AWO Chiemgau-West feiert Jubiläum

von Redaktion

Der Ortsverband blickt auf eine 77-jährige Geschichte zurück, in der die Hilfe für andere im Fokus stand. Zum Festakt in Prien kam auch AWO-Bundesvorsitzende Kathrin Sonnenholzer.

Prien – „Es ist zwar kein rundes, aber in bestimmter Weise ein einzigartiges Jubiläum, wenn wir heute das 77-jährige Bestehen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Chiemgau-West (zuvor Prien) mit einem Festakt und mit der Anwesenheit der Präsidentin des AWO-Bundesverbandes, Kathrin Sonnenholzer, feiern. Aber es ist auf alle Fälle ein besonderes Ereignis für die Arbeiterwohlfahrt in Prien und Umgebung.“ Mit diesen Worten eröffnete der vor Kurzem zum neuen AWO-Ortsvorsitzenden Chiemgau-West gewählte Lorenz Ganterer die Festveranstaltung im Priener Pfarrheim.

„Lebendiges Zeichen
für Gemeinschaft“

Bereits bei der Ankunft wurden die Festbesucher dank ehrenamtlicher AWO-Frauen mit kleinen Köstlichkeiten empfangen, ehe der Vorsitzende neben den Vertretern der Kommunen – gekommen waren Bürgermeister Andreas Friedrich aus Prien, Zweiter Bürgermeister Michael Andrelang aus Aschau und Bürgermeister Christoph Kraus aus Eggstätt – auch viele Repräsentanten von Partnern willkommen hieß. Vertreten waren auch die Volkshochschule, die Musikschule und die örtlichen Banken VR- Bank und Sparkasse.

In seinem Grußwort sagte Priens Bürgermeister Andreas Friedrich: „77 Jahre sind eine beeindruckende Zahl, sie sind aber auch ein lebendiges Zeichen für eine gute örtliche Gemeinschaft. Das Leben ist natürlich kein Wunschkonzert, deshalb müssen wir dankbar sein, dass bei Schicksalsschlägen und im Alter geholfen wird.“ Der Bürgermeister führte weiter aus: „Menschen sind oft unverschuldet in Not, da vermittelt die AWO Hoffnung und das zeichnet die AWO aus.“ Er bedankte sich für das Ehrenamt und für die vertrauensvolle Kooperation mit den Kommunen.

Priens Sozialreferent und stellvertretender Bürgermeister Martin Aufenanger fügte den Worten des Bürgermeisters hinzu: „Meine Erfahrungen mit der AWO in der Priener Sozialarbeit sind durchwegs positiv.“

„Arbeit wird der AWO
nicht ausgehen“

Auch Peter Kloo, AWO-Kreisvorsitzender Rosenheim-Miesbach, erinnerte daran, dass vor 105 Jahren die AWO gegründet wurde, um ein eigenes Fürsorge-Standbein gegenüber dem Staat zu schaffen. In besonderer Weise würdigte er die vielen Angebote der AWO-Chiemgau-West, unter anderem mit dem Sozialkaufhaus, mit der hauswirtschaftlichen Versorgung, mit der offenen Ganztagsschule an der Grundschule Eggstätt, mit der Begegnungsstätte sowie mit Bücher- und Flohmärkten.

Ein frohes Grußwort an die versammelte AWO-Familie richtete Kathrin Sonnenholzner. Die Präsidentin des AWO-Bundesverbands dankte dafür, dass in all den Jahren aus der Not der Menschen Hilfsbereitschaft und Gemeinschaft entstanden seien und weiter entstehen würden. „Die Arbeit der AWO in den 16 Bundesländern wird nie ausgehen, die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander und der Digitalisierungsprozess braucht unsere Aufmerksamkeit.“ Den AWO-Verbänden gehörten 1949 rund 300000 Mitglieder an, aktuell sind es 270000 Frauen und Männer. Neue Mitglieder sind auch im AWO-Ortsverein Chiemgau-West willkommen.

Herbert Weißenfels, Ehrenvorsitzender der AWO Chiemgau-West, machte es sich beim Umzug in die neue Geschäftsstelle im Logistik-Kompetenz-Zentrum Prien zur Aufgabe, aus 40 bislang vorhandenen Ordnern eine Chronik zu erstellen. Dabei galt sein Dank den vielen helfenden Weggefährten ebenso wie den aktuell 28 eigens ausgebildeten Personen im hauswirtschaftlichen Dienst sowie Nadja Helmstreit-Karrenberg von der AWO-Geschäftsstelle in Prien.

Mit Blumen für Präsidentin Kathrin Sonnenholzer und einem Präsent für Herbert Weißenfels beschloss Lorenz Ganterer den Festakt, der musikalisch mit Harmonika-Weisen von Laura Emmerling und Benito Korbl von der Priener Musikschule verfeinert wurde.

Die AWO

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