„Art Chiemsee“ zeigt internationale Meister

von Redaktion

Von Markus Lüpertz bis Damian Hirst – Ausstellung bis 21. September

Prien – Die „Art Chiemsee – Kunst am schönen Ort“ in der Galerie im Alten Rathaus in Prien ist eröffnet. Von einer „Sommerfrische der besonderen Art“ konnte man zwar mit Blick auf die hochsommerlichen Temperaturen nicht sprechen. Dafür aber von einer Werke-schau von internationalem Rang, die dank der Kooperation mit der Düsseldorfer Galerie „Geuer und Geuer“ zustande gekommen ist. Sie zeigt Exponate unter anderem von Markus Lüpertz, Jörg Immendorf, Damien Hirst und Gerhard Richter. Jedem Künstler wird ein eigener Raum gewidmet, in dem in filmische Kurzporträts deren jeweilige Arbeit erläutert wird.

Der Fokus wurde auf Stefan Szczesny gelegt, dessen großformatige, farbkräftige Gemälde im oberen Geschoss präsentiert werden. Sie feierten mit ihrer sinnlichen Malerei das Leben, das Licht und die Farbe, inspiriert von dem Lebensraum des Künstlers Saint-Tropez, wie die Kuratorin und Dritte Vorsitzende des Kulturfördervereins, Inge Fricke, in ihrer Einführung erläuterte. Die Ausstellung, die auch Werke von Tony Cragg, Bernar Venet, Sigmar Polke und Dieter Nuhr zeige, spanne einen Bogen über 50 Jahre Kunstgeschichte. Sie wolle inspirieren, berühren und nachdenklich machen. Durch die Vielzahl der Kunstschaffenden offenbare sie individuelle Handschriften, eigenwillige und kraftvolle Positionen, so Fricke. Wie Bürgermeister Andreas Friedrich zuvor sagte, repräsentiere die Auswahl das hohe künstlerische Niveau der Marktgemeinde. „Die Werke beeindrucken mit ihrer Wucht und Stärke.“ Man zeige nicht nur, wer, sondern auch wie Kunst entstehe, so das Gemeindeoberhaupt. Danach begann Inge Fricke einen Dialog mit dem Galeristen Dirk Geuer, der als Kurator viele namhafte Ausstellungen begleite und als „Kulturbotschafter des Vatikans“ gelte. Er kenne all die großen Künstler und gestalte weltweit Projekte mit ihnen. Vor Jahren habe er bereits die Werke des Schauspielers Armin Mueller-Stahl nach Prien gebracht. Wie Geuer erklärte, vermittle er Kunst gerne in kleine und mittlere Städte, weil sie dort anders gelebt würde als in Großstädten.

Zudem präsentiere er sie gern an ungewohnten Plätzen, so habe er die Fotos des Musikers Bryan Adams in einem Parkhaus gezeigt. Künstler wie der provozierende und polarisierende Gottfried Helnwein legten die Finger in Wunden – auch dafür sei Kunst da, so Geuer.

Inge Fricke betonte, dass alle Künstler der „Art Chiemsee“ Hochkaräter seien. Noch bis 21. September in der Galerie im Alten Rathaus. wp

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