Bernau – Einstimmig beschloss der Bernauer Gemeinderat, eine Schießstandanlage im zu erweiternden Gebäude der Feuerwehr nicht weiter zu verfolgen. Zuvor hatte Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie ausführlich erläutert. Der Rat habe gebeten zu überprüfen, ob ein Schießstand in den neuen Anbau des Feuerwehrgebäudes integriert werden kann. Baurechtlich bewertet, befindet sich das geplante Bauvorhaben innerhalb der Bauverbotszone entlang der Autobahn. „Eine Erweiterung auf weitere Nutzungen – wie eine Schießanlage – ist aktuell nicht gedeckt.“ Auch müsste dafür eventuell der Bebauungsplan geändert werden, „was einen längeren Verfahrensprozess mit sich bringt.“ Bezüglich der Gebäudemaße komme noch das Abstandsflächenproblem hinzu. Zudem würde mit einer Schießanlage die Lagerfläche der Feuerwehr eingeschränkt werden. Auch sei weder der erforderliche Stellplatznachweis möglich, noch könne man unterkellern. Die Bruttokosten beliefen sich bei 425 Quadratmeter Fläche und einer Wandhöhe von 2,80 Metern auf 900000 Euro. Fazit: Vom Einbau einer Schießstandanlage in die Erweiterung des Feuerwehrgebäudes Bernau sei abzuraten. Eine Umsetzung sei weder wirtschaftlich noch planerisch zu empfehlen. Wilhelm Schellmoser (BL) bedankte sich, dass sich die Verwaltung dazu viele Gedanken gemacht habe. Auch Franz Schnaiter (CSU) bedankte sich für das Durchkalkulieren. Man habe schon geahnt, dass es mit den Stellplätzen schwierig werde. Dem Beschlussvorschlag, die Unterbringung der Schießstände im Zuge der Erweiterung des FFW-Hauses nicht weiter zu verfolgen, schloss sich das Gremium einstimmig an.