Caritas dankt Spendern in Prien

von Redaktion

Über 50 Gäste erleben Dankesfeier im Caritas-Zentrum

Prien – „Heute haben wir für Sie die Tafel gedeckt.“ Dort, wo sonst jeden Donnerstag die Lebensmittel ausgegeben werden, durften an dem Nachmittag im Priener Caritas-Zentrum an der Beilhackstraße weit über 50 auswärtige Gäste Platz nehmen. Verena Hinze, Leiterin des Caritas-Zentrums Priens, bedankte sich namens aller Kollegen bei den vielen Spendern, deren Gelder der Arbeit der Caritas-Ortsverbände zugutekommen.

„Von der Wiege
bis zur Bahre“

Die Caritas München und Oberbayern, seit über 100 Jahren der Nächstenliebe verschrieben, hatte zu einem Besuch an den Chiemsee geladen. Professor Dr. Hermann Sollfrank, Diözesan-Caritasdirektor und Vorsitzender des Stiftungsrates der Pater-Rupert-Mayer-Stiftung, hieß auch Aleksandra Solda-Zaccaro und Rainer Wiedemann von der Pater-Rupert-Mayer-Stiftung sowie Priens Bürgermeister Andreas Friedrich und die beiden Pfarrer i. R. Monsignore Konrad Kronast und Bruno Fink willkommen.

Professor Dr. Sollfrank betonte, dass die Caritas ein gemeinnütziger Verein sei und deshalb auf Spenden angewiesen sei. Die Caritas engagiere sich in vielen sozialen Projekten „von der Wiege bis zur Bahre.“ Der Bedarf an Hilfe sei gestiegen, man wolle den Menschen mit Würde begegnen. Er dankte allen Anwesenden und besonders auch der Gemeinde Prien und den vielen Ehrenamtlichen vor Ort für das konkrete Engagement.

Caritas-Präses Augustinus Bauer erwähnte das benediktinische Prinzip: „Kommt ein Armer, musst du ihn aufnehmen.“ Auch Pater Rupert Mayer habe sich fürsorglich um alle Schichten der Bevölkerung gekümmert. Er dankte mit einem schlichten „Vergelt’s Gott. Sie sind für uns wichtig.“ Wolfgang Ehrenlechner, Kreisgeschäftsführer der Caritas Rosenheim, sagte, dass das Caritas-Zentrum ein Ort des Miteinanders sei. Der tägliche Einsatz von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern bereichere und stärke die Gemeinschaft. Einige Fachbereiche der Priener Caritas stellten sich vor. Hinze sagte, dass zur Tafel nicht nur Menschen kommen, die Hunger haben, sondern auch Menschen, die nach Würde, Zuwendung und einem offenen Ohr suchen. Seit über 50 Jahren sei die Priener Caritas für Menschen, die Unterstützung bedürfen, im Einsatz.

Elke Haas von der Sozialen Beratung und Leiterin der Tafel erwähnte, dass viele erst über den Kontakt für die Aufnahme bei der Tafel den Weg in eine längerfristige Beratung bei der Caritas finden, „sodass sie bestärkt sind, eine Perspektive für sich zu entwickeln.“ Die Mehrheit der Aufsuchenden seien Frauen, insbesondere alleinerziehende Mütter und Rentnerinnen, die ihren Lebensunterhalt kaum alleine bestreiten können.

Emelie Art, Leiterin Haus Nala und ambulante Hilfen zur Erziehung, stellte das Haus Nala in Prien vor, das vor vielen Jahren von einem Pfarrer vererbt wurde und jetzt eine Jugend-WG ist. Das Haus biete vier jungen Frauen im Alter von 16 bis 21 ein stabiles Zuhause. „Mit einer Spende ermöglichen Sie nicht nur den Ausbau eines liebevollen Zuhauses – beispielsweise durch Möbel oder Elektrogeräte, sondern auch die Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (etwa Ferienfreizeit, Freizeitaktivitäten).“ Derzeit entsteht ein neues Projekt für junge Männer in Kolbermoor. Auch hier brauche es weitere finanzielle Unterstützung.

„Teilhabe
am Leben“

Bianca Hackl vom Gerontopsychiatrischen Dienst Rosenheim stellte in wenigen Worten ihren Fachbereich vor. Susanne Blöchinger ging auf das Angebot der OBA Prien (Außenstelle der Offenen Hilfen für Menschen mit Behinderung) ein: Neben der Beratung zu Themen rund um Behinderung im Raum Prien könne man aber auch seit fast einem Jahr „ein kleines und feines Freizeitangebot“ anbieten. Ein Angebot, das gut angenommen werde, und das dank der Unterstützung und des Engagements von vielen Ehrenamtlichen und durch Spenden ermöglicht wird.

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