Schleching investiert in Betreuung

von Redaktion

Gemeinderäte befassen sich mit Defizitübernahme, neuen Sirenen und Nahwärmeplänen

Schleching – Nachdem der Gemeinderat über die geplante Umsetzung der Mittagsbetreuung im Kindergarten im Mai informiert wurde, fand ein gemeinsamer Termin mit Awo-Geschäftsführer für den Kreis Traunstein, Kai Wagner, Stefanie Pfau vom Kindergarten, der Verwaltung und vielen interessierten Eltern statt.

In der jüngsten Sitzung wurden die Elternbeiträge für die Mittagbetreuung bestimmt. Es gibt zwei Möglichkeiten: einmal für die kurze Buchungszeit bis 14 Uhr für 85 Euro und die verlängerte Zeit bis 16 Uhr für 127 Euro monatlich. Das dabei zu erwartende Defizit bis Juli 2026 beträgt voraussichtlich 70695 Euro und wird zu 100 Prozent von der Gemeinde übernommen.

Gemeinde
übernimmt Defizit

Vorgeschrieben sind mindestens zwölf Kinder für die Betreuung, um in den Genuss von staatlichen Förderungen zu kommen. Derzeit liegen die Fördermittel für das Schuljahr 2025/2026 für eine Kurzgruppe bei 4456 Euro und für eine lange Buchungszeit bei 9548 Euro. Der Gemeinderat erklärte sich einstimmig damit einverstanden. Die Montage eines Gartenzauns für die Betreuung der Kindergartenkinder der Mittagsbetreuung ist nötig sowie die Anlage der Grünfläche. Nach Prüfung wurde das Angebot in Höhe von rund 8000 Euro brutto als das Wirtschaftlichste angesehen. Ursprünglich waren hier 31000 Euro veranschlagt, was jedoch auch Spielgeräte inkludierte, die aber aufgrund der Nähe zum Spielplatz der Schule und des Sportplatzes als nicht nötig angesehen wurden.

In Schleching wurden Mitte Juni die alten Sirenen auf den Dächern demontiert und die neuen digitalen Sirenen errichtet, berichtete Johanna Detsch von der Verwaltung. Kurz danach wurde ein Probealarm gestartet, die Töne sind etwas anders als gewohnt. Alle drei Sirenen sind funktionsfähig und einsatzbereit. Die Erneuerung war in Bezug auf die Abschaltung des analogen Funks zum Ende Juni notwendig. Die Standorte haben sich im Zuge der Erneuerung ebenfalls geändert. Der Standort an der Grundschule ist geblieben, im Ortsteil Mühlau wurde die Sirene auf das Feuerwehrhaus versetzt und in Ettenhausen in die Dorfmitte auf ein privates Hausdach. In Raiten gibt es keine Sirene, da sich kein Standort finden ließ.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt „Erbbaurechtsvertrag für die Nahwärmeversorgung Ettenhausen eG“ wurde zum Teil öffentlich behandelt. Für die Vertragsdetails wurde jeweils die Nichtöffentlichkeit hergestellt.

Die Nahwärmeversorgung Ettenhausen eG möchte auf einem gemeindlichen Grundstück (Natterzagl) ein Heizkraftwerk errichten und den Ortsteil Ettenhausen mit Wärme versorgen. Johanna Detsch hatte noch einmal alle Beschlüsse des Rates im Vorfeld seit November 2022 bis heute aufbereitet und vorgelegt. Der aktuelle Stand ist, dass das Heizkraftwerk genehmigungsfähig ist und der Grund der Gemeinde mittels eines Erbbaurechtsvertrages geregelt wird. Für den Leitungsbau der Wärmeleitung in den gemeindlichen Straßen wird ein Konzessionsvertrag abgeschlossen. Die Bestellung des Erbbaurechts wird auf 66 Jahre festgelegt. Eine Bauverpflichtung besteht innerhalb der nächsten sieben Jahre sowie die Unterhaltsverpflichtung.

Johanna Detsch führte ausführlich die vielen Verpflichtungen auf, die mit diesen Verträgen verbunden sind, sowie den Erbbauzins (nicht öffentlich), die Dienstbarkeiten, Ausgleichsflächen und Rückbauverpflichtung.

Die Gesellschaftsform der Nahwärmeversorgung Ettenhausen ist eine Genossenschaft. Die Gemeinde hat einen Genossenschaftsanteil mit einer Einlage von 3000 Euro und einen Sitz im Aufsichtsrat. Die Gemeinderäte nahmen von den Ausführungen der Verwaltung Kenntnis und bestätigten alle bereits gefassten Beschlüsse. Dem Erbbaurechtsvertrag inklusive Konzessionsvertrag und allen nötigen Verpflichtungen wurde einstimmig zugestimmt.

„Wohnen im Alter“
ist beendet

Am Ende der Sitzung informierte der Geschäftsleiter Marin Plenk, dass das Projekt „Wohnen im Alter“ nicht weiter verfolgt wird, zumal das beabsichtigte Grundstück nun nicht mehr zur Verfügung steht.

Außerdem berichtete er von Felsausbrüchen bei der Zufahrt zur Streichenkirche, hier wurde ein Geologe beauftragt, eine professionelle Felsreinigung für 5000 Euro wird durchgeführt.

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