Historienspiel über Richarda von Jülich feiert Premiere in Traunstein

von Redaktion

Freiluft-Historienspiel „Richarda – Der gute Weg in die Zukunft“ startet am 10. Juli im Innenhof des Landratsamtes Traunstein

Traunstein Die Proben für das aufwendige Historienspiel „Richarda – Der gute Weg in die Zukunft“ laufen auf Hochtouren. Mehr als 100 Beteiligte, darunter auch 60 Laienschauspieler und Komparsen mit 30 Sprechrollen, bereiten sich auf die Premiere am Donnerstag, 10. Juli, um 20 Uhr im Innenhof des Landratsamtes vor. Regisseur Franz-Josef Fuchs von der „Kulturfabrik Nuts“ spricht von einer Herausforderung, alle auf eine Linie zu bringen. Insgesamt folgen bis zum 27. Juli sieben weitere Aufführungen.

Das Stück von Albert Rosenegger ist ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr „650 Jahre Stadtrechte“ in Traunstein. Der Historiker und Autor Rosenegger hat eine Urkunde von 1359 aus dem Stadtarchiv als Grundlage gewählt und mit Richarda von Jülich eine bisher wenig bekannte historische Persönlichkeit zur Hauptfigur gemacht. Richarda setzte sich maßgeblich dafür ein, dass Traunstein von den Salzrechten profitierte und so zu Wohlstand gelangte. 1314 geboren, heiratete Richarda auf Betreiben von Kaiser Ludwig IV. („der Bayer“) den niederbayerischen Herzog Otto IV. Nach dem frühen Tod ihres Ehemannes musste sie nach Traunstein in die Burg der Wittelsbacher übersiedeln, wo sie sich für die Belange der Bürger engagierte. 1359 erreichte sie, dass Herzog Stephan II. der Stadt die Salzrechte bestätigte – ein Meilenstein auf dem Weg zur Stadtwerdung Traunsteins. Auch die Pestepidemien des 14. Jahrhunderts spielen im Stück eine Rolle. Gesundbeterinnen und der Sensenmann sorgen für dramatische Momente, ergänzt durch Tanzeinlagen einer jungen Tänzerin. Weitere Aufführungen finden am 11., 12., 13., 18., 20. und 25. Juli jeweils um 20 Uhr statt. Karten gibt es bei der „Kulturfabrik Nuts“, bei Uhren-Schmuck Konarski und am Kiosk am Maxplatz. eff

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