„FuBaGo“ feiert Comeback

von Redaktion

Wiederbelebung nach drei Jahrzehnten – Breitbrunner Fußball-Golf begeistert

Breitbrunn – Vor geraumer Zeit traf sich die Vorstandsspitze der TSV-Fußballer um Thomas Schmidbauer beim Sprenghof im Breitbrunner Ortsteil Unterkitzing, um das vor drei Jahrzehnten ersonnene „FuBaGo“ wieder aufleben zu lassen.

Pflanztröge
als Ziele

Dafür kamen bei Kaiserwetter gut sechs Dutzend interessierte Akteure zwischen acht und 80, mit dem Ziel, gegeneinander anzutreten und das Spiel mit möglichst wenig Schüssen für sich zu entscheiden.

Aber erstmal von vorne. Bereits 1989 trieb den damaligen neugewählten Vorsitzenden Donat Schlemer der Gedanke um, etwas Besonderes für „seinen Verein“ zu entwickeln. Dabei kam ihm der Zufall zu Hilfe, nämlich das ZDF-Sportstudio, das an einem Abend neben den aktuellen Fußballberichten auch einen Beitrag über ein Golf-Event ausstrahlte. „Warum sollte man nicht einen Fußball wie beim Golf in einem Loch versenken“, erinnert sich der „Erfinder“ im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Schlemer erzählte seinem Vorgänger im Vorstand, dem „Spenger Naz“, von seiner Idee und bat ihn um die Möglichkeit, ihm ein zirka 50000 Quadratmeter großes landwirtschaftliches Areal für sein neues Sportevent zur Verfügung zu stellen. Er werde es „FuBaGo“ (Fußball-Golf) nennen und es solle nach den gültigen Golfregeln gespielt werden.

Gesagt, getan. Geplant wurde, im Abstand von 50 bis 150 Metern auf einer Gesamtdistanz von gut einem Kilometer neun Pflanztröge – ein Golfplatz hat 18 Löcher – in das Gelände einzugraben. Im Wettkampf müsse man den Fußball vom Abschlagpunkt über den „Fairway“ in das „Green“ treiben und schließlich im „Hole“ versenken, so der Auszug aus dem Regelwerk. Der Sportler mit den wenigsten „Schlägen“ – es muss von jeder Stelle weitergespielt werden – trägt den Pokal nach Hause, erklärt Schlemer. Handicap gibt es keines, ausgewertet wurden die Ergebnisse der „Flights“ (Team) – teilweise über 200 Teilnehmer – bereits damals schon mittels Excel-Tabellen, erzählt Schlemer begeistert.

Bis zum ersten Turnier sollte es aber noch fünf Jahre dauern. Auf die Frage nach einem „urheberrechtlichen Schutz“ seines neu ersonnenen Spiels winkt der „Erfinder“ ab. Mangels „WorldWideWeb“ wäre es kaum möglich gewesen, die Existenz zu eruieren. Trotzdem sei er sich sicher, so das Fazit, dass seine Idee von „damals“ einzigartig war.

Für die Breitbrunner Sportler gab es nach vier Veranstaltungen ab dem Jahr 2000 erst mal eine schöpferische Pause, da Schlemer die Vorstandstätigkeit an einen Kollegen weiterreichte.

An der Neuauflage vom „FuBaGo“ hatten jetzt neun Kinder (bis elf Jahre), 13 Jugendliche (bis 17) und 55 Erwachsene teilgenommen. Bei den Kindern teilten sich Levi Rami (102 Punkte), Moritz Zebner (62) und Fen Baust (57) die Stockerlplätze. Bei den Jugendlichen gewann Sebastian Reiter (44) vor Seppi Schneider (46).

Bei den Erwachsenen verwies Andreas Reichl (39) „Breiti“ (40) und Michi Obermair (42) auf die Ränge. Zu den besten Senioren zählten Christine Rottmeyer (67) und Wast Reiter (55), der Schneiderpreis ging mit 108 Punkten an Anna Regauer. Für die Sieger gab es vom Vorstand Essens-, Kino- und Eisgutscheine überreicht. Eine Neuauflage der Veranstaltung ist für das nächste Jahr voraussichtlich wieder geplant.

Nächstes Spiel
für 2026 geplant

Einen Wermutstropfen gibt es für den ehemaligen Tüftler: Mittlerweile wird Fußball-Golf im „Franchising“ bis hin zu Meisterschaften professionell vermarktet. Einzigartig ist „FuBaGo“ längst nicht mehr.

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