Thoma-Gymnasium hilft der Umwelt

von Redaktion

LTG will „Klimaschule Bayern“ werden – Bewerbungsprozess hat begonnen

Prien – „Klimaschule Bayern“– ein hehrer Titel, der den Verantwortlichen einiges abverlangt. Das Ludwig-Thoma-Gymnasium (LTG) in Prien hat sich diesem Ziel verschrieben und auf den Weg gemacht, um „Klimaschule Bayern“ zu werden.

Mehrere Monate
Vorbereitung

Wie Nikolaus Vogl, Mathe- und Physiklehrer am LTG und Mitinitiator des Projekts, erzählt, fiel der grundsätzliche Beschluss hierzu schon vor über einem Jahr. Nach mehreren Monaten der Vorbereitung startete nach den Pfingstferien der offizielle Startschuss für den Bewerbungsprozess. Es gab die Radl-Aktionswoche, bei der die Schüler, Lehrkräfte und Sekretärinnen gebeten wurden, soweit möglich mit dem Fahrrad in die Schule zu kommen. Nicht immer einfach, gibt Vogl im Nachgang zu, denn das LTG ist eine Landschule. Heißt, viele Mitglieder der LTG-Schulfamilie wohnen abgelegen beziehungsweise weit weg, und es gibt oft zu wenig Fahrradwege, um gut und sicher frühmorgens in die Schule und mittags wieder heimzukommen. Die Radl-Aktionswoche war integriert in das Projekt Stadtradeln der Marktgemeinde Prien. Noch läuft die Auswertung: „Ob wir als LTG-Schulfamilie auf den vorderen Rängen liegen“, könne er nicht abschließend sagen, so Mathe- und Physiklehrer Vogl.

Das Motto „Verkehr und Mobilität“ lässt sich einerseits gut in den Unterricht einbauen, und andererseits kommen da so einige auf dem Drahtesel erstrampelte Kilometer zusammen, sagt Vogl. Zudem bekamen die Schüler der siebten Jahrgangsstufe ein Fahrradtraining auf einem Parcours hinter dem Charivari-Parkplatz und die Elftklässler kamen in den Genuss eines Vortrags von Professor Christian Holler über die Energiewende. Ein sehr interessantes Thema, waren sich alle Zuhörer einig, „und für uns als LTG ein gutes Aushängeschild“, merkt Vogl an, ist doch Professor Holler ein ehemaliger LTG-Schüler.

Demnächst gibt es auch die vollständige CO2-Bilanz der Schule, auf deren Basis die Schulfamilie, also ein Team aus Vertretern der Lehrkräfte, Schüler und Eltern, dann im Herbst einen individuellen Klimaschutzplan entwerfen werden. „Dazu werden wir Handlungsfelder erarbeiten, die wir konkret an unserer Schule anwenden können.“ Sei es, um in der Mensa gesunde Ernährung anzubieten, den Papierkonsum zu reduzieren oder den generellen Erdöl-/Heizungsbedarf und den Stromverbrauch zu drosseln. Auch gebe es viele Möglichkeiten rund um das Thema Mobilität, wie beispielsweise nachhaltige Klassenfahrten. Ziel ist letztlich die sukzessive Implementierung von Maßnahmen zur Einsparung von Klimagasen.

Der Weg
ist das Ziel

„Ganz CO2-frei wird es nie gehen“, gibt Vogl zu. Aber weitestgehend treibhausgasfrei werden, das sollte doch zu schaffen sein. Wenn alles klappt, wäre man im Chiemgau eine der ersten allgemeinbildenden Schulen auf diesem Weg. Das Inntal-Gymnasium Raubling ist bereits zertifizierte Klimaschule Bayern.

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