Kinderfeuerwehr gegründet

von Redaktion

Bergen und Holzhausen setzen auf frühe Begeisterung ab sechs Jahre

Bergen – Nachwuchsförderung steht bei den Feuerwehren Bergen und Holzhausen hoch im Kurs. Nachdem die Bergener Feuerwehr bereits eine Kinderfeuerwehr gegründet hat, schickt sich nun auch die Holzhausener Feuerwehr an, eine Kindergruppe aufzubauen. Die beiden Kommandanten der Wehren informierten den Gemeinderat und baten um die Übernahme des Versicherungsschutzes.

Verantwortung
und Teamgeist

Beim Florianfest der Feuerwehr Bergen wurde die Kinderfeuerwehr gegründet. Nun informierte Kommandant Korbinian Mader über Ziele und Start. Wer zwölf Jahre alt wird, kann in die Jugendfeuerwehr eintreten. In diesem Alter, so Mader, sei es jedoch schon schwierig, die Jugendlichen für die Feuerwehr zu interessieren. In jungen Jahren können Kinder noch besser begeistert werden, wusste der Kommandant, und der Aufstieg der Kinder in die Jugendmannschaft wird vorbereitet. Die Kinder lernen, wie wichtig soziale Kompetenzen wie Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein sind, werden im Brandschutz unterrichtet, erhalten spielerische Wissensvermittlung und Gerätekunde und sollen vor allem auch Spiel und Spaß sowie Kameradschaft erleben.

Aktuell stehen den Kindern im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren vier Betreuer, darunter zwei Erzieherinnen, zur Seite.

Mit Stolz konnte Mader berichten, dass bereits 22 Kinder in der Kinderfeuerwehr aufgenommen wurden und weitere zehn auf der Warteliste stehen. Er wusste zudem, dass von den 78 Feuerwehren des Landkreises bereits 14 eine Kinderfeuerwehr betreuen und somit bereits Erfahrungswerte gesammelt wurden.

Was dem Kommandanten am Herzen lag, war das Thema Versicherung. Die Kinderfeuerwehr könnte über die Versicherung der Feuerwehr abgesichert werden. In diesem Fall ist der Vereinsvorsitzende in der Haftung. Wird die Kinderfeuerwehr jedoch über die Kommune versichert, dann ist der Kommandant verantwortlich. Zudem sei, so Mader, der Versicherungsschutz über die Gemeinde umfangreicher. Er, wie auch der Kommandant der Holzhausener Wehr Thomas Zettl, würden einen Versicherungsschutz über die Kommune den Vorzug geben. Dem stimmte Thomas Zettl zu, der zugleich über die geplante Kindergruppe Holzhausen Auskunft gab. Auch die Holzhausener Wehr könne mit vier Betreuern aufwarten. Man hoffe, dass bei den Übungsstunden auch so mancher Erwachsener dabei ist. Telefonlisten werden geführt. Ende der Sommerferien sei die Gründung geplant.

Versicherungsschutz
ist Thema

Auf Frage von Dr. Moritz Beyreuther (Grüne Liste), wie hoch die Kosten für den Versicherungsschutz für die Kommune seien, erklärte Andi Schultes, Geschäftsführer, dass es sich hier nur um kleinere Beträge handle.

Begeistert zeigte sich Sepp Gehmacher (CSU) und dankte den Kommandanten für die Übernahme dieser zusätzlichen Verantwortung und Heranführung zukünftiger Feuerwehraktiver.

Auch Herbert Berger (ÜW) betonte, dass die Feuerwehr zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde zähle, freute sich über das Engagement der Feuerwehr und plädierte dafür, dass die Gemeinde den Versicherungsschutz übernehme.

Das Gremium dankte den aktiven Kommandanten für das Engagement und für die Informationen.

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