Zwei Varianten für 536000 Euro

von Redaktion

Gstadter Gemeinderat ringt um Erweiterung des Feuerwehrhauses in Gollenshausen

Gstadt Das Feuerwehrhaus in Gollenshausen muss erweitert werden: Darin sind sich (fast) alle Gemeinderäte einig. Aber seit über zwei Jahren wird darum gerungen, in welcher Größenordnung diese ausfallen darf.

Zwischenzeitlich kam sogar der Vorschlag eines Neubaus auf grüner Wiese auf. Dabei hatten sich von Anbeginn an alle Kommandanten mit Bürgermeistern und Kreisbrandrat bei einem Lokaltermin auf eine Erweiterung geeinigt.

Belastbare Kostenberechnung

Der Gemeinderat hatte zudem im Mai dieses Jahres mit einer Gegenstimme beschlossen, die Planungsgruppe Strasser (PLG) mit einer Machbarkeitsstudie zu beauftragen, um verschiedene Konzepte zur Erstellung eines Erweiterungsgebäudes am bestehenden Feuerwehrhaus sowie eine belastbare Kostenberechnung zu entwickeln. Ehe David Egger von PLG die Erweiterungsvarianten vorstellen konnte, wiederholte Bürgermeister Bernhard Hainz (FWG) noch einmal die Anforderungen an den Erweiterungsbau. Es brauche einen zweiten Stellplatz für ein Löschgruppenfahrzeug LF 10. Und da die FFW-Löschgruppe Gollenshausen derzeit personell gut ausgestattet ist, sollen zusätzliche Umkleidemöglichkeiten und Spinde geschaffen werden. Bürgermeister Hainz sagte auch, dass bereits im Vorfeld die erarbeiteten Varianten mit den drei Kommandanten und den Bürgermeistern durchgesprochen und auf zwei mögliche Ausführungen reduziert wurden. Egger von PLG präsentierte die beiden Vorschläge. Beiden gemeinsam ist, dass die Umkleideräume jeweils seitlich angeordnet sind und das Gebäude fast quadratisch ist. Somit füge es sich städtebaulich harmonisch vor dem Gemeindehaus ein, betonte Egger. Der einzige Unterschied sei die Anordnung: In der sogenannten Variante 7c ist vorgesehen, dass das Gebäude parallel zum Gemeindehaus angeordnet ist. In der Variante 7d ist das Gebäude hingegen parallel zur Staatsstraße angeordnet. Bei beiden Varianten seien aber auch die Kurvenradien berücksichtigt wurden. Und: Bei beiden Varianten sind keine Arbeiten an den vorhandenen unterirdischen Installationen und an den vorhandenen Leitungen notwendig.

Auf dem Grundstück können elf Stellplätze nachgewiesen werden. Das Kriegerdenkmal wird nach den Vorgaben der Gemeinde und der Vereine versetzt. Der Grobkostenrahmen für die Kostengruppen 100 bis 700 liegt bei den Varianten 7c und 7d jeweils bei 536140 Euro brutto. Für beide Varianten ist eine geschätzte Förderung von rund 160000 Euro zu erwarten. Bürgermeister Hainz bedankte sich für die beiden kostengünstigen Varianten: „Eine vertretbare und zukunftsführende Lösung.“

Maximilian Heindl (Bürgerliste) und Christian Summerer (Bürgerliste) begrüßten ebenfalls die Vorschläge, wollten aber die Feuerwehrler in eine Entscheidung miteinbeziehen. Sepp Gartner (FWG) sah das ähnlich, während Gerhard Kreisel (Bürgerliste) meinte: „Je mehr mitreden, desto weniger kommt raus.“ Georg Anderl (Bürgerliste) mahnte an, dass die Stellplätze vor der Kirche für Kirchgänger seien.

Bürgermeister Hainz erwiderte, dass das auch nie zur Debatte gestanden habe. „Es muss miteinander gehen.“ Nachdem Anderl in der weiteren Debatte immer wieder auf die Anzahl der Stellplätze zurückkam und auch erneut seinen Antrag auf Neubau einbringen wollte, wurden einige Gemeinderäte energisch und forderten ein Ende der Debatte. Sepp Gartner erinnerte daran, dass es seinerzeit Georg Anderl war, der eine Aufstellung eines Phantomgerüsts bezüglich Erweiterungsbau gefordert und geplant hatte. Florian Pletzenauer (FWG) befand: „Bitte nicht das Projekt madig reden.“

„Wir dürfen uns
nicht verfranzeln“

Bürgermeister Hainz beendete die Debatte. Mannschaft einbinden, ja, aber es müsse noch im Sommer eine Entscheidung her: „Wir dürfen uns nicht verfranzeln. Wir machen uns sonst zum Kasperl.“

Sein Beschlussvorschlag, dass Kommandant Summerer die Planungsvarianten mit allen aktiven Feuerwehrmitgliedern besprechen und das Ergebnis in der zweiten Sitzung im Juli präsentieren soll, stieß auf Zustimmung.

Mit 12:1 wurde der Beschlussvorschlag angenommen. Allein Anderl stimmte dagegen.

Artikel 10 von 11