Inzell – Die Inzeller Bauernbühne präsentiert ihr neues Stück auf der Freilichtbühne hinter dem Eisstadion. Auf dem Programm steht „Glaub’s oder glaub’s ned“, eine Komödie von Alfred Högerle in drei Akten. Die Laienschauspieler freuen sich auf viele interessierte Besucher und Theaterfreunde und fiebern der Premiere entgegen.
In dieser himmlisch-lustigen Komödie kommt der Spaß sicher nicht zu kurz. Bauer Sepp Stemmer (Quirin Scheurl) ist in der Gemeinde ein allseits bekannter Ruach und Prozesshansel, weshalb niemand mehr etwas mit ihm zu tun haben möchte. Sogar seine Ehefrau Rosi (Gabi Steinbacher) und Tochter Vroni (Lena Schwabl) sind mit seinem Verhalten zusehends nicht mehr einverstanden. Lediglich sein einziger noch verbliebener Freund Toni Eppsteiner (Gerhard Huber) ist ihm noch wohlgesonnen. Doch als dieser erfährt, dass auch er von Sepp betrogen wurde, ändert sich das schlagartig. Er ist hochgradig erbost und spart nicht mit Beschimpfungen gegenüber seinem einstigen Spezl. Er wünscht ihm sogar lautstark, dass ihn der Teufel holen möge. Eine Aussage, die weitreichende Folgen haben sollte. Moni Eppsteiner (Julia Mayer), die Frau von Toni und eine gute Bekannte der Familie, versucht zu retten, was noch zu retten ist.
Der Wunsch, dass der Teufel ihn holen möge, bleibt an oberster und unterster Stelle nicht ungehört, und bald kämpfen Himmel und Hölle um die Seele des Stemmerbauern. Das sollte sich als schwierige Aufgabe für den Boandlkramer (Thomas Kirmse) herausstellen, der bei aller Abwägung letztlich nicht weiß, wohin er den Sepp Stemmer befördern soll. Sein Transportmittel ist dabei kein Pferd mit Kutsche, sondern etwas moderner. Als Gegenspieler tritt Beelzebub, der leibhaftige Teufel (Andi Holzner), in Szene, der dem Sepp ein verlockendes Angebot macht. Drei Tage hat er nun Zeit, seine „dreckige und verseuchte Seele“ zu retten. Beim Besuch des Stemmer Bauern hinterlässt er starken Schwefelgeruch, der laut seiner Aussage auch dem „Zinken deiner Oidn“ nicht verborgen bleibt.
Bürgermeisterin Ehrlich, gespielt von Michaela Zenz, muss sich rechtfertigen, warum ausgerechnet der Stemmer Sepp das Grundstück erhalten hat und nicht der Eppsteiner Toni. Beelzebub erhält keine angemessene Antwort, und so gestaltet sich die Abwicklung keineswegs plausibel.
Stefan Kecht als Gott mit der weisen Stimme von „oben“ und Steffi Dölp als Erzengel Michaela wollen ihren Teil zum guten Ende beitragen, doch ob das so eintritt, davon kann sich jeder selbst überzeugen.
Die Inzeller Bauernbühne spielt das Stück „Glaub’s oder glaub’s ned“ in drei Akten in einer passenden Kulisse auf der Freilichtbühne in Inzell und freut sich auf zahlreiche Besucher! Das Stück dreht sich um himmlische und höllische Ereignisse, wobei ein Charakter den Teufel heraufbeschwört, was zu ungeplanten und interessanten Verwicklungen führt. Edi Holzner führt Regie in dieser Komödie und die Techniker Martin und Matthias Wellinger, Andi Hunklinger und Simon Kirmse sorgen für die notwendigen Musik- und Lichteffekte. Für die Maske ist Sofia Kötzinger zuständig und als Souffleuse fungiert Magdalena Huber.
Premiere ist am heutigen Donnerstag um 20 Uhr auf der Freilichtbühne. Weitere Termine sind am Freitag, 4. Juli, 10., 11., 17., 18. und 24. Juli sowie am 1. und 2. August. Einlass ist jeweils um 19 Uhr, und der Beginn ist für 20 Uhr angesetzt. Die Aufführungen finden nur bei schönem Wetter statt.
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