Gefährlicher Flickenteppich

von Redaktion

Große Lücken im Priener Radwegenetz – Bessere Kennzeichnung gewünscht

Prien – Kurz vor dem Ortsschild endet er, der Radweg aus Rimsting. Er wird zum Pfad und dann geht es auf die Staatsstraße.

Ganz
schön riskant

Nicht lustig. Weder für Autofahrer noch für Radler. Soll sich ja auch ändern, die Marktgemeinde hat entsprechende Gelder vorgesehen.

Auch im weiteren Verlauf der Staatsstraße, dann „Alte Rathausstraße“ beziehungsweise „Bernauer Straße“ sind Radfahrer auf der viel befahrenen Straße unterwegs. Erst ab dem Hohertinger Weg ortsauswärts gibt es wieder einen eigenen Radweg, bestätigt Natascha Bartsch aus der Gemeindeverwaltung.

Mit dem Fahrrad die Seestraße entlang? Zu viele Autos und die kreuzende Bockerlbahn zum Hafen machen diese Verbindung unattraktiv. Ausweichrouten der Einheimischen führen entlang des Eschenwegs – da müssen allerdings auch zweimal die Gleise gekreuzt werden – oder gar der Carl-Braun-Straße.

Der Radweg an der Osternacher Straße endet mit dem Beginn der Bebauung, zwischen Renken- und Forellenweg ist eine Schotterstrecke zu bewältigen. Dieser Radweg ist allerdings Teil des Chiemsee-Rundweges. Die Beschilderung ist dort laut Max Kölbl, Radverkehrsbeauftragter der Marktgemeinde, verbesserungsfähig. Natascha Bartsch, von der Rückmeldung etwas überrascht, will sich die Sache mal ansehen.

Er ist noch relativ neu, der Radweg zwischen dem Campingplatz Harras und der Romed-Klinik. Bis zum Hafen durchgebaut ist er nicht – und das wird er wegen Platzmangels wohl auch nicht. Denn die Straße ist in großen Teilen schlicht zu schmal.

„Außerhalb des Zentrums gibt es mehr Infrastruktur, als man denkt“, hat Kölbl auf seinen Erkundungsfahrten festgestellt. Allerdings sei es ein „Flickenteppich“. Immer wieder müssten Radfahrer auf viel befahrene Straßen, auf die Hallwanger genau wie auf die Hochries-straße. Und oft fehle der Platz für mehr Radwege. Da müsse man die Probleme anders lösen. „Eine gute Kennzeichnung“ wäre für ihn ein Ansatz.

Jetzt kommt wieder die Zeit des Jahres, in der die Polizei Prien zunehmend zu Unfällen mit Radfahrern gerufen wird. Weil zu den Einheimischen nun auch noch die Touristen kommen.

Unfälle
vorprogrammiert

Der Verkehrsexperte der Polizeiinspektion Prien weiß um die Probleme mit Radwegen, die irgendwo enden. Darunter sei aber keiner mit einer besonderen Unfallhäufigkeit, sagt er. Sie seien allesamt „eher unauffällig.“

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