Antrag sprengt die Tagesordnung

von Redaktion

Bernauer Räte diskutieren Sanierung und Erweiterung der Grundschule Bernau

Bernau – Einstimmig beschloss der Bernauer Gemeinderat, die Entscheidung über den Standort Kleinsporthalle im Rahmen der Sanierung und Erweiterung der Grundschule Bernau zu vertagen. Eigentlich sollte in der Sitzung über den sogenannten Bauabschnitt III: Standortfixierung Kleinsporthalle beraten werden. Das mit der Planung beauftragte Büro Sommersberger in München hatte dafür drei Varianten – westlich oder östlich der Schule oder an Stelle des ehemaligen Hausmeisterhauses – vorbereitet.

Doch zu einer Entscheidung kam es gar nicht, der Antrag von Gemeinderat Matthias Vieweger (CSU) wurde nämlich mehrheitlich angenommen.

Sportvereine
einbinden

Matthias Vieweger hatte darin gefordert: Bitte keinen Schnellschuss, sondern „mögliche andere Aspekte in die Überlegung einbringen,“ wie beispielsweise den Standort für ein interkommunales Schulschwimmbad. Vieweger regte weiter an, einen Arbeitskreis mit Vertretern der Gemeindeverwaltung, des Gemeinderates, der Schule, der Planer und sportversierte Experten (unter anderem der TSV Bernau) einzuberufen. Auch sollte die Schulschwimmbad-Situation abgeklärt werden.

Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) machte geltend, dass „die Planung relativ knackig erfolgen“ müsste, auch hinsichtlich der Fördermittel. Vieweger regte an, die Gespräche bis zur kommenden Sitzung noch vor der Sommerpause zu führen und dann zu entscheiden. Auch das Gremium sollte sich darüber Gedanken machen. Eine gemeinschaftliche, also interkommunale Lösung, komme Bernau „nicht kostengünstig, aber kostengünstiger.“

Peter Pertl (CSU) fand den Antrag wenig zielführend. Es sei „schon sportlich, wenn wir die Turnhalle darstellen können.“ Der Gedanke interkommuales Schwimmbad sei „ok,“ aber müsse das zwingend in Bernau sein? Bürgermeisterin Biebl-Daiber verwies auf die Notwendigkeit einer Sporthalle. Sowohl die Turnhalle der Schule als auch die Mehrzweckhalle seien ausgelastet.

Auf Josef Genghammers (Grüne) Nachfragen erklärte Vieweger, dass ein Bad in der Nähe der Schule „kein Luxus, sondern wichtig, fein und sinnvoll“ sei. Josef Wörndl (CSU) hängte sich am Wort „sinnvoll“ auf. Den Punkt interkommunales Schwimmbad hätte man eher ansprechen sollen, das sei doch ein riesiges Projekt. Die Bürgermeisterin wollte dies nicht in Abrede stellen, fand es aber auch „sinnvoll“, Vereine bei diesen Planungen miteinzubeziehen.

Ulla Zeitlmann (Grüne) sah das ähnlich. Man sollte das ergebnisoffen diskutieren, aber eben auch die Haushaltslage im Auge behalten. Sie erkundigte sich nach dem Belegungsplan der Hallen. Dies habe man eigentlich schon im April besprochen, erklärte Biebl-Daiber. Eine Schulturnhalle sei notwendig, die zu erwartenden steigenden Schülerzahlen machten eine Dreizügigkeit nötig.

Entscheidung
verschoben

Sascha Klein (WMG) stellte einen Antrag zur Geschäftsordnung, die Debatte zu beenden. Mit 13:5 wurde dies angenommen. Der Antrag Viewegers, den Beschluss bezüglich Standort Kleinsporthalle zu verschieben, wurde mit 13:5 angenommen.

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