Grabenstätt – Der Gemeinderat hat jüngst einstimmig die Jahresrechnung 2024 festgestellt. Die Summe der bereinigten Soll-Einnahmen und -Ausgaben beträgt demnach 14292271 Euro. Im Jahr zuvor, also 2023, lagen diese noch bei 19738498 Euro. Der Rechnungsprüfungsausschuss um dessen Ersten Vorsitzenden Robert Muggenhamer (Bürgergruppe) hatte die örtliche Rechnungsprüfung der Jahresrechnung durchgeführt.
Es gebe „keine wesentlichen Beanstandungen, wir können eine ordentliche Kassenprüfung bescheinigen“, betonte Robert Muggenhamer und dankte der gemeindlichen Kämmerei um Kerstin Seidel und der Kassenverwaltung um Monika Loferer. Man habe sich die Standardsachen alle angeschaut und es laufe dort alles hervorragend. Die Gemeinde habe die landwirtschaftlichen Flächen zwar gut verpachtet, allerdings seien die Pachtverträge schon länger nicht mehr angepasst worden. „Eine Hektarfläche unter 100 Euro ist eher nicht mehr zeitgemäß“, betonte der Rechnungsprüfungsausschuss-Vorsitzende. Dem sollte sich die Gemeindeverwaltung annehmen.
Auch hinsichtlich der gemeindlichen Wohnungen und Mietverträge seien entsprechende Mietanpassungen seit 2017 ausgeblieben, obwohl es seitdem einige inflationsbedingte Preissteigerungen gegeben habe. Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe/FW) räumte ein, dass es gemeindliche Pacht- und Mietverträge gebe, die nachgebessert werden müssten. Nach einigen Jahren ohne Anpassungen dürfe man da durchaus auch einmal nachtarieren. Es sei gut, dass es eine klare finanzielle Regelung und Linie dafür gebe, wenn Vereine, Organisationen und andere Personen die gemeindlichen Liegenschaften nutzen, lobte Muggenhamer.
Angeschaut habe man sich auch die Abrechnung der gemeindlichen Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Grundschule, des Erlstätter Feuerwehrhauses und des Gemeindekindergartens in Erlstätt. Mit Blick auf die verzeichneten Einsparungen durch die PV-Anlagen meinte er: „Das rentiert sich“. Leider gebe es noch keinen Einspeisevertrag mit dem Bayernwerk, aber das Ganze werde verrechnet und das sei „das Wichtigste“.
Die Räte erteilten dem Vorsitzenden zur Jahresrechnung 2024 einstimmig die Entlastung. Der nicht stimmberechtigte Rathauschef Wirnshofer war zuvor deutlich zurückgerückt und Dritter Bürgermeister Alois Binder (CSU) hatte in Abwesenheit des Zweiten Bürgermeisters Andreas Danzer (FW) vorrübergehend die Sitzungsleitung übernommen.
Unter Bekanntgaben bedankte sich Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe/FW) bei seinen Gemeinderatskollegen herzlich für die Genehmigung der erfolgreichen Veranstaltungsreihe „Zamm kemma“ am Marktplatz. Die ersten zwei Sommerkonzerte hatte man zwar wetterbedingt noch absagen müssen, doch dafür sind die folgenden drei Konzerte mit dem Duo „Ramona & Anderl“, der Band „Die Barhocker“ und der Band CIAO! sehr gut angenommen worden. Die große Resonanz und das viele Lob, das man für die stimmungsvolle Konzertreihe bekommen habe, zeige, dass die Bürger von dieser Belebung des Marktplatzes sehr angetan seien und man schaue nun, dass es 2026 in Zusammenarbeit mit dem Grabenstätter Verkehrsverein zu einer Neuauflage komme, so der Bürgermeister.
Waltraud Hübner (CSU) stimmte in die Lobeshymnen mit ein, mahnte aber zugleich an, dass man die Bewerbung der Konzerte noch verbessern müsste. Einig war man sich im Gremium auch darin, dass sich die jüngsten Probleme bei der Zustellung des Gemeindeanzeigers, der für die Bürger eine ganze wichtige Informationsquelle ist, nicht mehr wiederholen sollten. „Da sind wir dran“, versicherte Gerhard Wirnshofer. Er verwies zudem auf die aktuelle Sanierung der Rothgrabenbrücke durch die Deutsche Bahn, durch die eine längerfristige Vollsperrung der Staatsstraße 2096 zwischen Grabenstätt und Übersee erforderlich werde. Es gebe entsprechende Umleitungen. Die Bauarbeiten dürften sich noch bis Dezember hinziehen. Die Sperrung der Kreisstraße TS 3 in Erlstätt, wo im Bereich der sanierten Alten Schule nun die geplante Straßenverschwenkung in Angriff genommen wird, müsse so vonstattengehen, dass die ansässigen Gewerbetreibenden möglichst wenig Nachteile hätten, so Gerhard Wirnshofer.
Ein Lob gab es abschließend für die Grundschule für die erfolgreiche Müllsammelaktion, an der sich sechs von sieben Klassen beteiligt hatten.mmü