Inzell – Die Inzeller Pfingstroas ist mittlerweile ein fester Bestandteil im Veranstaltungsprogramm in der Region und das auch bei weniger traumhaftem Wetter. Es kamen wieder Tausende Besucher aus nah und fern in die Eisschnelllaufmetropole und nutzten das vielfältige Angebot für Jung und Alt. „Man muaß einfach dabei sein“, brachte es Pfingstroas-Mitbegründer und Gewerbevereinsvorsitzender Bernhard Jung bei der Jubiläumsveranstaltung auf den Punkt und es war in der Tat so.
Das vielfältige Angebot für Jung und Alt hatte wieder so einiges zu bieten bei der 15. „Musikalisch-kulinarischen Pfingstroas“ in diesem Jahr in Inzell. „Es ist einfach wieder schön mit anzusehen, wie sich die Gemeinde bei der Pfingstroas präsentiert. In den letzten 15 Jahren haben weit über 200000 Menschen die Pfingstroas besucht und allein diese Zahl zeigt die Beliebtheit dieser Veranstaltung“, zeigte sich Inzells Bürgermeister Michael Lorenz begeistert.
Aus nah und fern kamen die überwiegend in Tracht gekleideten Besucher, vor allem aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land sowie aus dem Salzburger Land, und genossen das vielfältige Programm. Menschen aller Altersgruppen waren bei der Pfingstroas anzutreffen und nutzten das unterschiedliche Angebot im Ort. Die gute Laune war allen anzumerken und für jeden war etwas geboten.
Über 20 traditionelle Musikgruppen, organisiert von Martin Wellinger, spielten an verschiedenen Plätzen groß auf und sorgten bei den vielen Besuchern für zünftige Stimmung mitten im ganzen Ort.
Der Pfingstsonntag begann um 9.30 Uhr mit dem Gottesdienst in der Pfarrkirche. Pünktlich um 11 Uhr eröffnete die Musikkapelle Inzell die Inzeller Pfingstroas am Rathaus mit dem Bozener Bergsteigermarsch.
Bernhard Jung blickte zurück auf die Entstehung der Pfingstroas mit den damaligen notwendigen Entscheidungen, dem Organisieren der Musikgruppen und den Absprachen mit den Sponsoren. Er dankte den Geldgebern, Bürgermeister Michael Lorenz und seinen Vorgängern Hans Egger und Martin Hobmaier mit der Verwaltung und Bauhof, der ITG und der Brauerei Wieninger für die Unterstützung. Sein ganz besonderer Dank galt allen unermüdlichen Helfern sowie Martin Wellinger für das Organisieren der Musikgruppen.
Inzells Bürgermeister Michael Lorenz, zugleich Schirmherr der Veranstaltung, sagte dem Gewerbeverein mit dem Vorsitzenden Bernhard Jung ‚Vergelt’s God’ für die Durchführung und freute sich besonders auf außergewöhnliches Fest in Inzell.
„Die Inzeller Pfingstroas ist heute ein hochwertiges Musikfestival, das überall in der Region beliebt ist“, ist das Gemeindeoberhaupt überzeugt. Auch Bundestagsabgeordneter Sigi Walch war guter Dinge, trotz des eher noch mäßigen Wetters in der ‚schönsten Gegend der Welt‘, wie er es nannte. „Es ist ein Tag der Lebensfreude mit Gastlichkeit, Tradition und Heimat“, so seine Überzeugung und lobte Bernhard Jung für sein Engagement und seine Antriebskraft. Als Dank wurde dem Gewerbevereinsvorsitzenden die Bürgermedaille der Gemeinde Inzell verliehen und seiner Frau Hildegard ein großer Blumenstrauß überreicht.
Inzells Gemeindeoberhaupt Michael Lorenz begrüßte die vielen geladenen Ehrengäste auch aus dem Berchtesgadener Land und zapfte voll konzentriert das erste Fass Wieninger Hell an. „O’zapft is, losts es eich schmecka“, wünschte er allen eine erfolgreiche 15. Inzeller Pfingstroas. Die verschiedenen Vereine und Inzeller Wirte servierten dazu hausgemachte Köstlichkeiten und verwöhnten die Besucher kulinarisch mit verschiedenen Spezialitäten aus der Region. Als Besonderheit gab es in diesem Jahr einen Pfingstochsen zu verspeisen.
Pünktlich um 13 Uhr startete die Bulldog-Rundfahrt durch den Ort, mit diesmal knapp 200 Fahrzeugen und die vielen Oldtimer zogen die Blicke der Besucher auf sich. Das schlechte Wetter am Vormittag hatte doch wohl einige von der Anreise abgehalten. Gleichzeitig war der Handwerkermarkt in der Adlgasser Straße zu bestaunen mit vielen besonderen Angeboten und auch die Ausstellung im Inzeller Festsaal, der ständig mit Besuchern gefüllt war. Es gab ein ständiges Kommen und Gehen. Darüber hinaus gab es eine „offene Bühne“ unter Leitung von Markus Gromes für die Nachwuchsmusikanten, die ihr Gelerntes dem breiten Publikum unter Beweis stellen durften.