Chiemsee/Frauenchiemsee – Für Frühaufsteher und auch für die Insulaner selbst war auch heuer wieder der Festtag zu Ehren der Seligen Irmengard von Frauenchiemsee ein besonderer Festtag. Das Irmengardfest begann mit einem feierlichen Festzug, voran mit der Stadtkapelle Wasserburg sowie mit den Abordnungen der Gebirgsschützenkompanien von Bad Endorf und Wössen sowie mit den Mitgliedern des Konvents der Benediktinerinnen und des kirchlichen Dienstes. Höhepunkt war der Festgottesdienst im Münster von Frauenwörth.
Gäste willkommen
geheißen
Das heurige zentrale Anliegen des Irmengardfestes war der Frieden in der Welt. Dies betonte Äbtissin Johanna Mayer (OSB) bei ihren Grußworten, die vor allem Abtpräses Johannes Perkmann (OSB) vom Benediktinerstift Michaelbeuern im Salzburger Land willkommen hieß. Der benediktinische Mitbruder wurde im Altardienst unter anderem von Pfarrer i. R. Konrad Kronast, von Pater Lijo Francis aus Tittmoning und von Diakon Josef Stürzer vom Pfarrverband Selige Irmengard unterstützt.
Ein besonderer Willkommensgruß der Äbtissin galt den Frauen der Oblatengemeinschaft, Annemarie Biechl, der Vorsitzenden des Freundeskreises für das Kloster mit weiteren Mitgliedern der Vorstandschaft und des Beirates sowie den Insulanern und Gästen.
„Beten verbindet“ – diesen Grundsatz stellte Abtpräses Johannes Perkmann in den Mittelpunkt seiner Predigt. Zum Fest-Thema Frieden sagte er: „Angst und Schrecken nehmen wir sofort wahr, aber Mitleid, Erbarmen und Vergebung brauchen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen eine gewisse Zeit. Deswegen ist es gut, wenn wir uns dem Gebet anvertrauen.“ Er bat die Selige Irmengard um den Frieden auch für unzufriedene Menschen und er dankte all jenen, die sich im Kloster, einem Ort des Friedens und Gebetes, einfinden. „Alle, die was Gutes tun für die Gesellschaft, sind auf dem Weg zum Frieden, eine Brücke der Verständigung kann nur von Mensch zu Mensch gebaut werden“ – so der Geistliche abschließend. Den Kirchenbesuchern mitgegeben wurde das täglich im Konvent präsente Friedensgebet Pax zur Fürsprache der Seligen Irmengard für den Frieden in der Welt.
Haydns
„Jugendmesse“
Musikalisch gestaltet wurde die Messfeier von der Priener Chorgemeinschaft und dem Orchester Mariä Himmelfahrt Prien unter der Leitung von Bartholomäus Prankl, an der Orgel spielte Aaron Voderholzer. Zur Aufführung kam die festliche „Jugendmesse“ von Joseph Haydn. Dem Gottesdienst folgte der gemeinsame Rückzug zum Klosterhof.
Inzwischen war die Fraueninsel schon recht belebt von Ausflüglern, die sich am Sonntag und Sonnenwetter erfreuten. Überrascht und oft erstaunt betrachteten sie den langen Festzug mit der Blasmusik, den Gebirgsschützen und den Vertretern von Kloster und Kirche.