Prien – Regionale Produkte auf regionalen Märkten: Das Angebot ist für den Verbraucher in Bayern, im Chiemgau und in Prien groß bei Obst, Gemüse und Fleisch. Der Weg zum Wochenmarkt oder zum Hofladen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Vor Ort erzeugt, vor Ort verbraucht. Nachhaltiger geht es kaum. Warum also nicht auch ein „Hofladen“ für Strom?
Diesen Ansatz verfolgt das Bayernwerk schon seit einigen Jahren und hat in verschiedenen Landesteilen bereits erfolgreich regionale Strommärkte aufgebaut. Nun wurde mit dem „Regionalen Strommarkt Prien“ ein weiterer „Hofladen für Energie“ ins Leben gerufen.
Regionalmarkt
für Energie
Aus der Idee eines konsequent regionalen Energiesystems bringt die Bayernwerk Regio Energie (Bayernwerk) gemeinsam mit Partnern vor Ort sogenannte regionale Strommärkte auf den Weg.
Nach nun insgesamt 17 regionalen Strommärkten im Freistaat geht das Bayernwerk mit dem Markt Prien nun auch im Chiemgau einen weiteren Schritt in die dezentrale Energiezukunft.
Hierzu hatten Bürgermeister Andreas Friedrich für Prien, Albert Zettl, Vorsitzender der Bayernwerk AG, und Thomas Oppelt, Geschäftsführer Bayernwerk Regio Strom, in dieser Woche den neuen Kooperationsvertrag unterzeichnet.
„In der Region die hier erzeugte Energie den Verbrauchern vor Ort auch zur Verfügung zu stellen, trifft den Kern einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und dies wollen wir mit unserem Angebot weiter fördern“, sagt Albert Zettl zum Start des neuen Stromangebots.
Ab sofort können die Einwohner in der Gemeinde Prien und den umliegenden Ortschaften künftig die vor Ort erzeugte Energie mit einem neuen Stromvertrag beziehen.
„Ich hoffe natürlich, dass wir mit diesem Angebot Erzeuger und Verbraucher vor Ort besser zusammenbringen, um auch bei den Bürgerinnen und Bürgern das Verständnis näherzubringen, wo der Strom eigentlich herkommt. Das kann auch dazu beitragen, das eigene Verbrauchsverhalten bei Strom zu prüfen und somit aktiv die Energiebilanz der Region zu fördern“, erklärte Priens Bürgermeister Andreas Friedrich.
Nach der Vertragsunterschrift besichtigten die Vertreter des Bayernwerks zusammen mit Bürgermeister Andreas Friedrich das Priener E-Werk im Eichental, das seit 1912 die Gemeinde Prien durch Wasserkraft mit Strom versorgt. Dies war bis 1915 sogar ausschließlich der Fall.
Die heutzutage benötigten Strommengen sollen für den neuen Strommarkt weitgehend aus regionalen Photovoltaikanlagen und Wasserkraftwerken gedeckt werden. Dazu laufen aktuell Gespräche mit regionalen Anlagenbetreibern, die ihren Strom in den Markt einspeisen und damit vermarkten wollen.
Offen für Einspeiser
und Abnehmer
Weitere Einspeiser erneuerbarer Energie aus der näheren Umgebung können ebenso mitmachen und so ihren Strom direkt vor Ort vermarkten.
Die Priener Bürger und weitere Neukunden aus der Region können mit dem Tarif „RegioEnergie Prien“ den zertifizierten Ökostrom einkaufen, der auch im überregionalen Vergleich attraktiv ist. So liegt der Arbeitspreis für eine Kilowattstunde aus dem regionalen Strommarkt bei 29,97 Cent pro Kilowattstunde. Damit ist es nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer Perspektive das beste Angebot für neue Stromkunden und hat das Potenzial, die Energiewende vor Ort greifbarer zu machen. Informationen für interessierte Abnehmer und Einspeiser gibt es unter www.bayernwerk-regioenergie.de.