Marquartstein – Der Einladung zu einem Neubürgerempfang im „Treffpunkt M“ waren kürzlich viele Bewohner gefolgt. Bürgermeister Andreas Scheck freute sich über das große Interesse und stellte die Historie des Ortes mit Bildern vor.
Am Anfang war die Burg. Dabei unternahm Andreas Scheck mit den Neubürgern eine interessante Zeitreise durch die Jahrhunderte und landete im Jahr 2025 mit all den vielen Möglichkeiten für Bürger, die heute die Geschichte des Ortes aktiv mitgestalten können.
Einwohner
gestalten mit
Unterstützung bekam er dabei von der Quartiersmanagerin Brigitte Schmitz, die die vielfältigen Angebote, die der „Treffpunkt M.“ bietet, vorstellte. Hier treffen sich Bürger im Alter von einem halben Jahr bis zu 97 Jahren. So kommen Menschen zusammen, die sich sonst nicht getroffen hätten. Hier findet fast jeder eine der wiederkehrenden Veranstaltungen, die für ihn passen, und dabei entwickelt sich eine Zugehörigkeit zur Dorfgemeinschaft, führte Brigitte Schmitz aus. Außerdem wies sie auch noch auf den Seniorenfahrdienst hin.
Scheck erinnerte auch an die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung. Marquartstein ist eine Mitmachgemeinde, die allen Bewohnern in einer Satzung die Gestaltung und Entwicklung des Ortes ermöglicht. Es wurden Rahmenbedingungen geschaffen, damit sich die Menschen aktiv einbringen können. Diese Möglichkeit steht auf zwei unabhängigen Säulen, die Beiräte und die Arbeitskreise. Bei einer Projektidee kann mit zwei Mitstreitern ein Arbeitskreis gebildet werden.
Auch die 14-tägig erscheinende Gemeindezeitung bietet viele Informationen, sie liegt an verschiedenen Stellen und am Rathaus der Gemeinde kostenlos aus. Andreas Scheck wies noch auf die öffentliche Bücherei im Keller des Rathauses hin und auf den Prinzregentensaal, den die Gemeinde übernommen hat und der für Vereine oder Feiern gemietet werden kann. Weiter erwähnte er die vielen Freizeitmöglichkeiten, den Schulstandort für die Grundschule, Gymnasium, Realschule und die private Schule auf Burg Niedernfels sowie die katholische und evangelische Kirche.
In Marquartstein sind 30 Vereine etabliert, einige Vereinsvorstände stellten sich persönlich vor wie Franziska Frank von der Musikkapelle, Steffi Althammer vom Turn- und Sportverein und Florian Wölkl von der freiwilligen Feuerwehr. Alle freuen sich über neue Mitglieder. Andreas Scheck als stellvertretender Vorsitzender des Trachtenvereins wies auf das große Gaufest im kommenden Jahr hin, wo jede helfende Hand willkommen ist.
Nach der Vorstellung konnten sich die Neubürger untereinander austauschen, wovon auch rege Gebrauch gemacht wurde.
Ein recht typisches Beispiel für den Zuzug nach Marquartstein zeigten Hans und Anna Wilde aus Leipzig. Beide haben hier mehrere Camper-Urlaube verbracht, haben dann für zwei Monate eine Ferienwohnung gemietet, bevor der endgültige Entschluss für den Umzug nach Marquartstein gefasst wurde. Hans arbeitet als IT-Projektmanager in München und Anna als Planungsingenieurin. Beide können remote arbeiten und müssen nur ab und zu nach München.
Rundgang
durch den Ort
Ein weiteres Beispiel ist Faiza Rashid aus Afghanistan, die über eine berufliche Station in Nairobi nach Marquartstein kam. Sie lernt gerade intensiv die deutsche Sprache und will später eine IT-Ausbildung machen.
Es wurden Adressen und Telefonnummern bei den Neubürgern getauscht, um in Kontakt miteinander zu bleiben. Vor dem Zusammenkommen hatte die Gemeinde noch ein besonderes Angebot für interessierte Bürger. Siegfried Götze führte die Neubürger durch den Ort und wies auf viele historische Umstände hin. Die Teilnehmer waren sehr interessiert und freuten sich über seine Expertise auf diesem Gebiet.