Siegsdorf – Unter der Überschrift „Ein Jahr der Veränderungen und des Wandels“ blickten die Verantwortlichen aus dem Mammut-Museum Siegsdorf und dem Förderverein „Freunde des Mammut-Museums Siegsdorf“ auf das vergangene Jahr zurück. Der Vorsitzende des Fördervereins, Kilian Fleißner, konnte dabei zu Beginn neben den Mitgliedern aus nah und fern und den Vertretern der Gemeinde auch viele Verantwortliche aus den befreundeten Museen der Umgebung, das engagierte Personal des Museums und die „Führungs-Mädel“ begrüßen.
225 Tage
ohne Pause
Seine Stellvertreterin Hanni Steigelmann lobte in ihrem Jahresrückblick den neuen wissenschaftlichen Leiter Manfred Heynck, der mit der Nachfolge des langjährigen Leiters Dr. Robert Darga zwar eine echte Herausforderung angenommen hatte, diese aber klug und weitsichtig und mit dem „richtigen Händchen“ für das Siegsdorfer Museum, bestens meistern konnte. Die reduzierten „Winteröffnungszeiten“ von Januar bis März konnten die 14 Mitarbeiter bestens für die notwendigen Reparaturen, Umbauten, Reinigungsarbeiten und Schulungen nutzen und dabei auch in vielen gemeinsamen Gesprächen die Abläufe im Museum optimieren. Eine wichtige Aufgabe, um in den Sommermonaten, wo das Museum an 225 Tagen hintereinander ohne Ruhetag geöffnet war, den Betrieb einigermaßen störungsfrei zu bewältigen.
Der wichtigste Punkt war dabei der Umbau des Eingangsbereiches. Mit vereinten Ideen von Bauhof, Bürgermeister und Museumspersonal konnte eine „fast ideale Verbesserung“ mit optimaler Besucherlenkung und mehr Platz für die gefragten Verkaufsartikel geschaffen werden. Mit dem neuen Arbeitsplatz neben der Kasse für eine zweite Kraft zur Besucherlenkung, geht nun alles flüssiger, schneller und sicherer vonstatten. Auch 2024 haben wieder mehr als 50000 Gäste aus 37 Nationen rund um die Welt das Museum besucht. „Eine längst überfällige Feuerwehrübung im Museum deckte einige Schwachstellen auf, die aber zum größten Teil bereits verbessert werden konnten“, stellte Steigelmann abschließend fest, bevor sie noch auf das kommende Jahr 2025 einging, in dem man das 30-jährige Jubiläum des Museums feiern wird. Der erste Termin dazu ist ein Festabend am 17. Mai im Siegsdorfer Festsaal.
Zusammen mit dem Leiter des Siegsdorfer Tourismusbüros Bernhard Truk stellten Museumsleiter Manfred Heynck und Hanni Steigelmann dann den Mitgliedern die neue Führungsstruktur des Museums vor. Manfred Heynck als wissenschaftlicher Leiter und Hanni Steigelmann für den operativen Bereich werden nun auch von Bernhard Truk unterstützt, der als Leiter der touristischen Betriebe der Gemeinde für die Verbesserung des Marketing und der Außenwirkung sorgt. Bestens unterstützt wurde er dabei bereits von der neuen Mitarbeiterin Carola Rottenmoser-Kinzel, die sich bei der Neugestaltung der Homepage und der Museums-Flyer auszeichnen konnte. Truk lobte in diesem Zusammenhang auch die Expertise von Dr. Robert Darga und der Schriftführerin des Vereins Käthe Krammer, die mit ihrer Erfahrung wesentlich zu den Verbesserungen beitragen konnten.
Das Führungstrio berichtete dann gemeinsam von einigen Besuchen in anderen Museen, bei denen man in allen Fällen neues Wissen und neue Ideen sammeln konnte, und dabei neue Ideen in die zukünftige Ausrichtung des Museums einfließen lassen kann.
Bürgermeister Thomas Kamm war es wichtig, trotz terminlicher Engpässe bei der Versammlung des Fördervereins dabei zu sein und den bestens gemeisterten personellen Übergang zu begleiten. „Dr. Robert Darga hat das Museum vom ersten Tag an begleitet und erfolgreich zu dem gemacht, was es heute ist. Unser Museum genießt hohe Wertschätzung im gesamten südbayerischen Raum“, freute sich Kamm, betonte aber die Notwendigkeit, nach erfolgreichen 30 Jahren mit neuen Ideen neue Wege einzuschlagen.
Abschluss am
Fuß des Mammuts
Die Gemeinde bemüht sich derzeit bei der Staatsregierung um eine Förderung für die wissenschaftliche Leitung des Museums, das für die ganze Region eine wichtige Einrichtung sei, gab Kamm bekannt und lobte den Verein für die jahrzehntelange Begleitung und die ausgezeichnete Zusammenarbeit.
In gemütlicher Runde versammelten sich die Mitglieder abschließend bei Brotzeit und Getränken zu Füßen des großen Mammuts und konnten dabei die vielen neuen Informationen im gemeinsamen Gespräch verarbeiten.