Prien – Wenige Monate, nachdem Ursula Koschorz ihren 80. Geburtstag feiern konnte und sie dazu Besuch vom Dritten Bürgermeister bekam, hatten sie und ihr Mann Rudolf Koschorz nun erneut ein Gemeindeoberhaupt zu Gast. Bürgermeister Andreas Friedrich kam, um den beiden zur diamantenen Hochzeit zu gratulieren.
Die ausgebildete Fotografin und der Druckermeister lernten sich auf einer Faschingsfeier des TSV Meitingen im Januar 1964 kennen. Bereits ein Jahr später I965 heirateten die beiden und eineinhalb Jahre später kam ihr Sohn Nicolas auf die Welt. 1970 zogen sie berufsbedingt nach Prien, wo Ursula Koschorz kurzzeitig ein Fotolabor betrieb und sich in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich in der Gemeinde engagierte. Besonders am Herzen liegt ihr nach wie vor der „Eine-Welt-Laden“, den sie einst mitbegründete und seither aktiv unterstützt. Rudolf Koschorz arbeitete zunächst bei der Systemform und ab 1974 bei Wackerchemie in der Münchner Hauptverwaltung, wo er 15 Jahre lang Betriebsratsvorsitzender und bis zur Pensionierung zehn Jahre im Aufsichtsrat war. Von 1974 bis 2002 war er Mitglied des Marktgemeinderats und von 1996 bis 2002 bekleidete er das Amt des Zweiten Bürgermeisters der Marktgemeinde. Weiterhin war er zwölf Jahre ehrenamtlicher Richter am Bayerischen Verwaltungsgericht. Für sein vielfältiges Engagement zum Wohle der Allgemeinheit erhielt er die Goldene Bürgermedaille des Marktes Prien sowie das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Heute genießen Rudolf und Ursula Koschorz ihren Ruhestand und freuen sich besonders über die Besuche ihrer Enkelkinder Martin (17) und Christoph (13) – und blicken mit Zufriedenheit, Stolz und Zuversicht in die Zukunft. wp