Viele Verwirrungen bei unfreiwilligem Zwischenstopp

von Redaktion

Theaterverein Reit im Winkl feiert Premiere mit „Das Bahnhof-Komplott“

Reit im Winkl – Ein fulminantes Bahn-Abenteuer brachte der Theaterverein Reit im Winkl bei der Premiere zur Komödie „Das Bahnhof-Komplott“ von Winnie Abel auf die Bühne im Festsaal. Dabei sorgten die bestens aufgelegten Spieler für viele Lacher bei den überaus zahlreich anwesenden Zuschauern und riefen immer wieder ihren herzlichen Szenenapplaus hervor.

Es beginnt damit, dass der ICE 6948 wegen einem Triebwerkschaden einen außerplanmäßigen Halt einlegen und die Fahrgäste an dem trostlosen Provinzbahnhof in Einöd zurücklassen muss. Ohne Handyempfang, ohne Taxis, ohne Aussicht auf eine Weiterfahrt. Stattdessen wird per Lautsprecher durchgegeben, dass unter den Fahrgästen womöglich eine Psychopathin ist – und ein unglaublich witziges Nervenchaos nimmt seinen Lauf.

Da ist Businessfrau Franziska (Lisi Höflinger-Nayder), die einen wichtigen Termin in München wahrnehmen muss und verzweifelt nach einer Handyverbindung sucht, um ein Taxi anzurufen. Die geistreichen Ausweg-Vorschläge des eigenwilligen Mitfahrers Hubert (Luggi Weindl) erweisen sich leider als reine Verschwörungstheorien. Auch der in seiner „Mittagsruhe“ gestörte Landstreicher Reinhold (Florian Hofner) hat mit seinen witzigen Sprüchen und seiner Mundharmonika wenig Erfolg.

„Bleiben Sie positiv“, ruft die abgedrehte Motivationstrainerin Sieglinde Sieger (Claudia Haslberger) und versucht, mit einem „Positive Power Programm“ dabei zu helfen, dass der Zug schneller kommt, aber leider ebenfalls ohne greifbares Ergebnis. Eher noch kontraproduktiv sind die Empfehlungen der vergnüglichen und trinkfreudigen Kegelschwestern Bettie (Maria Haslberger) und Rosi (Verena Mühlberger).

Ohne nennbaren Erfolg auf der Suche nach der aus der Anstalt entlaufenen Psychiatriepatientin Ilse (Gaby Braun) bleiben die Ermittlungen des Polizisten Konrad (Dominik Landenhammer), der mehr mit der Umsetzung seiner seltsamen Dienstvorschriften beschäftigt ist. Als diese dann unvermittelt auftaucht, bekommt die Szenerie einige überraschende Wendungen.

Nach dem lang anhaltenden Schlussapplaus, der von dem Stück begeisterten Zuschauer, freute sich die Regisseurin Pet Mühlberger, mit Gaby Braun und Dominik Landenhammer zwei neue Theaterspieler vorstellen zu dürfen und lobte auch die in den Pausen flott aufspielenden jungen Musikanten der Theater-Musi.

Weiter gab sie bekannt, dass das Stück auch Bestandteil im Spielplan der kommenden Sommersaison ist. Diese beginnt am 17. Juli mit „Der verkaufte Großvater“ und wird fortgesetzt mit „Das Bahnhof-Komplott“ am 24. Juli und „Einmal ist keinmal“ am 31. Juli. sh

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