Bauhof baut bei Containerhalle mit

von Redaktion

Geschätzte Kosten von 500000 Euro für Wertstoffhof-Erweiterung

Prien – „Die Bauhofleute würden sich freuen, wenn sie möglichst viel bauen dürfen.“ Das verkündete Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) jüngst den Marktgemeinderäten. Klaus Kollmannsberger, der Bauhofchef, saß neben ihm und bestätigte dies mit einem Kopfnicken – und einem Schmunzeln im Gesicht.

Sie dürfen bauen, die Bauhofleute. Eine große Halle für zwei Presscontainer und für Ausrüstung der benachbarten Feuerwehr am Wertstoffhof am Hohertinger Weg. Sie soll die seit Jahren problematische Platz- und Zufahrtssituation deutlich verbessern. Der Bau- und Umweltausschuss hat bereits im April sein gemeindliches Einvernehmen zu dem Vorhaben erteilt.

Bauantrag liegt
beim Landratsamt

Die Containerhalle sowie die erforderlichen Erschließungsarbeiten für Wasser, Abwasser, Strom und Heizung sowie die Außenanlagen entstehen weitgehend in Eigenregie durch den gemeindlichen Bauhof, die Gärtnerei und die Werke. Punktuell müssen Fachfirmen hinzugezogen werden. Zum Beispiel für den Bau des Daches. Da sei schon der Dachstuhl zu aufwendig für die Allrounder des Bauhofs, erklärte Kollmannsberger. Die Ertüchtigung der Verkehrswege und die Tiefbauarbeiten übernimmt eine Fachfirma im Rahmen eines bereits erteilten Ganzjahresauftrags.

Diese Vorgehensweise ist innerhalb der Verwaltung und mit den Gewerken abgestimmt. Die notwendigen Planunterlagen und Nachweise, etwa die Statik, wurden laut Bauamt durch das Ingenieurbüro Sextl erstellt. Der Bauantrag liegt derzeit zur Prüfung beim Landratsamt Rosenheim vor. Um die Maßnahme noch 2025 realisieren zu können und weitere Vorbereitungen wie Materialbestellungen und Gespräche mit Firmen zu ermöglichen, sollte der Rat bereits vor Erteilung der Baugenehmigung einen Grundsatzbeschluss fassen. Damit würde die geplante Vorgehensweise der Verwaltung zur Errichtung der Containerhalle unterstützt. Den Grundsatzbeschluss gab es ohne Gegenstimme. Zur Freude von Bürgermeister und Bauhofleiter. Letzterer ist bereits dabei, Angebote für Betonfertigteile bei den Herstellern einzuholen und die Preise für Beton zu erfragen. „Eine Kostenschätzung für den Dachstuhl brauchen wir noch“, so Kollmannsberger. Dann könne man abschätzen, ob die geplante halbe Million Euro für das Bauvorhaben ausreiche.

Weil es zügig gehen soll, ermächtigte der Marktgemeinderat Bürgermeister Andreas Friedrich, notwendige Beschaffungs- und Vergabeentscheidungen auf dem Büroweg zu treffen, falls dies aufgrund von Fristen, zeitlichen Verzögerungen oder Urlaubszeiten erforderlich sein sollte. Der Marktgemeinderat wird anschließend über diese Entscheidungen informiert und erhält regelmäßig kurze Sachstandsberichte.

Kostenschätzung für
das Dach fehlt noch

Eine mögliche Förderschädlichkeit durch die Abwicklung in Eigenregie hat die Verwaltung geprüft – und nicht festgestellt. Die Kostenschätzung für das Projekt liegt derzeit bei rund 500000 Euro. Dabei rechnet die Gemeinde nach Mitteilung des Bauamtes mit einer Förderung des Bundes für den Feuerwehranteil in Höhe von etwa 200000 Euro. Und vielleicht gibt es noch Geld vom Landkreis Rosenheim, der für die Müllentsorgung in 45 von 46 Gemeinden des Landkreises zuständig ist.

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