Reit im Winkl – Der Gemeinderat beriet in seiner vergangenen Sitzung über das weitere Vorgehen bei der geplanten Umgestaltung des Rathausplatzes und billigte die dazu vorliegende Entwurfsplanung. Diese war vom „Planungsbüro Mühlbacher und Hilse“ erstellt worden und wurde von deren Vertretern Helmut Mühlbacher und Sophia Lohmeyer vorgestellt.
Eigenanteil von
rund 350000 Euro
Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) erläuterte, dass der Gemeinderat in einer Sitzung im Oktober 2024 den Vorentwurf des Planungsbüros mit großer Mehrheit gebilligt habe. Darauf aufbauend habe das Büro dann die Entwurfsplanung ausgearbeitet, die jetzt vorliege. Dazu seien Zuarbeiten vonseiten des Tiefbaus, von Elektro und Baugrund erforderlich gewesen. Außerdem seien die anliegenden Nachbarn beteiligt worden. Wenn der Entwurf genehmigt werde, könne die Regierung von Oberbayern auf Grundlage der Kostenschätzung mitteilen, welche Kosten förderfähig sind.
Nach Billigung der Entwurfsplanung werde kurzfristig ein Termin mit der Regierung von Oberbayern, den Planern und der Gemeinde vereinbart, um die Förderbeiträge zu ermitteln. Sobald diese bekannt seien, werde im Gemeinderat über die Ausschreibung der Leistung entschieden.
Weiter unterrichtete der Bürgermeister, dass nach einem ersten Überschlag mit Gesamtkosten in Höhe von 700000 Euro zu rechnen sei. Abzüglich der Förderung aus der Städtebauförderung und der RZWas (Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben) werde mit einem Eigenanteil für die Gemeinde von 350000 bis 400000 Euro gerechnet.
Sophia Lohmeyer und Helmut Mühlbacher stellten die von ihnen erstellte Entwurfsplanung für die Umgestaltung des Rathausplatzes und den erarbeiteten Zeitplan für deren Verwirklichung vor. Zuvor hatten sie vor dem Rathaus angebrachte Mustersteine für die vorgesehene neue Bepflasterung des Rathausvorplatzes erläutert. Es handle sich um heimische Granitsteine aus dem Bayerwald, versicherte Mühlbacher.
Sophia Lohmeyer gab bekannt, dass der Versand des Leistungsverzeichnisses für Tiefbau und Landschaftsbau voraussichtlich am 29. September dieses Jahres erfolge. Die Submission sei am 27. Oktober geplant, und in einer Gemeinderatssitzung am 18. November solle die Vergabe erfolgen. Für 7. April 2026, also nach Ostern, sei der Ausführungsbeginn Tiefbau geplant, und bis Ende Juli solle dann die Bauzeit dauern. Auf die diesbezügliche Anfrage von Gerhard Grünbacher (Freie Wähler) unterrichteten die Planer und auch Bürgermeister Schlechter darüber, dass der Rathausbrunnen gemäß der Planung nicht mehr aus Holz, sondern aus Stein bestehen und dass der sich derzeit auf dem Brunnen befindliche Holzhacker getrennt davon aufgestellt werden solle.
Entwürfe
gebilligt
Der Gemeinderat fasste dann bei drei Gegenstimmen von Grünbacher, Manfred Hanrieder (CSU) und Georg Weber (Freie Wähler) mit deutlicher Stimmenmehrheit den Beschluss, die Entwurfsplanung des „Büros Mühlbacher und Hilse“ zu kennen und billigte diese.