Grabenstätt – Der Verkehrsverein Grabenstätt setzt weiterhin auf bewährte Führung: Bärbel Schuster wurde in der Jahresversammlung im Gasthof Chiemseefischer einstimmig als Erste Vorsitzende bestätigt. Schuster leitet den Verein seit 2013 und beginnt nun ihre fünfte Amtszeit. Neue Zweite Vorsitzende ist die bisherige Beisitzerin Manuela Hummel. Sie folgt Christl Stefanutti, die nach 30 Jahren aktiver Mitarbeit, davon seit 1998 als Zweite Vorsitzende, unter großem Applaus zum Ehrenmitglied ernannt wurde.
Auch Kassierin Sylvia Lafrenz und Schriftführerin Michaela Schröder wurden einstimmig wiedergewählt. Georg Schützinger und Margit Forster bleiben Beisitzer, neu hinzu kommen Silvia Binder und Hansi Stefanutti. Bürgermeister Gerhard Wirnshofer und Hildegard Pöschl fungieren weiterhin als Kassenprüfer.
Tourist-Info-Leiterin Susanne Pfliegl berichtete von einem Rückgang der Übernachtungszahlen im Jahr 2024 auf 55195 (2023: 62638). Gründe seien lang anhaltender Regen, Hochwasser und eine medial übertriebene Mückenplage. Insgesamt begrüßte man 19905 Gäste (2023: 21201), die Aufenthaltsdauer sank leicht auf 2,8 Tage. Über 90 Prozent der Gäste kamen aus Deutschland, hauptsächlich aus Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die Gemeinde bietet aktuell 414 Gästebetten bei 41 Vermietern. Neue Ferienwohnungen erweitern das Angebot. Weitergeführt werden das erfolgreiche Kinderferienprogramm, Naturführungen sowie drei Bauernmärkte auf dem Marktplatz.
Bärbel Schuster hob hervor, dass der Marktplatz dringend belebt werden müsse. Die neue Konzertreihe „Zamm kemma“ sei hierfür wichtig, auch wenn zwei Konzerte witterungsbedingt abgesagt werden mussten. Gut besucht waren die „Sommerabende mit Blasmusik“ der Musikkapelle Grabenstätt. Schuster wünschte sich ergänzend zum Neubau am ehemaligen Gasthof zur Post einen Trinkwasserspender und E-Ladesäulen für Fahrräder. Sie bedauerte, dass einige Informations- und Weiterbildungsangebote wenig angenommen wurden, lobte jedoch die gute Zusammenarbeit im Verein.
Chiemgau Tourismus-Geschäftsführer Franz Bauer betonte, dass Stammgäste mit über 60 Prozent die wichtigsten Botschafter der Region seien. Das Preis-Leistungsverhältnis sei gut, und von Übertourismus könne keine Rede sein. Bürgermeister Gerhard Wirnshofer versprach, sich für Veranstaltungen und die Wiederbelebung des Marktplatzes stark zu machen. mmü