Neues Leben in der „Kampenwand“

von Redaktion

Das Gasthaus Kampenwand in Bernau hat neue Pächter. Zum 1.April übernehmen Cristian und Galina Botas die Wirtschaft mit Hotel. Mit dem Gastro-Quereinstieg erfüllt sich für das Paar ein Lebenstraum – mit klarem Fokus und verspäteter Eröffnungsparty.

Bernau – Genau vier Monate nachdem das Gasthaus Kampenwand in der Aschauer Straße in Bernau schloss, öffnet es jetzt mit neuem Pächter. Cristian Botas übernimmt zum 1. April. Unterstützt wird er von Ehefrau Galina Botas.

„Den Wunsch, ein Gasthaus zu betreiben, hat mein Mann schon seit Langem“, erzählt Galina Botas im OVB-Gespräch. Ihr Mann sei bei Festen oder dem Christkindlmarkt schon lange in der Gemeinde aktiv. „Der Traum, etwas Eigenes zu eröffnen, war groß.“

Paar will Bernauern
etwas bieten

Dabei ist Cristian Botas ein Gastro-Quereinsteiger, denn er ist gelernter und studierter Feinmechaniker. Der 39-Jährige sammelte im Badehaus Bernau zwischen 2012 und 2017 Gastro-Erfahrung. „Cristian wird hinter der Theke stehen, zwei Köche werden sich um das Essen kümmern“, verrät Galina Botas, die als Finanzbuchhalterin arbeitet und diesen Job auch nicht aufgeben möchte.

„Ich bin in Teilzeit angestellt. In der Freizeit unterstütze ich meinen Mann dann im Büro und beim Papierkram“, sagt sie. Dazu ist sie Mutter zweier Kinder.

Seit 2014 sind die Botas verheiratet und wohnen schon lange in Bernau. Besonders freuen sie sich darauf, den Leuten in Bernau was bieten zu können: „So viel Gastro gibt es hier nicht mehr.“ Einen besonderen Wert legen die beiden dabei auf Familien- und Tierfreundlichkeit. Galina Botas: „Es wird drinnen und draußen eine Kinderecke geben. Wir wissen, wie stressig das Leben mit Kindern ist. Deshalb ist es uns wichtig, dass Eltern hier auch mal in Ruhe etwas essen und die Kinder sich selbst beschäftigen können.“

„Es gibt
viel Potenzial“

Dabei erinnert sich die 34-Jährige noch genau an den ersten Besuch in der „Kampenwand“: „Mei, is des groß“, hätten sie gedacht. Dabei kennen die Botas das Gasthaus: „Wir wohnen nur zehn Häuser weiter. So haben wir auch mitbekommen, dass die Vorpächter weg sind.“ Die beiden haben sich dann erkundigt. „Die ,Kampenwand‘ war unsere einzige Option“, sagt Galina Botas.

Dabei soll ihr Lokal schnell mit Leben gefüllt werden, ganz besonders der große Festsaal: „Wir wollen private Feste, Hochzeiten, Taufen und Geburtstage feiern.“ Das werde auch bereits gut angenommen, erste Buchungen für Hochzeiten seien schon eingegangen.

Der Fokus soll dabei auf der traditionellen bayerischen Küche liegen. Es wird aber auch eine kleine rumänische Karte geben. In Rumänien haben sich die beiden kennengelernt, ehe sie nach Deutschland zogen. Dabei sehen die beiden auch die große Herausforderung in Zeiten, in denen immer mehr Gastro-Betriebe schließen: „Es wird schon sportlich, die ganze Organisation, auch mit dem Hotel.“ Es werde ein riesiges Projekt. Durch die super Lage für Touristen, die Berge, den See und die vielen Wanderwege sind die Botas aber optimistisch: „Es gibt viel Potenzial.“

Dabei betont Galina Botas die große Unterstützung der Gemeinde Bernau: „Alois Müller und Sascha Klein vom Gewerbeverein sind immer für uns da und auch Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber steht uns immer mit Rat und Tat zur Seite. Dadurch sehen wir uns gut aufgestellt.“

Die Bürgermeisterin ist ebenfalls begeistert: „Ich freue mich, dass wir eine Bernauer Familie gefunden haben, die anpackt. Familie Botas ist super nett und ich wünsche ihnen einen guten Start.“ Bedenken über fehlende Erfahrung habe sie nicht: „Beide sind gut vernetzt im Ort. Das hilft natürlich sehr. Die beiden sind eine gute Kombi und ich glaube, dass das gut funktioniert.“

Party soll nach den Osterferien steigen

Für die Gemeinde sei die Zusammenarbeit wichtig, denn sie ist mitbeteiligt am Kampenwandsaal. „Die beiden kennen Bernau, kennen die Vereine und für die Zusammenarbeit mit dem Saal sind die Vereine ganz wichtig. Ich freue mich, dass sie sich das zutrauen“, so Biebl-Daiber. Verpachtet wird die Kampenwand von Auerbräu. Auf OVB-Anfrage wollte sich die Brauerei aber nicht äußern.

Die Eröffnung zum Monatsbeginn soll zunächst ruhig anlaufen: „Wir wollen uns in Ruhe einarbeiten, uns an die neuen Abläufe gewöhnen. Nach den Osterferien ist dann eine ‚Grand-Opening-Party‘ geplant.“ Cristian Botas muss noch den Großeinkauf erledigen, „dann können wir loslegen“, freut sich Galina Botas.

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