mannhardt und Weißenbacher und bedankte sich für die stets gute Zusammenarbeit. Er wünschte der neuen Vorstandschaft, dass es im Verein auch weiterhin so gut läuft, und versicherte, dass die Rathaustür aber auch für neue Ideen stets offensteht.
Begonnen hatte der Abend traditionell mit einem Vortrag: Christa Weiss aus Obing informierte unter dem Titel „Dirndlbirl und Hoirastauden“ anschaulich und humorvoll über Wildbeeren und -früchte.
Für 25-jährige Treue zum Verein ging sodann die silberne Ehrennadel an Stefan Bauhofer.
In seinem Rückblick auf das Vereinsgeschehen erinnerte der Vorstand an den gut besuchten Baumschneidekurs im Frühjahr, den Ausflug zur Landesgartenschau in Freyung und den Adventsgarten – der „offene Stadl“ sei wieder ein absoluter Höhepunkt gewesen. Scharen von Kindern werkelten in der Weihnachtsbackstube, während sich die Erwachsenen mit Heißgetränken und Gebäck verwöhnen ließen oder bei der Tombola ihr Losglück versuchten.
Gleichzeitig dient der Adventsgarten dem Verein als wichtige Einnahmequelle, wie Kassier Thomas Fembacher bestätigte. In seinem Kassenbericht hob er die insgesamt sehr solide Finanzlage hervor. Die beiden Kassenprüfer Josef Noichl und Barbara Heiler attestierten Kassier Fembacher eine einwandfreie Kassenführung. Dem Antrag von Bürgermeister Andreas Scheck auf Entlastung der Vorstandschaft gaben die knapp 40 anwesenden Vereinsmitglieder einstimmig statt.
Viele Aktionen
in der neuen Saison
Auch in den nächsten Monaten hat der Gartenbauverein wieder einiges vor: Für Juni ist eine Lehr- und Ausflugsfahrt zur Landesgartenschau nach Kirchheim bei München geplant, zudem gilt es, das 40-jährige Vereinsjubiläum 2025 vorzubereiten. Sehr aktiv ist auch die Kinder- und Jugendgruppe, Jugendleiterin Martina Noichl zeigte Fotos von begeisterten Kindern beim Brotbacken auf dem Bauernhof, beim Basteln von Vogeltränken und Adventsschmuck. Auch heuer ist das Programm mit jahreszeitlichen Aktionen wie Kürbisschnitzen und Aktionen wieder gut gefüllt.