Breitbrunn – In seiner jüngsten Sitzung wurde der Rat unter „Sonstiges“ von Bürgermeister Anton Baumgartner (Parteifreie/ÜWG) über die Platzierung eines zusätzlichen Defibrillators (Defi) am Strandbad in Stadl informiert. Mit einem Defi, auch Schockgeber genannt, kann man durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie zum Beispiel Kammerflimmern oder -flattern (Fibrillation) beenden (Kardioversion). Sie werden sowohl auf Intensivstationen, in Operationssälen, in Notaufnahmen als auch in Fahrzeugen des Rettungsdienstes bereitgehalten.
Seit den 1990er-Jahren sind sie in automatisierter externer Form (AED) auch zunehmend in öffentlich zugänglichen Gebäuden wie Bahnhöfen, Flughäfen oder an anderen Orten für eine Anwendung durch „medizinische Laien“ aufzufinden.
Der bereits neu angeschaffte Defi für die Wasserwacht-Station am Strandbad Stadl darf laut Aussage des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Rosenheim nicht von Laien, sondern ausschließlich von geschultem Personal verwendet werden. Voraussetzung zur korrekten Handhabung damit ist eine spezielle Ausbildung. Folglich sei eine Außenanbringung nicht möglich, resümierte der Rathauschef.
Da die Kommune einen öffentlichen Zugriff aber als sinnvoll erachtet, wurde von der Verwaltung bereits ein Defi mit einfacher Handhabung und ein Wandkasten für eine Außenanbringung in Auftrag gegeben. Die Anbringung soll nach Möglichkeit gut sichtbar an den Umkleidekabinen erfolgen. Zusätzlich soll eventuell eine gut sichtbare Beschilderung auf den vollautomatischen „Lebensretter“ hinweisen. Eine erneute Beschlussfassung war nicht notwendig. wak