6,1-Millionen-Euro-Haushalt beschlossen

von Redaktion

Breitbrunn plant Investitionen – Pro-Kopf-Verschuldung steigt auf 1620 Euro

Breitbrunn – Einstimmig genehmigte der Gemeinderat Breitbrunn in seiner jüngsten Sitzung die Haushaltssatzung. Der Haushalt 2025 ist 6,1 Millionen Euro schwer. Davon entfallen auf die Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt 4,8 Millionen Euro, im Vorjahr fiel das Volumen um 410000 Euro geringer aus. Der Vermögenshaushalt wird auf 1,3 Millionen Euro taxiert, eine Mehrung von 235100 Euro gegenüber dem Vorjahr.

550000 Euro an
Gewerbesteuern

Geschäftsleiter Thomas Wagner ging auf den Vermögenshaushalt ein. Hier stehen an Haushaltsausgabenresten aus den Vorjahren 400000 Euro für Investitionen zur Verfügung. Dazu kommt noch ein Überschuss aus dem Vorjahr (Entnahme aus der Rücklage) in Höhe von 745226 Euro. Wagner ging dann auf die Entwicklung der Schulden ein. Der Schuldenstand der Gemeinde belief sich in 2024 auf 2,4 Millionen Euro. Macht also bei 1460 Einwohnern eine Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 1620 Euro. 2023 waren es 2,5 Millionen Euro Schulden und bei 1579 gemeldeten Einwohnern betrug der Schuldenstand je Einwohner 1583 Euro.

Ein weiteres Augenmerk lenkte Wagner auf die Hebesatzsteuer, die gemäß dem Beschluss vom Oktober entsprechend erhöht wurde. Die Grundsteuer A macht künftig 660 v. H. und die Grundsteuer B 330 v. H. aus, die Gewerbesteuer wird auf 365 v. H. festgesetzt. Bei der Einkommenssteuer sind 1,4 Millionen Euro veranschlagt. Bei der Gewerbesteuer erwartet Breitbrunn 550000 Euro an Einnahmen. An Schlüsselzuweisungen sind 290000 Euro angesetzt, an Einnahmen aus den Liegeplatzgebühren 245000 Euro. Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt wies Wagner auf die Verwaltungsumlage hin. Heuer muss die Gemeinde Breitbrunn an die Verwaltungsgemeinschaft 786000 Euro entrichten. Auf den gesamten Verwaltungshaushalt umgerechnet sind das 12 Prozent, so Wagner. Weiter kommen noch die Zahlungen für die Grundschule in Höhe von 85000 Euro und für das Kinderhaus St. Johannes in Gstadt in Höhe von 350000 Euro hinzu. Als Betriebskostenumlage für den Abwasser- und Umweltverband sind heuer 130000 Euro angesetzt.

Die Personalkosten machen im aktuellen Haushalt 531700 Euro aus. Die Kreisumlage für dieses Jahr ist mit 995000 Euro veranschlagt, in 2024 waren es knapp über eine Millionen Euro. Anschließend kam Wagner auf geplante Investitionen zu sprechen. Für die Wasserversorgung bzw. das Wasserwerk sind 205000 Euro eingeplant. Darunter fallen neben der Ansammlung von Haushaltsausgaberesten für die Sanierung des Hochbehälters unter anderem auch das Verfahren zum Wasserschutzgebiet, die Ersterschließung und Sanierung der Wasserleitung Möslweg und die Herstellung von Grundstücksanschlüssen. Ein größerer Brocken sei auch die Abwasserbeseitigung. Hier sind 214000 Euro angesetzt. Für das Mehrzweckgebäude sind 51000 Euro, für die digitale Alarmierung 58000 Euro und für den Segelhafen und die Breitbandversorgung sind jeweils 20000 Euro eingeplant. Knapp 166000 Euro sind für den Straßengrunderwerb und Straßenbau vorgesehen. Kreditaufnahmen für Investitionsförderungsmaßnahmen sind nicht vorgesehen. Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt werden nicht festgesetzt. Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben nach dem Haushaltsplan wird auf 200000 Euro festgesetzt.

Planmäßig sollen die Rücklagen auf 40800 Euro bis zum Jahr 2028 abgebaut werden, so der Kämmerer abschließend. Vorbehaltlich einer etwa erforderlichen Genehmigung durch die Rechtsaufsichtsbehörde sollen die Haushaltssatzung erlassen und der Haushaltsplan mit den darin enthaltenen Ansätzen und Abschlussziffern aufgestellt werden.

Der Haushaltssatzung stimmte das Gremium geschlossen zu, ebenso erteilte es dem Finanzplan und dem Investitionsprogramm bis 2028 geschlossen seine Zustimmung.

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