Kinderreporter zeigen ihr Olympia

von Redaktion

Sieben Kinder aus Bayern, Österreich und der Ukraine reisten für vier Tage nach Paris, um als Kinderreporter von den Olympischen Spielen zu berichten. Unter der Schirmherrschaft des Vereins Athletes for Ukraine und des Rotaryclubs Salzburg International sammelten sie Material für einen Dokumentarfilm.

Siegsdorf/Salzburg/Paris – „Es war ein großartiges Erlebnis, das wir niemals vergessen werden, wir durften ‚the Magic of the Olympic Spirit‘ live miterleben – alle waren begeistert“, schreibt die 14-jährige Helene Meingassner in ihrer Botschaft über die Olympischen Spiele. Das Mädchen gehörte zu jener siebenköpfigen Gruppe, die als Kinderreporter vom Verein Athletes for Ukraine (A4U) und dem Rotaryclub Salzburg international (RCSI) für vier Tage nach Paris geschickt wurden. Die Mädchen und Buben, die aus Bayern, Österreich und der Ukraine stammen, arbeiteten unter anderem im Deutschen Haus und waren auch ganz nah dran an den Wettbewerben, ob an der Kanustrecke oder im Leichtathletik-Stadion.

Ein Film zum Erlebten
wird produziert

Derzeit wird das umfassende Material gesichtet, ausgewählt und im Schneideraum unter professioneller Hilfe zu einem Film von etwa 20 bis 30 Minuten zusammengestellt. Er wird am 17. September um 19 Uhr im Hotel Klosterhof in Bayerisch Gmain gezeigt. Der RCSI hält dort auch stets seine Sitzungen ab. „Wir dürfen uns freuen, alles hat bestens funktioniert“, lobt Dr. Barbara Scharrer aus Bad Reichenhall, Gründungspräsidentin des RCSI. Ein Lob hatte die engagierte A4U-Unterstützerin auch für die Begleiter parat: „Die Kinder wurden von Jonah Werner und Yuri Kamanin optimal betreut und ganz nahe an die Sportstätten herangebracht!“.

Werner ist Gründungsmitglied von A4U und kommt aus Rosenheim, Kamanin ist aktueller RCSI-Präsident aus Salzburg. Und Jens Steinigen aus Siegsdorf, Gründer von A4U, freut sich: „Man kann nicht früh genug anfangen mit Journalismus, vielleicht steigt ja das ein oder andere Gruppen-Mitglied einmal ins Reporterleben ein.“

Helene Meingassner gab vorab schon mal ihr Tagebuch frei und zeigt hier einen kleinen Einblick in die Arbeit der Kinderreporter bei den Olympischen Spielen:

3. August: Es ist der Tag der Vorbereitung, wir sind alle etwas nervös.

4. August: Es ist unser Anreisetag. Er dauerte sehr lange, aber wir sind bestens angekommen.

5. August: Der erste Tag unseres Abenteuers. Es ist ein spannender Tag voller Ereignisse. Am Vormittag haben wir bereits das erste Mal den Eiffelturm besichtigt, wo uns eine unserer jungen ukrainischen Sportlerinnen gleich einige ihrer Kunststücke vorgeführt hat. Zudem haben wir auch schon mit dem Dreh des Dokumentarfilms angefangen. 

Am Nachmittag ging es dann gleich mit unserer ersten Sportveranstaltung weiter – Kajak-Cross. Die spannenden Rennen luden auch bei der großen Hitze zum Anfeuern ein. Besonders laut waren wir bei der Medaillenentscheidung, wo wir natürlich speziell den zwei deutschen Teilnehmern, Noah Hegge und Elena Lilik, die Daumen drückten. Nach diesem mitreißenden Wettbewerb mussten wir uns natürlich erstmal eine Stärkung besorgen. Und wie der Zufall es wollte, haben wir in einem kleinen Café einen ukrainischen Kellner getroffen. Wir haben noch ein bisschen mit ihm geplaudert, bevor wir nochmal einen kurzen Abstecher zum Eifelturm machten, der jetzt sogar geleuchtet und gefunkelt hat.

6. August: Es ging spannend weiter. Den Vormittag verbrachten wir ganz gemütlich mit Shoppen an der Champs-Elysées, bevor es dann am Nachmittag so richtig zur Sache ging. Angefangen hat es mit einem Besuch in der Deutschen Fan-Zone, wo wir verschiedene Sport-Challenges absolvierten und die wunderbare Stimmung genossen.  Anschließend ging es mit der Metro direkt weiter zum Leichtathletik-Stadion, wo uns leider ein unglücklicher Zwischenfall passierte. Eine aus unserer Gruppe blieb eine Station zu lange in der Metro sitzen.

Doch auch dieses Problem konnte unser Team mit Bravour lösen und wir kamen gerade noch rechtzeitig im Stadion an. Die Stimmung war unglaublich, gemeinsam mit 70000 anderen Fans feierten wir unfassbare Athleten aus der ganzen Welt. Der Tag ging um 1 Uhr in der Früh voller neuer Eindrücke zu Ende.

7. August: Auch am Mittwoch gab es für uns noch einiges zu erleben. Am Vormittag begannen wir bereits mit der Aufnahme der Interviews für unseren Film. Zu Mittag bekamen wir in einem kleinen Restaurant ein großartiges, typisch französisches Essen.

Danach spazierten wir entspannt ein bisschen durch die Stadt, wo wir den Louvre und das olympische Feuer besichtigen konnten, bevor es dann mit dem nächsten sportlichen Event weiterging – mit Taekwondo. Unsere Taekwondo-Sportlerin Veronika erklärte uns begeistert die Regeln dieses hoch spannenden Sports und wir genossen die großartige Stimmung in der Arena. Anschließend ging dann auch der letzte Tag in Paris erfolgreich, aber auch ziemlich müde, zu Ende.

8. August: Der Tag unserer Heimreise. Ich sammelte noch ein paar Eindrücke in unserer Reporter-Gruppe, die in unserem Film sicher super rüberkommen wird.  Zitat Antonia: „Die Stimmung im Leichtathletik-Stadion, gemeinsam mit 70000 anderen Sportfans, war einfach beeindruckend!“ Veronika meinte: „Es war so eine tolle Erfahrung, meinen Idolen beim Taekwondo zusehen zu können“.

„Ich bin so
dankbar“

Und  Barbara diktierte mir: „Vor dem Eifelturm in Paris turnen zu können, war schon immer ein großer Traum von mir.“ Die letzte Stimme kommt von Gleb: „Ich bin so dankbar, dass ich Teil dieser Reise sein durfte, es hat mich noch mehr dazu motiviert, selbst einmal Teil dieses Wettbewerbs zu werden“. 

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