Prien – 27 Teams hatten sich angemeldet, und das Radkriterium des Radfahrvereins Prien mit Frühschoppen bildete einen passenden Rahmen für die Prämierung. Seit einigen Jahren, seit Beginn seiner Amtszeit, radle Prien mit, so Bürgermeister Andreas Friedrich bei seiner Begrüßung, und dieses Jahr auch mit Werbeunterstützung durch den Tourismusbereich und die beiden Priener Radverkehrsbeauftragten August Pflugfelder und Maximilian Kölbl.
Motivierte
Bürger
Seit vergangenen November sind beide im Amt und hatten einen sehr positiven Eindruck von der Organisation und wie die Aktion von den Bürgern angenommen wurde. Den Aufruf an alle Bürger, mitzumachen, unterstrich Kölbl mit seiner Erfahrung, durch die Nutzung der App viel gelernt zu haben. Man könne seine Wege besser nachvollziehen, sich hinterfragen und motivieren, „doch öfter mal auf’s Radl zu steigen“.
Dieses Vorhaben hatten dieses Mal auch schon 15 Mitarbeiter aus dem Rathaus in die Tat umgesetzt. 253 Fahrten mit insgesamt 2235 Kilometern wurden registriert, „ein Zeichen, dass man Alltagstrecken auch mit dem Rad zurücklegen kann“, so Bürgermeister Andreas Friedrich. Für den Sieg reichte diese Leistung allerdings für das Rathaus-Team nicht, auch wenn die Fahrleistung aufgrund von geringerer Wettbewerbsverzerrung mit mehr pro Team, sondern pro Kopf gewertet wurde. Das Nachsehen hatte dadurch vor allem das LTG, das mit seiner enormen Schülerzahl und dementsprechend vielen geradelten Kilometern immer ganz vorne zu finden war.
Am ersten Platz änderte die Modusänderung aber nichts. Den Sieg holte sich wieder der Priener Radfahrverein mit insgesamt 15000 geradelten Kilometern, das waren 620 Kilometer pro Kopf. Bei der Übergabe der Siegerprämie, einem Scheck über 500 Euro, meinte Vorstand Winfried Kober mit Augenzwinkern zwar, dass da vielleicht auch ein paar Trainingskilometer dabei sein könnten, was aber die Leistung nicht schmälern soll. Kober an alle: Man könne ja auch Mitglied beim RfV werden.
Eine hervorragende Leistung lieferte ein Duo, das Team Leonie mit 379 Kilometern pro Kopf. Damit sicherten sich Martina Sänger-Seiffer und Markus Seiffer den zweiten Platz und die Prämie von 300 Euro. Mit 355 geradelten Kilometern pro Kopf erreichte der TuS Prien den dritten Platz, für den Josefine Hobmaier einen Scheck über 200 Euro in Empfang nehmen konnte.
Passend zu dem Thema gab es am Nachmittag noch eine Podiumsdiskussion zum Thema Fahrradstraßen mit Bürgermeister Andreas Friedrich und seinem Amtskollegen aus Kolbermoor, Peter Kloo. Die Stadt Kolbermoor hatte vergangenes Jahr die erste Fahrradstraße eröffnet.