Gstadt plant Investitionen von über 14,5 Millionen Euro bis 2028

von Redaktion

Räte beschließen Haushaltssatzung 2025 einstimmig – Ausgaben für Breitbandausbau, Infrastruktur und Feuerwehr fixiert

Gstadt – Einstimmig beschloss der Gemeinderat von Gstadt in seiner jüngsten Sitzung die Haushaltssatzung 2025 mit einem 7,542 Millionen Euro schweren Haushalt. Heuer sollen sich Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt auf 4,8 Millionen Euro (gut 436000 Euro weniger als das Ergebnis im Vorjahr) belaufen, der Vermögenshaushalt weist mit 2,67 Millionen Euro eine Mehrung von knapp 500000 Euro gegenüber dem Vorjahresergebnis auf.

Der Finanzausschuss habe schon vorab ausgiebig alle Zahlen besprochen, merkte Kämmerer Karl-Heinz Heitauer an. Dennoch wolle er einige Eckpunkte der Finanzplanung auflisten. Heuer und im kommenden Jahr ist ein gleichmäßiges Gewerbesteueraufkommen von jährlich 1,5 Millionen Euro (im Vorjahr zwei Millionen Euro) angesetzt, an Kreisumlage jeweils 1,2 Millionen Euro. In 2024 machte letztere über 2,2, Millionen Euro aus, was der Gewerbesteuerentwicklung geschuldet war.

Sehr hohe
Personalkosten

Aus Rücklagen an Haushaltsresten sind 3,3 Millionen Euro zu verzeichnen, dazu kommt noch ein Sollüberschuss in Höhe von 161000 Euro. Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt stechen die Personalausgaben in Höhe von 520000 Euro ins Auge: 153000 Euro mehr als im Vorjahr. An Verwaltungsumlage sind an die Verwaltungsgemeinschaft 624000 Euro zu entrichten. Die Umlage für die Grundschule beträgt 69000 Euro und die an das Kinderhaus 336000 Euro. Weitaus weniger als im Vorjahr, „weil es weniger Kinder sind“.

Was die Investitionen betrifft, so habe die Gemeinde einiges vor, so der Kämmerer. Mittels eines Kreisdiagramms zeigte Heitauer auf, wohin die meisten Investitionen fließen: 22 Prozent in den Breitbandausbau, auch wenn hier bis zu 90 Prozent gefördert werden, 14 Prozent in die Abwasserbeseitigung und 21 Prozent in das Mehrzweckgebäude am Dorfplatz.

Heitauer ging dann näher auf die Projektliste Investitionen ein. Für die Gebäude der FFW allein sind heuer 210000 Euro eingeplant, dazu kommen noch 80000 Euro für die Ausstattung, 5000 Euro für den Tiefbau Hydranten und 10000 Euro den Tiefbau Löschwasserversorgung Außenbereiche. 400000 Euro sind für den Tiefbau Wegesanierungen vorgesehen und 100000 Euro für die Sanierung von Wasserleitungen. Dazu noch die Sanierung der Regenwasserkanäle, die mit 300000 Euro angesetzt sind. Beim Hochbau Dorfmitte fallen 500000 Euro an, ebenso beim Breitbandausbau. Noch laufe die europaweite Ausschreibung des zweiten Bauabschnitts für Gstadt und weitere Außenbereiche, informierte Heitauer das Gremium. Im ersten Bauabschnitt ab Mitte 2026 werden die Ortsteile Gollenshausen, Lienzing und Söll bedacht. Der Bauhof braucht langfristig ein neues Fahrzeug beziehungsweise eine Ersatzbeschaffung. Hier sind in der Finanzplanung bis 2028 120000 Euro einkalkuliert. Alles in allem werden sich die Investitionen heuer auf gut 2,6 Millionen Euro belaufen, vorausschauend bis 2028 sind ingesamt über 14,5 Millionen Euro verplant. Aber: „Wir haben 3,3 Millionen Euro an Haushaltsresten angespart.“

Anhebung
der Grundsteuern

Die Grundsteuer A ist mit 350 v. H. und die Grundsteuer B mit 250 v. H. festgesetzt. Die Anhebung wurde im Oktober vergangenen Jahres beschlossen, erinnerte Heitauer das Gremium. Die Gewerbesteuer hingegen bleibt unverändert bei 320 v. H. Ehe Heitauer über die Haushaltssatzung abstimmen ließ, bedankte sich Bürgermeister Bernhard Hainz (FWG) für die „umsichtig aufgestellte und eindringlich erklärte Haushaltsplanung.“ Hainz betonte: „Wir machen keine Luftschlösser.“

Vonseiten des Gemeinderates kamen keine Nachfragen. Ein Umstand, den Hainz der verständlichen Ausführung und der Vorbereitung im Finanzausschuss zuschrieb. Vorbehaltlich einer etwa erforderlichen Genehmigung durch die Rechtsaufsichtsbehörde sollen die Haushaltssatzung erlassen und der Haushaltsplan mit den darin enthaltenen Ansätzen und Abschlussziffern aufgestellt werden. Der Haushaltssatzung stimmte daraufhin das Gremium geschlossen zu. Ebenso erteilten die Gemeinderäte dem Finanzplan und Investitionsprogramm mit 13:0 ihre Zustimmung.elk

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