Gemeinde Marquartstein unterstützt neue Flutlichtanlage des TSV 1910

von Redaktion

Zuschuss für die Erneuerung der Flutlichtanlage bewilligt – Verein engagiert sich in der Jugendarbeit und plant weitere Projekte

Marquartstein – In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Marquartstein stand der Antrag des TSV 1910 auf Gewährung eines Zuschusses für die Anschaffung einer neuen Flutlichtanlage im Mittelpunkt. Michael Rohleder, Vertreter des TSV, präsentierte überzeugende Argumente, die die Bedeutung des Vereins für das Gemeindeleben, insbesondere für die Jugendlichen, und die Notwendigkeit einer neuen Flutlichtanlage unterstrichen.

Mithilfe einer Präsentation veranschaulichte er die Entwicklung und Aktivitäten des Vereins. Im Bereich Fußball werden derzeit circa 150 Kinder und Jugendliche betreut, eine Zahl, die sich seit 2015 verdoppelt hat. Das Altersspektrum reicht von fünf bis 19 Jahren. Neun Mitglieder haben die offizielle Trainerausbildung des Bayerischen Fußballverbandes absolviert. Auch die zahlreichen Aktivitäten des Vereins konnten sich sehen lassen: Rund 100 Auswärtsfahrten mit Spielen pro Jahr, die Organisation des Gaudi-Cups mit 20 teilnehmenden Mannschaften aus den umliegenden Orten in Marquartstein, ein Jugendhallenturnier, das zwischen 400 und 500 Kinder in den Ort lockte und mit erheblichem, ehrenamtlichem Aufwand verbunden war. Für die U15 bis U19 wird seit 2022 ein Trainingslager in St. Andrä organisiert, ebenfalls zur Förderung der Jugendlichen. Im Herrenbereich stellt der TSV in diesem Jahr sogar eine zweite Mannschaft, während sich in anderen Orten Mannschaften zusammenschließen müssen, um eine spielfähige Elf aufzustellen.

Doch der TSV engagiert sich nicht nur im Fußball, sondern legt den Fokus auf den Breitensport. Das Leitbild des Vereins betont Werte wie Respekt und Sportlichkeit, die den Kindern und Jugendlichen von klein auf vermittelt werden sollen, sowie die Identifikation mit den Heimatvereinen, erklärte Michael Rohleder in seiner Präsentation.

Für die nahe Zukunft stehen mehrere Projekte an: die Erneuerung der Flutlichtanlage mit LED-Lampen für circa 30000 Euro, eine zusätzliche Flutlichtanlage für den zweiten Platz, ein Kinderspielplatz am Fußballplatz (auch für das umliegende Wohngebiet), eine Terrassenerweiterung mit Überdachung für mehr Zuschauer und circa 7000 Euro für weitere Trainerausbildungen.

In der Sitzung ging es konkret um die Erneuerung der Flutlichtanlage. Nachdem die Finanzierung der Anlage in Höhe von 30000 Euro durch eine Förderung des BLSV in Höhe von 12000 Euro sowie durch ein vom Verein initiiertes Crowdfunding in Höhe von rund 9000 Euro bereits gesichert ist, verbleibt ein Restbetrag von rund 9000 Euro. Der gewünschte Zuschuss von 10000 Euro würde somit eine Überkompensation darstellen und wäre rechtlich unzulässig. Möglich ist lediglich ein Zuschuss in Höhe von maximal 80 Prozent des ungedeckten Bedarfs.

Angesichts der Tatsache, dass sich die Haushaltslage der Gemeinde in diesem Jahr durch große Projekte drastisch verändern wird, wogen die Gemeinderäte die Finanzierbarkeit sorgfältig ab. Sie waren sich jedoch einig, dass der TSV viel für die Gemeinde leistet.

Hubert Götschl (Bürger für Marquartstein) betonte, dass in der Jugendarbeit die Zukunft der Gemeinde liege und eine Umrüstung auf LED-Technik Strom spare. Martin Riedl (CSU) schlug vor, die Sponsoringmöglichkeiten stärker zu nutzen. Toni Entfellner (Grüne/Offene Liste) wies darauf hin, dass sich bereits Jugendliche ehrenamtlich im Verein engagieren und lernen, eigenverantwortlich zu handeln. Roland Polleichtner (Bürger für Marquartstein) lobte die Leistungen des TSV für die Gemeinschaft und sicherte seine Unterstützung zu. Bürgermeister Andreas Scheck (Bürger für Marquartstein) zeigte sich erfreut über den großen Zulauf beim Verein, was auf die gute Arbeit der Jugendleiter schließen lasse. Es liege im ureigensten Interesse der Gemeinde, die Vereine zu unterstützen, so der Bürgermeister.

Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte, dem TSV für die Erneuerung der Flutlichtanlage mit Kosten von 30000 Euro einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 80 Prozent des ungedeckten Bedarfs, maximal 7200 Euro, als freiwillige Leistung zu gewähren. In einem zweiten Beschluss stimmte der Gemeinderat dem Vorschlag des TSV zu, eine gemeinsame Arbeitsgruppe für zukünftige Maßnahmen des Vereins zu initiieren. Sybilla Wunderlich

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