Chiemgauer Band geht bei Wiesn-Hit-Wahl ins Rennen

von Redaktion

Unter acht Finalisten für Publikums-Voting ist auch das „Abendgebet“ von Django 3000 und Hannes Ringlstetter

Staudach-Egerndach – Zum ersten Mal veranstaltet die Stadt München den Wettbewerb „A Liad für d‘Wiesn“ – inklusive Publikums-Voting. Über einhundert bayerische Künstler haben ihre Songs eingereicht, acht haben es jetzt ins Finale geschafft. Darunter auch das Lied „Abendgebet“ von Hannes Ringlstetter und der Chiemgau-Band „Django 3000“. Feuchtfröhliche Stimmung, knallvolle Bierzelte, grölende Gäste – das schreit förmlich nach einem Partyhit, oder?

„Ja jetzt geh ma hoam, fia heid hama gnua“ oder „Merkst du ned, die Welt geht unter“ – das Lied Abendgebet ist ein klassischer Rauswerfer mit eher melancholischem Klang. Nicht unbedingt das, was man sich unter einem Wiesn-Hit erwartet. Die Nummer von Django 3000 und Ringlstetter durchbricht das Bierzelt-Pathos und läutet die letzte Runde ein. Damit hebt sich der Song von den schnelleren Liedern der Konkurrenz ab.

„Wir haben das Lied letztes Jahr mit Hannes Ringlstetter zusammen geschrieben und spielen es auf Konzerten oft als letzte Nummer.“ Dass es jetzt beim Wettbewerb zum Wiesn-Hit dabei sei, hat Florian Starflinger selber verwundert. Sie wussten gar nichts von der Teilnahme: „Dass es in dieses Ranking mit hineinkommt zum Wiesn-Hit, damit haben wir herzlich wenig zu tun. Aber wir freuen uns natürlich.“ Hannes Ringlstetter habe es selbstständig eingereicht. Florian gibt aber zu: „Wenn ein Song von uns für die Wiesn infrage kommt, dann eigentlich nur das Abendgebet.“

Besuchern des Oktoberfests wird die Band „Django 3000“ vielleicht trotzdem schon mal im Ohr hängengeblieben sein: Mit ihrem Erfolgssong „Heidi“ wurde die Folk-Pop- und Rockband einem breiteren Publikum bekannt und ist nach wie vor ein viel gespielter Hit in den Bierzelten. Geige, Kontrabass und Gitarre, dazu bayerischer Gesang: Mit ihren Balkan Beats aus dem Chiemgau ist die vierköpfige Band normalerweise aber eher auf ausgesuchten Festivals zu Hause, erzählt Florian. „Wir spielen über den Sommer auf ein paar Festivals.“ Vollgas geben die vier dann wieder im Winterhalbjahr. Ab Oktober startet ihre Europatour. Derzeit arbeitet das Quartett auch am neuen Album. Mit der Wiesn hatten sie bislang wenig Berührungspunkte, aber so schreibt die Band auf ihrem Facebook-Profil: „Mei, warum nicht. A echter Django is überall.“

Der Abstimmungszeitraum für „A Liad für d‘Wiesn“ läuft bis 16. Juli. Unter allen Teilnehmenden werden auch Wiesn-Gutscheine verlost. Vielleicht gewinnt ja der melancholische Rauswerfer doch, denn: Ein echter Bayer trinkt ja bei Weltuntergangstimmung erst recht noch a Bier.

Katrin Langenwalter

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