Pädagogisches Zentrum Schloss Niedernfels in Marquartstein wählt Vereinsspitze

von Redaktion

Sonja Rupert-Wolfermann übernimmt den Vorsitz von Mechtild Faller-Obermeier, die das Amt jahrzehntelang innehatte

Marquartstein – Neuwahlen standen im Mittelpunkt der Jahresversammlung des Fördervereins Pädagogisches Zentrum Schloss Niedernfels. Wie von ihr schon länger angekündigt, trat die bisherige Vorsitzende Mechtild Faller-Obermeier, jahrzehntelange Hortleiterin, nicht mehr an, ebenso wie Kassierin Lisbeth Weiß, die das Amt rund 25 Jahre ausgeübt hatte.

Neue Vorsitzende wurde Sonja Rupert-Wolfermann, die kommissarisch Zweite Vorsitzende war. Zur neuen Kassierin wurde Maria Aigner gewählt, die seit Jahren im Sekretariat der Schule arbeitet. Neuer Zweiter Vorsitzender ist Tobias Pfänder, Technik- und Werklehrer der Schule, und Schriftführerin bleibt Sandra Eibl, frühere Drechsler, stellvertretende Schulleiterin. Unter der Wahlleitung des Einrichtungsleiters Christoph Cramme wurde schriftlich und geheim gewählt. Alle Ergebnisse fielen einstimmig aus. Per Akklamation wählten die Anwesenden dann die Beiräte, weiterhin Schulleiter Christian Auer, Diakon Heiko Jung und voraussichtlich Brigitte Lackerschmid, die bei der Versammlung nicht anwesend sein konnte. Neuer Kassenprüfer ist Anton Lackerschmid, da Claudia Aschl und Maria Aigner nicht mehr zur Wahl standen.

Mit herzlichen Worten und kleinen Geschenken dankte Christoph Cramme Mechtild Faller-Obermeier und Lisbeth Weiß für ihren jahrzehntelangen Einsatz für die private Heimvolksschule und den Förderverein. Das Pädagogische Zentrum besteht aus der staatlich anerkannten, privaten Grund- und Mittelschule mit Hort, Internat, Mittagsbetreuung, heilpädagogischer Tagesstätte und vielen Förderangeboten. Finanziell wird die Einrichtung zwar von der öffentlichen Hand unterstützt, ist aber trotzdem immer wieder auf Spenden von Firmen und Privatleuten angewiesen. Zunehmend sind Eltern nicht mehr in der Lage, das geringe Schulgeld für ihre Kinder zu bezahlen. Die Einrichtung muss jedoch kostendeckend arbeiten, was vom Träger, der Katholischen Jugendfürsorge, verlangt wird. Aus dem Grund ist der Förderverein sehr wichtig. Regelmäßig werden zum Beispiel die berufsorientierten Maßnahmen wie Praktika für die siebten bis neunten Klassen finanziert, Gruppenaktivitäten, Klassenfahrten, Besinnungstage, die Fahrt zu Konzerten und anderen Veranstaltungen oder Gutscheine für die besten Qualischüler finanziert. Daher ging es bei der Aussprache darum, wie noch mehr Mitglieder gewonnen werden können. Der Verein zählt derzeit 46 Mitglieder und fünf Ehrenmitglieder wie Altlandrat Jakob Strobl und seit fünf Jahren Schwester Elisabeth Escofier, die Generationen von Schülerjahrgängen betreute und zuletzt einzige Ordensschwester an der Schule war.

In ihrem Tätigkeitsbericht hob Mechtild Faller-Obermeier den sehr erfolgreichen Adventsmarkt im vergangenen Jahr hervor, der nicht nur Einnahmen für den Verein bescherte, sondern auch das Miteinander und Kennenlernen der Eltern untereinander gefördert habe. Dazu habe auch der jüngste „Nachmittag für Freunde der Schule“ gedient, bei dem es ein üppiges Büfett von Schülern der Hauswirtschaft gegeben habe. Beides solle wiederholt werde. Weiter betonte sie die stets gute Zusammenarbeit zwischen Einrichtung und Förderverein.

Einen befriedigenden Kassenbericht trug Kassierin Lisa Weiß vor, der von Revisorin Claudia Aschl geprüft worden war, sodass einstimmig Entlastung erteilt wurde. Der Schulleiter des Pädagogisches Zentrums Achental, Christian Auer, berichtete von den neuesten Entwicklungen. Da das Schloss Niedernfels von der Gemeinde an einen privaten Investor verkauft worden sei und zudem ein Teil der Einrichtung sowie ältere Schüler ab nächstem Schuljahr im ehemaligen Seniorenheim am Oberen Mühlfeldweg in Marquartstein untergebracht werden würden (wir berichteten mehrfach), sei weder der bisherige Name der Einrichtung noch das Logo mit dem Schloss noch passend. In Abstimmung mit Träger, Mitarbeitern und Vorstandschaft werde die Einrichtung deshalb ab 1. September in „Pädagogisches Zentrum Achental“ umbenannt. Seine Frage an die Mitglieder, ob sich auch der Förderverein entsprechend umbenennen wolle, wurde einstimmig bejaht. Ein passendes Logo werde ausgearbeitet. gi

Artikel 10 von 11