Leserforum

Bernauer Bürger nicht vergessen

von Redaktion

Zum Artikel „Bauart der Chalets wird konkreter“, Lokalteil:

Die Planungen für die Umgestaltung des Hitzelsbergs in ein touristisch genutztes Chalet-Dorf mit 39 Wohneinheiten, einem großen Appartmenthaus und einer Tiefgarage mit 170 Stellplätzen treibt der Gemeinderat weiter voran. Dabei stehen allerdings die Wünsche des Immobilien-Entwicklers im Vordergrund und die Anliegen der einheimischen Bevölkerung werden ignoriert. So wird die Optik der Chalets bearbeitet, der Verkehrszuwachs durch den Ort jedoch heruntergespielt. Die Anbindung durch die angrenzenden Wohngebiete wird mit fadenscheinigen Argumenten – beispielsweise der Einsatz eines Bustransfers für das Besucherklientel eines Fünf-Sterne-Ressorts – heruntergespielt. Die konkret Leidtragenden sind die direkten Anlieger an den beiden Erschließungsstraßen, die mit einem Vielfachen des jetzigen Verkehrsaufkommens zurechtkommen müssen. Die Erschließung des Chaletdorfes auf den bestehenden Straßen ist nicht gesichert, da der Straßenbestand für diese Belastung nicht ausgerichtet ist: Die Engerländerstraße wird zur Hauptverkehrsader in beide Fahrtrichtungen für den „Hitzelsbergtourismus“ sowie den Baustellenverkehr und dies für mehrere Jahre. Diese Belastung ist für die Anlieger unvorstellbar. Die bestehende Straßenbreite lässt keinen Gegenverkehr zu, ohne die Fußgänger auf dem Gehweg zu gefährden. Der Straßenzustand samt Unterbau leidet unter der enormen Mehrbelastung. Wer kommt dafür auf? Somit bleibt die Hoffnung, dass in der weiteren Planung auch die Interessen der Bürger nicht vergessen werden, sowie die Erwartung, dass der Rat einigermaßen verträgliche Lösungen für die Anwohner beschließt.

Georg Widmann

Bernau

Artikel 6 von 11