Mittagsbetreuung wird ausgebaut

von Redaktion

Gemeinde Grabenstätt plant 100 Plätze – Umbau startet im Sommer

Grabenstätt – In seiner jüngsten Sitzung nahm der Gemeinderat Kenntnis von der Entwurfsplanung des Grabenstätter Architekturbüros Gerhard Schuster für den Umbau beziehungsweise die Erweiterung der seit 1996 bestehenden Mittagsbetreuung in der Grundschule Grabenstätt und erkannte Planung, Raumprogramm und berechnete Kosten einstimmig an. Auch erteilte der Rat vorab das planungsrechtliche Einvernehmen. Die Maßnahme wird nun nach erfolgter Ausführungsplanung ausgeschrieben.

Aufstockung
um 25 Plätze

Da die Nachfrage nach Betreuungsplätzen stetig steigt, soll die Mittagsbetreuung auch mit Blick auf die ab Herbst 2026 gesetzlich vorgeschriebene Ganztagsbetreuung von 75 auf 100 Plätze erweitert werden. Für die Schaffung einer solchen umfassenden Mittags- und Ganztagsbetreuung ist ein Teilumbau der im ersten Obergeschoss des Westflügels befindlichen Räume der Mittagsbetreuung und ein Komplettumbau der benachbarten früheren Hausmeisterwohnung notwendig. Im Bereich der Hausmeisterwohnung, die zuletzt im Januar 2022 bewohnt war, soll ein 80 Quadratmeter großer Essensbereich mit 52 Plätzen entstehen. Versetzt werden sollen Brandschutzelemente zwischen Spielflur und Treppenhaus im Westflügel sowie der bestehende Raumteiler zwischen den Räumen 114 und 115, um zwei etwa gleich große Räume für die Hausaufgabenbetreuung zu erhalten. Das komplette Brandschutzkonzept sei derzeit in Ausarbeitung und werde dann mit den Bauantragsunterlagen beim Landratsamt eingereicht, erklärte Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (BG/FW). Ihm zufolge habe sich seit der Vorstellung der Vorentwurfsplanung in diesem April – insbesondere bei der Anordnung der Toilettenanlagen – eine Änderung ergeben. In dem angedachten Hygieneraum für das Händewaschen der Kinder – dabei handelt es sich um das einstige Hausmeister-Bad – werden sechs Waschbecken angebracht, welche künftig ohne Umwege erreichbar sind. Man erfülle damit einen Wunsch der Schule, betonte Architekt Gerhard Schuster und verwies auf die Praxiserfahrungen. Das bestehende WC wird in ein Personal-WC und ein WC für Kinder umgebaut und gleichzeitig vergrößert. Dies habe den Vorteil, dass die Kinder zukünftig nicht mehr zwingend die Toiletten im Ostflügel des Schulgebäudes aufsuchen müssten, so Schuster. Das neue Einzel-WC sei aber von Buben und Mädchen gleichsam zu nutzen, beantwortete er eine Nachfrage von Alois Wiesholler (CSU).

Im bestehenden Spielflur soll laut Planung ein Raum mit Glaswänden für die Leitung abgetrennt werden. Angedacht werden laut Entwurfsplanung zudem Verbindungstüren zwischen den Räumen der Mittagsbetreuung und möglicherweise auch zusätzliche Sichtfenster in den Wänden, um in benachbarte Räume blicken zu können.

Da die 2022 in der Schule eingebaute moderne Lüftungsanlage nach der Umbaumaßnahme von ihrem Leistungsvermögen an ihre Grenzen stoßen könnte, ist im Bereich der ehemaligen Hausmeisterwohnung wahrscheinlich eine separate Lüftungsanlage notwendig. Überprüft wird auch noch, ob die bestehende einfache Haushaltsküche den geltenden Hygieneanforderungen genügt oder ob eine neue moderne Küche eingebaut werden muss. Die voraussichtlichen Umbau-Kosten haben sich in den vergangenen Monaten seit der Vorstellung der Vorentwurfsplanung nicht mehr verändert. Sie liegen nach laufender Schätzung bei rund 581453 Euro brutto (rund 488616 Euro netto). Wie viel die Gemeinde davon selbst tragen muss, ist noch unklar.

Ungewisse
Fördersumme

Grundsätzlich würden nur die neu geschaffenen Betreuungsplätze mit jeweils 6000 Euro gefördert, heißt es aus der Gemeindeverwaltung. Man gehe aber davon aus, dass die komplette Anzahl der Ganztagsbetreuungsplätze, also 100 gefördert werde, da mit diesen Plätzen erstmalig der verlängerte Betreuungsanspruch bis 16 Uhr, auch an Freitagen, erfüllt werde. Dies entspräche dann einer maximalen Fördersumme von rund 600000 Euro. Wenn alles nach Plan verläuft, starten die Umbauarbeiten zu Beginn der Sommerferien.

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