Heinrich Plenk als Gemeinderat vereidigt

von Redaktion

Bauanträge in Inzell positiv beschieden – Jahresrechnung 2024 erstellt

Inzell – In der Gemeinde Inzell gibt es schon wieder einen neuen Gemeinderat, der nun in der Gemeinderatssitzung vereidigt wurde. Weitere Themen in der Sitzung waren einige Bauanträge.

Erster Punkt auf der Tagesordnung war das Ausscheiden von Annette Schneider (CSU) aus dem Gemeinderat. Ein Nachrücker für die nächsten Monate im Inzeller Gemeinderat ist notwendig. Nach dem Wahlergebnis von 2020 war erster Listennachfolger Heinrich Plenk, der sich bereit erklärt hat, das Amt anzutreten. Der Gemeinderat nahm die Amtsniederlegung von Annette Schneider zur Kenntnis und sprach sich einstimmig für Heinrich Plenk aus, der mit sofortiger Wirkung in den Gemeinderat nachrückte. Daraufhin wurde er von Bürgermeister Michael Lorenz vereidigt.

Petra Maier spricht
nun für CSU-Fraktion

Schneider hatte auch das Amt der Fraktionssprecherin der CSU-Fraktion bekleidet. Diese Funktion wird fortan Petra Maier übernehmen. Eine Nachfolge in der Arbeitsgruppe Badepark wird es keine geben, da das neue Hallenbad zeitnah fertiggestellt werden sollte. Als Nachfolger von Annette Schneider in der Arbeitsgruppe Max-Aicher-Arena wurde einstimmig Heini Plenk benannt.

Der nächste Punkt war die Rechnungslegung für das Haushaltsjahr 2024 mit der Vorlage der Jahresrechnung und des Rechenschaftsberichts. Die Jahresrechnung für 2024 wurde von Kämmerin Maria Hardt erstellt und dem Gemeinderat zur Kenntnis vorgelegt. Der Gemeinderat beauftragte den Rechnungsprüfungsausschuss mit Vorsitzendem Sepp Rieder (SPD) mit der Durchführung der örtlichen Rechnungsprüfung. Diese ist innerhalb von zwölf Monaten nach Ablauf des Haushaltsjahres durchzuführen. Erst nach Durchführung der Prüfung kann die Feststellung des Rechnungsergebnisses durch den Gemeinderat erfolgen.

Zu behandeln war weiter ein Bauantrag zum Anbau einer zusätzlichen Wohneinheit durch Abbruch eines Garagenanbaus und dem Neubau eines Carports in der Kreuzbaumstraße 35. Angrenzend an das bestehende Gebäude soll ein Anbau für eine zusätzliche Wohneinheit entstehen. Der First des Anbaus ist circa 1,05 Meter höher als der First des Bestands, fügt sich aber in die umliegende Bebauung ein.

Der neue Anbau hat eine Grundfläche von 10,20 mal 9,65 Metern. Dabei soll ein Teil des Altbaus von der neuen Wohneinheit genutzt werden. Das Grundstück in der Kreuzbaumstraße ist bereits voll erschlossen. Auf dem Grundstück verläuft allerdings ein privater Regenwasserkanal unterhalb des geplanten Anbaus/Keller. Dies ist bei den Baumaßnahmen zu berücksichtigen und eine Überbauung ist nicht möglich. Der Regenwasserkanal muss auf eigene Kosten verlegt werden. Die Gemeinderäte waren geschlossen für den vorgelegten Bauantrag.

Nächster Bauantrag war die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit sieben Wohneinheiten sowie zehn Stellplätzen in der Adlgasser Straße 12. Das Grundstück liegt in einem Mischgebiet und in diesem sind auch Wohngebäude zulässig. Ein geplantes Müll- und Fahrradhaus soll aufgrund des Gehweges auf die Ostseite des Grundstücks verlegt werden. Grund dafür ist hier das Sichtfeld, wenn man von der Fritz-Gastager-Straße in die Adlgasser Straße einbiegt. Zudem führt der Geh- und Radweg direkt dort vorbei und könnte Verkehrsteilnehmer einschränken. Einstimmig segnete das Gremium den Bauantrag ab.

Ein Antrag auf Vorbescheid war der nächste Punkt auf der Tagesordnung. Hierbei geht es um den Abbruch der Garage und Bau eines Tiny House in der Schmelzer Straße 101. Der Bauherr plant, die Fertiggarage auf dem Parkplatz neben dem Wohngebäude zu entfernen, um dort anschließend ein Tiny House aufzustellen. Das Tiny House hat eine geplante Abmessung von acht mal drei Metern und soll 3,8 Meter hoch sein. Dieses Tiny House kann an den bestehenden Wasser- und Kanalanschluss angeschlossen werden. Das Grundstück liegt in einem Allgemeinen Wohngebiet und daher ist die geplante Maßnahme auch zulässig. Das Niederschlagswasser muss auf dem Baugrundstück versickern.

Hochwasserrisiko
auf eigene Gefahr

Hinsichtlich des Hochwasserschutzes übernimmt die Gemeinde Inzell keine Verantwortung. Die Errichtung eines neuen Wohnhauses liegt alleine im Risikobereich des Antragstellers. Dies ist auch in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt als Fachbehörden so zu handhaben. Ohne Gegenstimme billigte der Gemeinderat diesen Antrag auf Vorbescheid.

Rainer Tobsch (Bürger für Inzell) monierte den schlechten Straßenzustand in Breitmoos. Bürgermeister Lorenz berichtete, dass es bereits mehrere Gespräche diesbezüglich gegeben haben und Lösungen auch bezüglich des Regenwasserabflusses gesucht werden.

Rückblickend zog Michael Lorenz ein sehr positives Resümee hinsichtlich des Ehrungsabends für die Bürger mit Verleihung der Bürgermedaille, Ehrenamtsmedaille und Ehrung der erfolgreichen Sportler. „Es war richtig schee mit emotionalen Momenten und sehr persönlich mit einer besonderen Wertschätzung an alle Preisträger.“

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