Traunstein feiert sich und seine Gäste

von Redaktion

650 Jahre Stadtrechte – Tausende Besucher bei prächtigem Festzug und Partymeile

Traunstein – Wenn ein Schwertertänzer zusammen mit einem Schäffler ein Bier trinkt und die Faschingsprinzessin zusammen mit dem Trachtendirndl einen Eiskaffee schlürft, dann muss schon ein besonderer Tag sein. Genau genommen sind es sogar drei besondere Tage in der Großen Kreisstadt. Anlässlich der Feierlichkeiten rund um das 650. Jubiläum zur Verleihung der Stadtrechte fand am Samstag ein farbenprächtiger Festzug der Vereine statt, ehe der Tag den Max- und Stadtplatz zu einer großen Feier- und Partyzone verwandelte. Tausende Besucher nutzten über den Tag verteilt das breite Angebot und feierten ein ausgelassenes und entspanntes Stadtfest.

In den Vormittagsstunden formierte sich am Salinenpark ein Festzug der heimischen Vereine. Rund 600 Menschen in prächtigen Gewändern und Kostümen beteiligten sich an einem farbenfrohen und bunten Festzug, der über den Salinenberg durch den Stadtpark bis zum Maxplatz führte. Dort löste sich der Festzug auf und der Tag mündete in einem großen Fest. Entlang der Zugstrecke spendeten viele Zuschauer reichlich Applaus.

„Haslacher“ kamen
mit Motivwagen

Angeführt wurde der Zug von den Vorreitern der Polizei sowie der Stadt sowie einem historischen Fahrzeug der Reservisten. Gleich im Anschluss marschierte die Stadtmusik Traunstein gefolgt von den Reitern des St.-Georgs-Vereins sowie deren Mitglieder und den Traunsteiner Schäfflern. Mächtig herausgeputzt hatten sich die „Haslacher Ortsvereine“ und sogar einen Motivwagen aufgebaut, der auch ein Modell der Haslacher Kirche mitgeführt hat. Dabei schlüpften beispielsweise manche Feuerwehrler, passend zum Anlass, in eine historische Uniform.

Die beiden stellvertretenden Bürgermeister Burgi Mörtl-Körner und Josef Kaiser nahmen zusammen mit dem Stadtoberhaupt Dr. Christian Hümmer samt Gattin Veronika in einer der beiden Ehrenkutschen Platz. In der zweiten Kutsche saßen die Mitglieder des Festausschusses Rolf Wassermann, Albert Rosenegger, Stefan Schuch und Simon Schreiber.

Drei Musikkapellen
führten die Züge an

Ein prächtiges Bild ergaben auch die Mitglieder der Trachtenvereine vom Hochberg sowie aus Rettenbach und Traunstein. Der zweite Zug wurde von der Musikkapelle Surberg-Lauter angeführt, gefolgt von den Mitgliedern des Turnvereins und der DJK Traunstein, dem FC Bayern-Fanclub, dem Skate- und Skiclub, der Veitsgroma Zunft und den Faschingsfreunden Blau Weiss Kammer, dem Gehörlosenverein, einer Abordnung des Schützenvereins Kammer-Rettenbach sowie der Krieger- und Soldatenkameradschaft Kammer.

Die Musiker der Blaskapelle aus Traunwalchen führten die Mitglieder der Gebirgsschützen sowie der Reservisten und der Marinekameradschaft durch die Stadt. Angeschlossen hatten sich auch die Fahnenabordnungen der Feuerwehren aus Traunstein und Kammer sowie die Theaterleute des Historienspiels „Richarda – Der gute Weg in die Zukunft“ in ihren prächtigen Gewändern. Nicht weniger „prachtvoll gewandet“ folgten die Mitglieder des Historischen Vereins, die keine Kosten und Mühen gescheut hatten und sogar mit einem eigenen Festwagen den krönenden Abschluss des Festzuges bildeten.

In seiner kurzen Festansprache auf der Bühne am Maxplatz brachte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer seine Freude über dieses schöne Fest zu Ausdruck: „Ich danke allen die sich über Monate hinweg für das Festwochenende eingesetzt haben. Lasst uns dieses große Jubiläum mit einem gemeinsamen Fest feiern.“ Einen ausdrücklichen Dank richtete er an die Feuerwehren und Sicherheitskräfte, die im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf sorgten.

Anschließend folgte ein Platzkonzert der Musikkapellen, die gemeinsam für Stimmung sorgten. Zahlreiche Vereine aus den Ortsteilen Haslach, Hochberg, Kammer, Wolkersdorf sowie aus der Kernstadt beteiligten an den Feierlichkeiten in der Innenstadt und sorgten mit viel Kreativität und Ideenreichtum für ein ebenso interessantes wie abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Die Gebirgsschützen haben zum Auftakt der Feierlichkeiten einen „dreifachen Ehrensalut“ am Stadtplatz abgefeuert.

Das Programm am Maxplatz konnte sich wirklich sehen lassen. Ein breites Angebot für die ganze Familie, angefangen beim Kinderschminken über eine Hüpfburg bis hin zu sportlichen Angeboten wie das Zielwerfen mit einem Handball, ein Basketballfeld oder die Möglichkeit mit dem Skateboard in einer Halfpipe zu fahren beziehungsweise die Zielsicherheit mit einem Lasergewehr zu testen, sorgte für regen Zuspruch.

Hoch hinaus ging es bei den Mitgliedern der Bergwacht, die mit einer mobilen Kletterwand für Aufsehen sorgten. Am Stand der DLRG ging es ebenfalls hoch hinaus. Unzählige Bierkistenkraxler stapelten Kiste für Kiste dem Himmel entgegen und wurden mit einem großartigen Blick über das Treiben am Maxplatz belohnt. Bei den sommerlichen Temperaturen war insbesondere bei den kleinen Besuchern der neue Brunnen ein Anziehungspunkt. Reges Treiben herrschte auch an den Infoständen der Polizei und bei den Reservisten.

Vom „Grillburger“ bis
zum „Kuchenbuffet“

An verschiedenen Ständen wurde Essen und Getränke angeboten. Insbesondere mittags und in späten Nachmittagsstunden herrschte am Maxplatz reges Treiben und viele Gäste saßen gemütlich an den Biertischen zusammen.

Begleitet wurde der Tag am Maxplatz von Auftritten der CHG Big Band, einem Auftritt der Trachtenvereine, von „Top Sounds“, der Stadtmusik Traunstein sowie durch Auftritte von Volksmusikgruppen der Musikschule. In der Höllgasse hatte unterdessen die Gebirgsschützenkompanie zum Musikfest mit der Blaskapelle Traunwalchen und den „Pechschnoad Buam“ geladen.

Drei Bands auf der
Bühne am Stadtplatz

Auf der großen Konzertbühne am Stadtplatz sorgten die Bands „Superbock“ und „Social Disdance“ in den Nachmittagsstunden für Stimmung. Ehe in den Abendstunden die Musiker von „Orange Club“ die Bühne betraten. Der wunderbare Sommerabend tat dazu sein Übriges und die Stadtplatz war bis spätabends richtig gut gefüllt.

Zahlreiche Helfer der Feuerwehren Traunstein, Haslach, Hochberg, Kammer und Wolkersdorf kümmerten sich zusammen mit einigen Polizeibeamten und Mitarbeitern des städtischen Bauhofs um die Verkehrsabsicherung. Etwa zehn Aktive des Bayerischen Roten Kreuzes waren vor Ort. Sie mussten bis in die Abendstunden nur wenige Male bei kleineren Versorgungen tätig werden.

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