Neue Musikschule Inzell feierlich eingeweiht

von Redaktion

Heller Konzertsaal als Herzstück für 580 Schüler und Lehrer geschaffen

Inzell – Etwas Neues kommt immer gut an, so auch die neuen Räume der Cajetan-Adlgasser-Musikschule in Inzell. Musikschulleiter Markus Gromes und Inzells Bürgermeister Michael Lorenz konnten die neuen Räume an der Schulstraße nun unter Beisein vieler Ehrengäste offiziell eröffnen. Der Guardian von Maria Eck, Bruder Markus, segnete die Räume.

Bereits im Jahr 1969 wurde die Sing- und Musikschule in Inzell auf Initiative von Siegi Spranger gegründet, wie Markus Gromes in seinen Begrüßungsworten ausführte. „Doch damals konnte niemand erahnen, wie sich das Ganze entwickelt.“ Lange Jahre waren die Musikschüler in den Räumen der Grundschule untergebracht – aber neue Entscheider bringen neue Ideen. „Michael Lorenz kam auf mich zu mit der Möglichkeit des Umzugs und dafür hatte ich ein offenes Ohr“, wie Gromes erzählte. Dann ging alles ziemlich schnell und ein Dreivierteljahr später können die neuen Räume genutzt werden. „Wir freuen uns auf die neuen Räume für den Musikunterricht, die eine Wohlfühlatmosphäre für die mittlerweile 20 Lehrer und 580 Schüler bieten. Vor allem der große, helle Konzertsaal ist das Herzstück der neuen Musikschule“, freute sich der Musikschulleiter bei der Einweihung.

Inzells Bürgermeister Michael Lorenz dankte den Partnergemeinden Ruhpolding, Siegsdorf, Bergen, Vachendorf, Grabenstätt und Schneizlreuth für die gute Zusammenarbeit sowie den verantwortlichen Firmen, dem Bauhof, dem Förderverein der Musikschule und den Lehrkräften. Einen besonderen Dank richtete das Gemeindeoberhaupt an Musikschulleiter Markus Gromes, Stellvertreterin Sabine Kübler und Sekretärin Christine Heinemann für das kollegiale Miteinander. „Unser Namensgeber Cajetan Adlgasser kann stolz auf uns sein. Die hochwertige Ausbildung wird weiter bestehen.“

Lorenz blickte noch mal zurück auf das damalige Gespräch im Eisstadion im September 1969 zwischen Bürgermeister Ludwig Schwabl und Siegi Spranger, als es darum ging, neben dem Sport auch das Musikalische zu fördern. Im November 1969 gab es einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss dahingehend und am 1. Januar 1970 wurde Spranger der erste Leiter der Inzeller Sing- und Musikschule und blieb das 18 Jahre lang. Sein erster Nachfolger war Hansl Auer, dem Peter Reiter und Heine Albrecht folgten. Markus Gromes hat die Leitung seit November 2018 inne. Das Angebot wurde ständig erweitert, die Musiklehrer wurden immer mehr. Die neuen Räumlichkeiten sind nun schöner und passender: „A g’scheide Musischui braucht a g’scheide Räume“, zeigte sich Michael Lorenz überzeugt.

Stephan Hüfner von der Kultur und Heimatpflege im Landkreis Traunstein sprach von einer Initiative, die auf fruchtbaren Boden gefallen ist. „Der Landkreis unterstützt die Musikschule in besonderer Weise, denn es geht um die Weitergabe von Kultur und Werten“, wie er erklärte. „Inzell hat großes Glück mit Musikschulleiter Markus Gromes, denn er weiß, auf was es ankommt.“

Inzells Tourismuschef Markus Stuckmann zeigte sich begeistert von der starken Gemeinschaft, die in Inzell tief verankert ist. Leidenschaft sei in der Musikschule ebenso wichtig wie im Tourismus. Die Musik sei eine Einladung, einzutauchen in ein „angemessenes Lebensgefühl“, wie Stuckmann es beschrieb.

Zwischen den einzelnen Vorträgen gab es immer wieder Darbietungen junger Musiker, die ihr Handwerk in der Inzeller Sing- und Musikschule gelernt haben. Josie Beck und Theresa Holzner erfreuten mit ihrem klaren Gesang, Frieda Littmann wurde mit der Violine von Musiklehrer Tim Blagrave auf dem Klavier begleitet, die Blechbläserklasse von Malint Garaczi zeigte ihr Können und die junge Inzeller Tanzlmusi unterhielt die Anwesenden während des geselligen Teils.

Bruder Markus vom Franziskanerkloster in Maria Eck segnete die neuen Räume. Seine Lesung aus dem Matthäus Evangelium über das „Salz der Erde“ brachte er in Zusammenhang mit der Musikschule. Das Salz solle seinen Geschmack nicht verlieren und die Musikschüler sollten ständig üben und das „Haus erleuchten“. wet

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