Elektrizitätswerk erzeugt Rekordstrom

von Redaktion

Über zwei Millionen Kilowattstunden – Führungswechsel nach 36 Jahren

Schleching – Die Generalversammlung des Elektrizitätswerks fand im Landgasthof Post im großen Saal statt und war sehr gut besucht. Vorsitzender Jakob Riedlsperger hielt einen Rückblick auf das Jahr 2024 für das Elektrizitätswerk in Mühlau und das Alpbachwerk in Schleching.

Es wurden sechs Sitzungen gemeinsam mit dem Vorstand und Aufsichtsrat abgehalten, bei denen rund 30 Punkte besprochen und bearbeitet wurden. Ein Besuch der Grundschule beim E-Werk mit den Schülern der dritten und vierten Klasse und ihrer Lehrerin Bärbel Schmalfuß wurde organisiert.

Mehr Strom
erzeugt

Die Entwicklung der Stromerzeugung war im Vergleich zum Jahr 2023 erfreulicher. Im Jahr 2024 wurden insgesamt rund 2236000 Kilowattstunden gegenüber 1779000 im Jahr 2023 erzeugt. Das ergibt ein Plus von rund 457000 Kilowattstunden und es wurde die Zwei-Millionen-Grenze überschritten, was in der gesamten Laufzeit nur viermal passiert ist. Aber Jakob Riedlsperger befürchtet, dass es in diesem Jahr wieder schlechter läuft und die Retourkutsche kommt.

Die Genossenschaft hat 143 Mitglieder mit 801 Geschäftsanteilen. Es wurde abgestimmt, dass der Jahresüberschuss von rund 127000 Euro (Vorjahr 92000 Euro) als Dividende mit 50 Euro je Anteil ausgeschüttet wird.

Jakob Riedlsperger erläuterte die Zahlen zur Bilanz. Der Gewinn von rund 127000 Euro wird aufgeteilt auf rund 40000 Euro Dividende und jeweils rund 43000 Euro gesetzliche Rücklage und 43000 Betriebsrücklage.

Durch das turnusmäßige Ausscheiden des Aufsichtsrates von Jakob Ungerer musste eine Neuwahl durchgeführt werden, bei der Jakob Ungerer in seinem Amt bestätigt wurde.

Ebenfalls musste der Vorstand für sechs Jahre neu gewählt werden. Schon bei der vergangenen Generalversammlung hatte Jakob Riedelsperger angekündigt, dass er sich nach 36 Jahren in der Vorstandschaft diesmal nicht mehr zur Wahl stellt.

Es wurden zwei Kandidaten von der Versammlung vorgeschlagen: Klaus Wagner und Franz Loferer. Nach der geheimen Wahl bei dieser Versammlung war das Ergebnis 25 Stimmen für Klaus Wagner, der somit gewählt wurde. Franz Loferer erhielt 15 Stimmen.

Der Aufsichtsrat, bestehend aus Wolfgang Mix, Robert Glück und Jakob Ungerer, tagte laut Satzung dann einige Zeit später, um den Vorstandsvorsitzenden zu wählen.

Dabei wurde als Vorstandsvorsitzender Martin Schwaiger gewählt, neben ihm sind im Vorstand Florian Wegener-Niedermayer und Klaus Wagner. Jakob Riedlsperger fungiert weiter als Geschäftsführer.

Wolfgang Mix und Robert Glück überreichten Jakob Riedlsperger einen Geschenkkorb und Wolfgang Mix ließ die vergangenen 36 Jahre Revue passieren. Seit 1989 ist Jakob Riedlsperger Vorstandsmitglied. 1991 wurde er Geschäftsführer und 1997 zudem noch Vorstandsvorsitzender bis heute. In seiner Amtszeit wurde sehr viel bewegt.

Die Liste der Neuerungen, Bauten und Umbauten war dementsprechend lang. Angefangen mit der Modernisierung der Schaltanlagen im Alpbachwerk 1994 und zwei Jahre später wurden die vollautomatische Steuerung für die Turbinen und eine automatische Rechenanlage im Werk Mühlau mit einem Stromaggregat eingebaut. Nach 15 Jahren Unterbrechung wurde der Weg vom Stauweiher zum Einlaufbecken erneuert und die Verbindung 1998 wieder hergestellt.

2012 wurde das Werk Mühlau generalsaniert mit einer neuen Turbine. Im darauf folgenden Jahr wurde der Alpbach renaturiert und 2014 beim Alpbachwerk- Staubecken die Pegelmesssonde erneuert mit eigener Stromversorgung und Datenübertragung per Funk zum Turbinenhaus.

2016 begann Jakob Riedlsperger die Direktvermarktung des produzierten Stroms mit der Firma Eon an der Strombörse Leipzig. Allen Anwesenden war noch die Generalsanierung des Alpbachwerkes im Jahr 2017 beim „Tag der offenen Tür“ in Erinnerung. Gezeigt wurden die zwei neuen Turbinen der Firma Sarner aus Südtirol und die neue elektrische Steuerung sowie neue Be- und Entlüftung, neue Fenster und Fußboden.

Bewegte Zeiten
gut gemeistert

Es war eine bewegte Zeit, die durch die gute Führung von Jakob Riedlsperger auch durch schwierige Situationen unbeschadet und bis heute erfolgreich bestanden wurde. Der Ex-Vorsitzende meinte dazu, dass er das nur so gut hingebracht hat, weil er eine gute Mannschaft hatte, die immer gut zusammengearbeitet hat und er versprach, auch weiterhin seine Expertise beim E-Werk zur Verfügung zu stellen.

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