Ein „Symbol für Heimat“

von Redaktion

Jubiläumsfest des Seebrucker Trachtenvereins „Seerose“

Seebruck – Nach drei großartigen Tagen mit Bieranstich und doppelten Stimmungsabenden mit der Kapelle Josef Menzl und den Lungauern folgte ein zünftiger Festabend anlässlich des 105-jährigen Gründungsfestes des Trachtenvereins „Seerose“ in Seebruck. Das Festzelt an der Pullacher Straße war an einem zünftigen Festabend prall gefüllt.

Der lange Tag begann aber schon früh morgens im Festzelt. Die Seebrucker Trachtler hatten zum Fünf-Vereine-Preisplatteln geladen. Der Trachtler-Nachwuchs aus Kinder- und Jugendgruppen zeigte sein Können.

Standkonzert
im Strandbad

Am Abend trafen sich die Trachtler und ihre Gäste im Strandbadgelände beim Hafenwirt zum Standkonzert mit den Ortsvereinen und deren Fahnenabordnungen. Mit dabei war auch der Patenverein „Trauntal“ Traunstein und die Festmusik Surberg-Lauter. Nach dem Festzug in das Zelt führte Sprecher Heini Albrecht aus Heutau durch den kurzweiligen Abend. Er stieg in die Chronik des Vereins ein, brachte die Gründung im Jahr 1820 und einige witzige Anekdoten näher.

Nachwuchs begeistert
mit seinem Können

Laura Oberloher und Maxi Rothbucher aus der Kindergruppe begrüßten die Gäste im Festzelt. Danach hatte der Nachwuchs schon die ersten Auftritte auf der Bühne. Vorstand Huber begrüßte ebenfalls die Gäste und schweifte kurz aus. „Als ich Vorstand wurde, war das kurz nach Corona. Ich stellte mir die Frage, ob das nochmal alles so wird, wie es war?“ Doch er wurde eines Besseren belehrt: „Ich bin stolz auf Euch, ihr habt meine Erwartungen mehr als übertroffen.“

117 Vereine mit
42000 Trachtlern

Der stellvertretende Gauvorstand Florian Niedermaier berichtete von 117 Vereinen mit mehr als 42000 Mitgliedern im nördlichen Chiemgau: „Der Gauverband I ist der älteste und größte Zusammenschluss bayerischer Gebirgstrachten-Erhaltungsvereine und der größte auf der Welt. Hier wird Brauchtum gelebt!“ Danach trat die Gaugruppe auf die Bühne, auch die Truchtlachinger Goaßlschnoiza zeigten ihr Können. Mit dem Sterntanz wurde der offizielle Teil beendet.

Der Festabend war aber noch lange nicht zu Ende. Im weitläufigen Areal wurde weiter gefeiert, an der Weißbierschank, am Aperolstand und in der Bar. Hier spielten die „Hausmusiker“ des Trachtenvereins – „Die Hippikrainer“ um Maxi Mühlbauer – auf.

Der Höhepunkt des 105-jährigen Gründungsfestes war der Festsonntag mit dem farbenprächtigen Festzug. Gut 2500 Trachtler waren gekommen, um dem Festverein die Ehre zu erweisen. Applaus gab es von den Zuschauern, die die Zugstrecke säumten. Seebruck hatte sich herausgeputzt und zeigte sich von der allerschönsten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein und weißblauen Himmel wurde der Tag gefeiert, wenngleich es brütend heiß war. Pfarrer Dr. Florian Schomers zelebrierte im Strandbadgelände den Festgottesdienst am Freialtar vor malerischer Kulisse mit dem Chiemsee im Vorder- und der Bergkette im Hintergrund. Die Chiemseeschifffahrt schickte mit „Ludwig Fessler“ das Nostalgieschiff auf die Reise. In den Grußworten bedankte sich Erster Gauvorstand Michael Hauser beim Festverein. Der stellvertretende Landrat Andreas Danzer lobte das Engagement in der Gemeinde: „Es ist viel los hier, ein neues Feuerwehrhaus, die Fußballer sind aufgestiegen und nun das Trachtenfest als Höhepunkt.“ Schirmherr und Bürgermeister Martin Bartlweber beglückwünschte den Verein: „Der Trachtenverein Seebruck ist ein lebendiges Symbol für unsere Heimat, unsere Bräuche und unsere Werte.“

Danach ging es mit der Musik, Pferdekutschen, Leiterwägen oder zu Fuß im Festzug an der Uferpromenade entlang und zurück durch den Ort ins Festzelt. Hier klang der Festsonntag im gemütlichen Beisammensein aus.

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